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Karlsruher SC

Spiel soll stattfinden: KSC erwartet Darmstadts Rumpfkader im Wildpark

Am Donnerstag wurden keine weiteren Corona-Fälle beim SV Darmstadt 98 bekannt. Der Karlsruher SC erwartet das Team der Südhessen deshalb am Freitag mit Anstoß um 18.30 Uhr als Gegner im Wildpark mit letzten Fragezeichen.

Option von Beginn an: Fabio Kaufmann, in Rostock von der Bank gekommen, könnte am Freitagabend in der Startelf des KSC auftauchen. Foto: Helge Prang/GES

Turbulent ging es bei Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 schon seit Tagen zu. Das Tohuwabohu nahm zwischenzeitlich Ausmaße an, die dazu führten, dass Trainer Torsten Lieberknecht nur noch „mit zittrigen Händen“ zum Handy griff, sobald das Display das Profilbild von Tom Eilers zeigte und dessen nächste Textnachricht ankündigte.

Eilers ist das Präsidiumsmitglied bei den Lilien, bei dem sich die Sachstände zum Infektionsgeschehen im Team ansammeln und der die daraus resultierenden Folgen mit DFL, Gesundheitsamt und dem nächsten Gegner zu erörtern hatte.

Vor dem Auswärtsspiel der Südhessen beim Karlsruher SC am Freitag (18.30 Uhr) im BBBank Wildpark kostete dieses Management eine Menge Zeit und alle noch mehr Nerven.

Erst wies ein geimpfter Spieler Symptome auf. Dessen PCR-Test erbrachte dann ein positives Ergebnis. In der Folge fielen drei weitere Spieler mit Covid-Infektionen auf, womit sich die Anzahl akut betroffener Profis bei 98 bis Mittwochabend auf insgesamt sieben erhöht hatte. Irgendwann wusste Lieberknecht nicht mehr, „wo X und wo Y ist“, gab er zu.

Nach einer tagesaktuellen PCR-Testreihe wurde am Donnerstagabend kein weiterer Covid-Fall aus Darmstadt bekannt, wie der Verein bestätigte, so dass die Partie beim KSC am Freitag vor der Kulisse von dann 10.000 zugelassenen Zuschauern wie geplant angepfiffen werden sollte. Für Oliver Kreuzer hatte eine Absage da schon nicht mehr erwartet.

„Nach unseren Informationen hat Darmstadt genügend Spieler zur Verfügung. Das hat mir Götz Bender von der Deutschen Fußball Liga am Mittag zugesichert. Aus unserer Sicht steht das Spiel nicht auf der Kippe“, erklärte der Sportgeschäftsführer des KSC.

Gersbeck versucht es

In den Reihen des mit einem 3:1-Sieg in Rostock in die Saison gestarteten KSC habe man die Hängepartie ohne größere emotionale Ausschläge verfolgt.

So betonte es Cheftrainer Christian Eichner bei der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag. Torwart Marius Gersbeck stand danach zum Belastungstest wieder auf dem Trainingsplatz.

Am Mittwoch war der gebürtige Berliner auf nassem Rasen umgeknickt. Laut Vereinsarzt Marcus Schweizer habe er sich dabei „Teilrupturen“ im Bandapparat des rechten Sprunggelenks zugezogen.

Die Entscheidung, ob die etatmäßige Nummer eins mit Tapeverband und unter Einsatz von Schmerzmitteln oder doch sein Vertreter Markus Kuster spielen wird, erwartet Schweizer erst für die Stunden vor Anpfiff: „Ich kann nur sagen, dass Marius spielen könnte. Letztlich wird das aber davon abhängen, wie sein Schmerzempfinden und wie stark die Schwellung noch ist.“

Kaufmann für Batmaz?

Eichner war bei der Pressekonferenz vor der Saison-Heimpremiere einmal kurz in die Welt des Tennissports abgedriftet. Das war, als er anführte, dass seine Mannschaft nun die Möglichkeit besitze, „dieses Break, das wir auswärts gesetzt haben“, zu vergolden, vorausgesetzt sie zeige sich dazu in der Lage, „das eigene Aufschlagspiel zuhause durchzubringen“.

Den Gegner erwartet der Cheftrainer des KSC unabhängig aller Corona-Schwächungen „auf Augenhöhe“. Doch auch Eichner weiß: Wo die Lilien mit ihrem neuen Trainer, nach den Abgängen von Top-Torjäger Serdar Dursun (Fenerbahce Istanbul) und ihres Mittelfeld-Herzstücks Victor Pálsson (Schalke 04) sowie dem verletzungsbedingten Langzeitausfall des Ex-Karlsruhers Marvin Mehlem stehen, wird erst in einigen Wochen richtig einzuschätzen sein.

Als sich der KSC-Coach aber die Elf anschaute, die am ersten Spieltag gegen Regensburg mit 0:2 verlor, war er ohne Zweifel: „Das ist eine Mannschaft gewesen, die jeden Gegner in dieser Liga schlagen kann.“

Eichner wird, wenn überhaupt, am eigenen Personal gegenüber seinem Vorgehen in Kiel nur wenig ändern. Dabei sei die Frage der Frische entscheidend, meinte er, ohne konkreter zu werden. Eine seiner Überlegungen könnte es sein, Fabio Kaufmann für die in Rostock von Malik Batmaz anfangs besetzte Außenbahn gleich zu bringen.

Voraussichtliche Aufstellungen

Karlsruher SC: Gersbeck (Kuster) - Jung, Bormuth, Kobald, Heise - Wanitzek, Gondorf, Choi - Kaufmann, Hofmann, Cueto.

SV Darmstadt 98: Behrens - Bader, Sobiech, Müller, Holland - Schnellhardt, Stanilewicz - Goller, Sesay, Karic – Tietz.

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