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Leistungsdiagnostik

Fabio Kaufmann ist beim KSC der Schnellste: Von null auf 30 in 3,88 Sekunden

Der Schnellste beim Karlsruher SC? Ist am Dienstag eindeutig Fabio Kaufmann. Die Anlage, die der Fußball-Zweitligist neuerdings bei der Leistungsdiagnostik einsetzt, schafft Vergleichsdaten für die Trainingssteuerung.

Tempomessungen: Fabio Kaufmann ist am Dienstagmorgen auf dem Sprintparcours zwischen den Lichtschranken der Schnellste beim KSC. Foto: Michaela Anderer

Auf die Plätze. Fertig. Und dann mal los. Mit Saisonstart am Samstag in Rostock soll beim Karlsruher SC über die Außenbahnen so richtig die Post abgehen. Tempo über die Flügel zu machen, ist innerhalb der Spielidee von Christian Eichner ein Gebot.

Fabio Kaufmann, neben Lucas Cueto einer der genau dafür Verpflichteten, verdient sich am Dienstagmorgen bei Athletiktrainer Florian Böckler das Prädikat „Weltklasse“. Die 30 Meter sprintet der Rechtsaußen des Fußball-Zweitligisten in 3,88 Sekunden. Tagesbestzeit.

Viele seiner Mitspieler benötigen 4,1 Sekunden oder mehr. Alles im Rahmen, sagt Böckler. „Aber Kaufi ist halt extrem gut. Cueto ist nicht gelaufen, der hätte nochmal was drauf gepackt“, schätzt er.

Ein Hauch Bundesjugendspiele beim KSC

Zusammen mit Wendelin Wäcker, der mehrfacher baden-württembergischer Meister in den Sprintdisziplinen ist, überwacht Böckler den Ablauf zwischen den vier Lichtschranken, die am Start grün blinken und am Ende eines Durchlaufs blau leuchten. Ist auf der Anlage alles im grünen Bereich, darf der Nächste los.

Der Ausflug auf die auf dem Trainingsgelände hinter dem Kunstrasenplatz installierte, mobile Anlage ist für die Fußballer, hinter denen bereits ein „Schnelligkeitszirkel“ liegt, freiwillig. Einige scharen sich um einen Tisch, auf dem ein Tablet mit den gelaufenen Zeiten liegt, und sind neugierig. Wer ordnet sich wo ein? Anfeuerungsrufe, Kommentare – ein Hauch Bundesjugendspiele liegt in der Luft.

Die Spezialanlage mit dem Zeitmesssystem hatte der KSC gerade erst für die Profis und die Jugend angeschafft. „Sie wird jetzt öfter zum Einsatz kommen“, kündigt Böckler an. So lassen sich über einen längeren Zeitraum Vergleichsdaten festhalten. Diese definieren die Trainingssteuerung.

Tempo auf der linken Bahn: Lucas Cueto erhofft sich für Samstag, dass er in Rostock seine Zweitligapremiere erleben wird. Foto: Helge Prang/GES

„Sehr aussagekräftig“ seien die Zeiten über die ersten fünf oder über die ersten zehn Meter, erklärt Wäcker. Fünf Meter unter einer Sekunde sei „gut“, alles unter 0.9 sein dann schon „sehr, sehr gut“.

Marco Thiede und Marc Lorenz wären froh, sie wären schon wieder annähernd so fix auf den Beinen und hätten auch am Nachmittag am kleinen internen Turnier teilnehmen können.

Der nach Vereinsangaben weiter durch die Folgen einer leichten Gehirnerschütterung beeinträchtigte Rechtsverteidiger Thiede fehlt aber am Dienstag in beiden Einheiten. Linksaußen Lorenz arbeitet mit einem der Physiotherapeuten.

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