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Generalprobe geglückt

KSC dreht Rückstand und reist mit Sieg aus Andalusien ab

Der Karlsruher SC hat seine Generalprobe vor dem Start in die Restrunde gewonnen. Gegen den ungarischen Zweitliga-Tabellenführer kam er zum Abschluss seines Trainingslagers in Spanien zu einem letztlich verdienten Sieg.

Zu spät im Eck: Torwart Markus Kuster kassiert kurz vor der Pause nach dem Freistoß des Ungarn von Gabór Molnár den 0:1-Rückstand. Foto: Hege Prang/GES

Der Karlsruher SC hat am Tag vor seiner Abreise aus Spanien das letzte von drei Testspielen im Trainingslager gegen Ungarns Zweitliga-Spitzenreiter mit 2:1 (0:1) gewonnen. Nach seinen Experimenten zuvor gegen den FC Brügge (0:0) und gegen den Hamburger SV (1:3) nutzte KSC-Coach Christian Eichner die Generalprobe gegen Diósgyöri VTK zur Standortbestimmung in Sachen System und Personal für die erste Punktepartie 2022 am Samstag gegen den SV Darmstadt 98.

Im 4-4-2 startete Neuzugang Daniel O´Shaughnessy im Abwehrzentrum als Partner von Christoph Kobald. Für den Linksfuß rückte der Österreicher auf die rechte Position, wo in der Liga zuletzt stets Daniel Gordon verteidigt hatte. Für die rechte Seite griff Eichner auf das schon mit Sebastian Jung (Kreuzbandriss) gepflegte Modell zurück, indem er Marco Thiede vor Ricardo van Rhijn positionierte.

Der KSC, der mit Philipp Hofmann und Fabian Schleusener als Doppelspitze operierte, gab den Ungarn in der Anfangsphase kaum Gelegenheit, um Atem zu holen. Die Außenverteidiger schoben hoch. Die Offensiven an den Seiten, Thiede beziehungsweise der links vor Philip Heise aufgebotene Cueto, steuerten situativ in die Halbräume, um von dort aus torgefährliche Situationen zu kreieren.

Ungarn gehen zunächst gegen den KSC in Führung

Es blieb Wunschdenken. Denn mit Ausnahme eines Distanzversuchs von Marvin Wanitzek, eines Kopfballversuch Thiedes und eines unplatzierten Abschlusses des offensiven Verteidigers entwickelte der KSC aus seinem phasenweise deutlichen Ballbesitzplus in der ersten halben Stunde kaum Gefahrenmomente für das Tor der Ungarn.

Der körperlich robuste Gegner zeigte sich mit zunehmender Spieldauer besser sortiert, störte früher und tauchte nach so gewonnenen Bällen gelegentlich vor dem Tor von Markus Kuster auf. In Führung gingen die Ungarn in der 41. Minute durch den Freistoßschützen Gabór Molnár, der mit seinem Schuss aus 21 Metern schlecht aussehen ließ.

Lorenz klärt und bereitet Ausgleich vor

Bei Wiederbeginn übernahm Marc Lorenz für Cueto die linke Seite. „Auf geht`s Weiß!“, feuerte Eichner seine Mannschaft am Ende der intensiven Woche in Andalusien für deren Schlussakkord an.

Der KSC zeigte sich willig, das Ergebnis zu seinen Gunsten zu korrigieren. Nach nicht ganz einer Stunde hatte Lorenz im eigenen Sechzehner eine gefährliche Situation der Ungarn unterbunden. Den danach eingeleiteten Konter schloss der nach einem Ball rechtzeitig gestartete Schleusener mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck zum Ausgleich ab.

Fünf Minuten später kam beim KSC die erste von zwei größeren Wechselwellen mit einem halben Dutzend frischer Kräfte. Lorenz (67.) zwang Ungarns Schlussmann mit einem Distanzschuss zu einer Parade, bei Schleuseners Nachschuss ging dann die Fahne nach oben.

Wanitzeks Elfer sitzt

Der KSC drängte darauf, seinen achttägigen Aufenthalt mit einem positiven Ergebnis abzuschließen. Er hatte mehr vom Spiel, fand aber bei windigen Bedingungen einfach nicht zum finalen Pass, der nötig gewesen wäre, um die Abwehr der Magyaren auseinander zu dividieren.

Letztlich beschwor Lorenz mit einem beherzten Vorstoß in den Sechzehner den Siegtreffer herauf. Tamas Kispal holte ihn von den Beinen. Wanitzek versenkte den Foulelfmeter souverän. Danach setzte der KSC gegen einen kräftemäßig nachlassenden Gegner weitere Nadelstiche, ohne einen möglichen dritten Treffer nachzulegen.

Karlsruher SC: Kuster (46. Heeger) – van Rhijn (63. Rabold), Kobald (78. Irorere), O´Shaughnessy (63. Gordon), Heise (63. Jakob) – Thiede (63. Kother), Gondorf (63. Breithaupt), Wanitzek (78. Mirkovic), Cueto (46. Lorenz) – Schleusener (78. Rossmann), Hofmann (46. Marino).

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