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Drei Tore reichen nicht

K.o. in der Nachspielzeit: KSC geht gegen Darmstadt nach verrückter Partie leer aus

Eine wilde Achterbahnfahrt erlebte der KSC am Sonntagnachmittag im Wildpark. Ein Wanitzek-Tor und zwei Hofmann-Treffer reichten am Ende nicht, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Umkämpftes Duell: Darmstadt 98 mit Marvin Mehlem (vorne) und der Karlsruher SC mit Lukas Fröde schenkten sich nichts. Foto: Markus Gilliar/GES

Drei Tore und doch kein Punkt: Der Karlsruher SC hat sein Heimspiel gegen Darmstadt 98 trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung verloren. Am Ende hieß es nach einer verrückten Begegnung 4:3 (1:2) für die Gäste, für die Tobias Kempe in der Nachspielzeit vom Punkt aus entscheidend traf.

Neu in der KSC-Startelf standen Benjamin Goller und Marvin Wanitzek, der in der Vorwoche in Nürnberg als Einwechselspieler zum 1:1-Endstand getroffen hatte. Neben dem gesperrten Dominik Kother, für den Goller im linken Mittelfeld begann, musste dafür auch Marco Djuricin weichen. Für den Österreicher rückte Kyoung-Rok Choi auf die rechte Seite, Wanitzek lief neben Kapitän Jerôme Gondorf im 4-1-4-1-System zentral hinter der einzigen Spitze Philipp Hofmann auf.

Kempe versenkt erste Gästechance

Der KSC versuchte von Beginn an Druck zu entfachen, doch „die Lilien“ hatten sich rasch auf das Pressing der Gastgeber eingestellt und fanden spielerische Lösungen, um sich zu befreien. Und als sie nach knapp neun Minuten erstmals offensiv in Erscheinung traten, stand es direkt 0:1. Mathias Honsak tankte sich über links stark durch und passte zurück auf Tobias Kempe, der KSC-Keeper Marius Gersbeck aus kurzer Distanz keine Chance ließ.

Die Karlsruher waren bemüht eine rasche Antwort zu finden, doch ein letztlich harmloser Kopfball von Christoph Kobald nach einer Ecke von Philip Heise (13.) blieb in der Anfangsviertelstunde die einzige Torannäherung. Auf der Gegenseite lauerten die Darmstädter auf Möglichkeiten schnell umzuschalten, was nach 14 Minuten zu einem Abschluss von Honsak führte, den Gersbeck festhalten konnte.

Hofmann humorlos unter die Latte

Genau das gelang seinem Kollegen Marcel Schuhen acht Minuten später nicht, als Hofmann eine Gondorf-Flanke aufs Tor beförderte. Den Abpraller hämmerte der KSC-Torjäger dann zum 1:1 unter die Latte (22.). Vor seiner Hereingabe hatte sich Gondorf resolut, aber regelkonform gegen den früheren Karlsruher Matthias Bader durchgesetzt.

Die Begegnung blieb auch anschließend intensiv und nun nahm auch die Anzahl der Strafraumszenen zu. Zunächst setzte Serdar Dursun nach Vorarbeit des Ex-KSC-Spielers Marvin Mehlem den Ball knapp neben das Tor (33.), ehe zwei Minuten später Hofmann nach einem Fehler von Nicolai Rapp alleine auf Schuhen zulief, allerdings mit einem Tunnel-Versuch am 98-Schlussmann scheiterte.

Hofmann an den Pfosten, Wanitzek vom Punkt aus ins Glück

Kurz vor der Pause forcierte der KSC dann noch einmal das Tempo und drängte auf die Führung. Ein Schuss von Benjamin Goller rollte abgefälscht am langen Pfosten vorbei (42.). Die anschließende Ecke landete bei Hofmann, der an den Pfosten köpfte, dabei aber von Rapp am Kopf getroffen wurde. Die korrekte Entscheidung von Schiedsrichter Arne Aarnink: Strafstoß. Wanitzek schnappte sich den Ball und verlud Schuhen (44.). Und beinahe wäre die Eichner-Elf sogar mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause gegangen, doch Choi brachte nach einem Goller-Zuspiel die Kugel nicht an Schuhen vorbei (45.+1).

Und Choi stand auch wenige Sekunden nach Wiederbeginn im Blickpunkt, als er einen Volleyschuss knapp neben das Tor setzte. Auf der Gegenseite rutschte im Strafraum dem auffälligen Honsak ein Kopfball über den Scheitel. Der zweite Durchgang begann temporeich und mit einem Übergewicht für die Gastgeber. Mit einem Kobald-Kopfball nach Heise-Ecke (53.) und einem verunglückten Schussversuch von Lukas Fröde (55.) verzeichneten diese auch die nächsten Gelegenheiten.

Wilde Achterbahnfahrt nach der Pause

Nach gut einer Stunde traten dann auch die Darmstädter mal wieder offensiv in Erscheinung: Mehlem zirkelte von halblinks den Ball aufs lange Eck, doch Gersbeck war rechtzeitig abgetaucht (62.). Drei Minuten später war der KSC-Schlussmann dann aber chancenlos, als Victor Pálsson nach einem Kempe-Freistoß per Flugkopfball vollendete. In der 72. Minute fehlten dann nur Zentimeter zur erneuten KSC-Führung, als Hofmann nach einer Flanke des eingewechselten Marc Lorenz an die Latte köpfte.

Das Geschehen wogte nun hin und her. Tim Skarke scheiterte zunächst an Gersbeck (76.), ehe Dursun nach einem Eckball per Kopf das 3:2 markierte. Und die wilde Achterbahnfahrt ging auch anschließend weiter. Hofmann war nach einer Hereingabe des eingewechselten Marco Djuricin zur Stelle und netzte zum 3:3 ein (81.). In den Schlussminuten stand die Partie auf des Messers Schneide. Die Gäste blieben vor allem nach Standardsituationen gefährlich, während dem KSC ein wenig die Puste auszugehen schien.

Kempe sorgt für den späten K.o.

Und in der Nachspielzeit folgte dann doch noch der K.o. für die Karlsruher. Christoph Kobald sprang der Ball im Strafraum an die Hand, was einen Elfmeter und Gelb-Rot für den Österreicher nach sich zog. Kempe ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und schob zum 4:3 für die Gäste ein (90.+3).

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