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Heimspiel am Samstag

Weniger Zuschauer? Testpflicht? Neue Corona-Regeln treffen auch den KSC und seine Fans

Einen Hexenkessel wie gegen den HSV wird die Wildpark-Baustelle vorerst nicht mehr erleben. Die neuen Corona-Regeln treffen auch den KSC und seine Fans. Für das Spiel gegen Hannover macht Finanzchef Michael Becker den Anhängern aber Hoffnung.

Einige Plätze bleiben leer: Zum Heimspiel gegen Hannover 96 am kommenden Samstag darf der KSC nur 10.000 Zuschauer einlassen, für die dann die 2G-plus-Regel gelten wird. Foto: Helge Prang/GES

Beim bis dato letzten Heimspiel des Karlsruher SC gegen den Hamburger SV hatten Anfang November 20.000 Fans die Wildpark-Baustelle in einen Hexenkessel verwandelt.

Ein solches Szenario wird sich so schnell nicht wiederholen. Die neuen Corona-Regeln in Baden-Württemberg wirken sich auch auf den Besuch von Fußballstadien aus.

Wie viele Zuschauer dürfen am Samstag zum Heimspiel gegen Hannover 96 kommen? Welche Vorgaben müssen diese erfüllen? Und welche Beschränkungen könnten in Zukunft noch drohen? Unser Redaktionsmitglied Marius Bücher hat hierzu Fragen und Antworten zusammengestellt.

Was gilt künftig in den Fußballstadien in Baden-Württemberg?

Volle Arenen wird man im Südwesten bis auf Weiteres nicht mehr sehen. Nach den neuen Corona-Regeln dürfen die Stadien in den Alarmstufen – in der neuen Verordnung wurde noch eine zweite eingeführt nur noch zur Hälfte und maximal mit 25.000 Zuschauern ausgelastet werden.

Wer darf überhaupt ins Stadion?

Es reicht nicht aus, wenn Fans nur geimpft oder genesen sind. Sie müssen zusätzlich einen negativen Test vorlegen – zumindest innerhalb der neu eingeführten „Alarmstufe II“. Diese gilt ab einer Belegung von 450 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten oder einer Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz über 6. Da die erstgenannte Zahl in Baden-Württemberg zuletzt über dem Grenzwert von 450 lag, greift die 2G-plus-Regel in den Arenen bereits am kommenden Wochenende.

Was bedeutet das für den KSC?

Beim bis dato letzten Heimspiel des KSC gegen den Hamburger SV war die Wildpark-Baustelle erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mit 20.000 Zuschauern ausverkauft. Am kommenden Samstag (13.30 Uhr) gegen Hannover 96 sind nun nur 10.000 Fans zugelassen, für die dann die 2G-plus-Regel gelten wird.

Müssen manche Fans draußen bleiben, obwohl sie ein Ticket haben?

Sofern sie die dann gültigen Corona-Regeln, also 2G plus, einhalten, wohl erst einmal nicht. Wie der KSC am Mittwoch mitteilte, können am Samstag gegen Hannover sowohl die Dauerkarteninhaber – zuletzt waren es rund 9.000 – als auch die Besitzer von Tagestickets untergebracht werden. Nach Clubangaben sind sogar noch wenige Restkarten verfügbar.

Wie sieht es bei den weiteren Heimspielen in diesem Jahr aus?

Bei den letzten beiden Heimpartien des Jahres gegen den 1. FC Heidenheim (12. Dezember) und Hansa Rostock (19. Dezember) gilt laut KSC ebenfalls die 2G-plus-Regel. Da die letzten beiden Gegner vor Weihnachten nicht gerade als Zuschauermagneten gelten, müssen vermutlich auch bei diesen Partien nicht allzu viele KSC-Anhänger in die Röhre schauen.

Werden die Fans am Samstag vor dem Stadion die Möglichkeit haben, sich testen zu lassen?

Nein. Die Fans müssen einen negativen Schnell- oder PCR-Test (nicht älter als 24 Stunden, gerechnet ab Spielende) mitbringen. Aufgrund der Umbaumaßnahmen, so begründet es der KSC, werde vor Ort keine Testmöglichkeit angeboten.

Was ist mit der Maskenpflicht?

Die gilt auch am Samstag gegen Hannover. Die Vorgabe, im Stadion eine Maske tragen zu müssen, hatte zu Saisonbeginn zu Problemen geführt, weil sich zahlreiche Zuschauer nicht daran gehalten hatten. Nach der Einführung des 2G-Modells Mitte Oktober war die Maskenpflicht im Heimspiel gegen Paderborn zunächst weggefallen, zuletzt gegen den HSV hatte diese aber wieder gegolten, weil zuvor die Corona-Warnstufe in Kraft getreten war.

Sind künftig weitere Zuschauer-Beschränkungen möglich?

Durchaus. In anderen Bundesländern sind bereits strengere Bestimmungen in Kraft. In Bayern gilt eine Kapazitätsgrenze von 25 Prozent in den Stadien, in Sachsen erleben sogar sogenannte Geisterspiele ein Comeback. Auch der KSC ist davon betroffen: Dessen Auswärtspartie bei Dynamo Dresden findet am 5. Dezember vor leeren Rängen statt.

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