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Sportgeschäftsführung

Einigung beim KSC: Kreuzer bleibt bis 2023

Oliver Kreuzer wird das neue Wildparkstadion in der Position des Sportgeschäftsführers einweihen. Der Karlsruher SC und der 55 Jahre alte Ex-Profi einigten sich am Freitag darauf, die im Dezember 2016 wieder aufgenommene Zusammenarbeit bis 30. Juni 2023 auszudehnen.

Sportchef bis 2023: Oliver Kreuzer hat seinen Vertrag beim Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC am Freitag vor dem Heimspiel der Karlsruher gegen die Spvgg Greuther Fürth bis Ende Juni 2023 verlängert. Foto: Bert Harzer/imago-images

Seit Freitagnachmittag steht fest, was sich länger angebahnt hatte: Oliver Kreuzer bleibt planmäßig bis mindestens 30. Juni 2023 der Sportgeschäftsführer des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC. In den Stunden vor dem Anpfiff der Flutlichtpartie gegen die Spvgg Greuther Fürth setzten beide Parteien ihre Unterschriften unter das seit dem Jahreswechsel vorbereitete Vertragswerk.

„Ich freue mich über das Vertrauen des Beirats und auf die Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen und möchte meinen Beitrag dazu leisten, den KSC in eine sportlich wie wirtschaftlich erfreuliche Zukunft zu führen“, äußerte der 55 Jahre alte Kreuzer zur davor nur bis Saisonende befristeten Tätigkeit im Wildpark.

Über die Eckdaten der neuen Vereinbarung waren sich beide Seiten in den Tagen nach Weihnachten weitgehend einig geworden. Sie tragen dem Vernehmen nach dem Umstand Rechnung, dass der Verein coronabedingt den Gürtel enger schnallen muss. Heißt: Kreuzer musste während der am 10. Dezember aufgenommenen Verhandlungen mit dem Beirat finanziellen Abstrichen zustimmen.

Kreuzer ist eine kritische gesehene Personalie

Mit der Vertragsverlängerung mit Kreuzer wurde beim KSC eine zukunftsweisende Personalie geklärt, die in Teilen der Fanszene ausgesprochen kritisch betrachtet wird. Kreuzers Transferbilanz und die Tatsache, dass der Verein mit ihm als sportlich Verantwortlichen zweimal in die Dritte Liga abstieg, trugen dazu in keinem geringen Maße bei.

Kreuzer war zwischen Mai 2011 und Juni 2013 sowie nach Intermezzi beim Hamburger SV und 1860 München ab Dezember 2016 wieder für den KSC tätig. Der über diese Spielzeit hinausweisende Kontrakt stärkt den früheren Bundesligafußballer des KSC und des FC Bayern München nun für die laufenden Gespräche mit Spielern und Beratern, in denen die künftige Kaderausrichtung Kontur gewinnen muss.

Mit der vollzogenen Einigung ist Kreuzer, der zusammen mit dem für die kaufmännische Seite verantwortlichen Michael Becker (Vertrag bis 31. Dezember 2022) die Geschäftsführung der KSC GmbH & Co KGaA bildet, ein Jahr länger gebunden als das Trainerteam um Christian Eichner.

Verträge von 16 Profis laufen am Saisonende aus

Auch wenn die coronabedingten Unwägbarkeiten die Clubs bei ihren Planungen weiter hemmen werden, sind beim KSC erste Stoßrichtungen klar: Wie berichtet räumt Kreuzer Vertragsverlängerungen mit Torwart Marius Gersbeck, dem Innenverteidiger Christoph Kobald sowie den Mittelfeldspielern Lukas Fröde und Kyoung-Rok Choi Priorität ein und hat entsprechende Gespräche mit deren Beratern aufgenommen. Dies sind nur vier von insgesamt 16 Profis aus dem Kader von Eichner, die nur bis Saisonende im Wildpark gebunden sind.

Philip Heise (Norwich City) und Benjamin Goller (Werder Bremen) sind nur auf Leihbasis beim KSC. Torjäger Philipp Hofmann dürfte im Sommer nur schwer zu halten sein. So erwarten Kreuzer im Zusammenspiel mit Kaderplaner Necat Aygün und dem Trainerteam um Eichner einige Sondierungsaufgaben. Der defensive Mittelfeldspieler Tim Breithaupt aus der U19, der auch am Freitag wieder im Profikader stand, soll einen Profivertrag erhalten.

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