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Aus der U19 Mannschaft

Ein 17-Jähriger erwartet mit dem KSC bei der Fortuna eine „coole Sache“

Max Weiß? Unter Anhängern des Fußball-Zweitligisten ist der Torhüter noch kaum bekannt. Am Samstag wird der 17-Jährige zum Gastspiel der Badener bei Fortuna auf der Ersatzbank der Gäste Platz nehmen.

Vertreter des Vertreters: Nachdem Marius Gersbeck gesperrt und Markus Kuster im Tor gefragt ist, rückt der erst 17 Jahre alte Nachwuchskeeper Max Weiß beim KSC in den Kader für Düsseldorf auf. Foto: Helge Prang/GES

Max Weiß ist 17 Jahre alt, steht beim Karlsruher SC normalerweise im Tor der U19 und wird am Freitag zur Abfahrt einen Sitzplatz im Mannschaftsbus der Profis besetzen. Auf den Mannheimer wartet am darauffolgenden Tag in Düsseldorf eine besondere Erfahrung.

Die Merkur Spiel-Arena, Heimspielstätte der Fortuna, wird er dann nicht nur von innen kennenlernen. Er wird beim KSC auf der Reservebank sitzen und sich bereithalten.

Weiß ist als Ersatz für den Ersatz, also für Markus Kuster, vorgesehen. „Max hat sich das absolut verdient. Er ist ein sehr großes Torhütertalent bei uns“, sagte Cheftrainer Christian Eichner bei der Pressekonferenz zu seiner Wahl.

Weiß hatte Mitte der Woche schon von Torwarttrainer Markus Miller erfahren, was auf ihn zukommt. „Das freut mich natürlich. Es ist eine coole Sache, da auf der Bank sitzen zu dürfen. In so einem Riesenstadion war ich noch nie, dann noch bei einem tollen Gegner. Ich wünsche Markus ein tolles Spiel und halte mich bereit, falls ich gebraucht werde“, sagte Weiß am Donnerstag den Badischen Neuesten Nachrichten.

Viel Bewegung in Millers Torwarttruppe

In Millers Torwarttruppe hatte es in dieser Saison schon mehr Bewegung gegeben als dem früheren Bundesligakeeper lieb sein konnte. Paul Löhr, die eigentliche Nummer drei, riss sich zum Saisonauftakt im Training ein Kreuzband.

Im Sommer-Trainingslager war Weiß dann schon dabei, zudem testete der KSC den vertragslosen Matthias Hamrol. Letztlich holte der Zweitligist aber seinen früheren Nachwuchsspieler Niklas Heeger vom VfB Stuttgart II zurück. Heeger erlitt im September einen doppelten Mittelhandbruch.

Eichner entschied sich für die „Spielpraxis“ als Faktor

Erst seit knapp 14 Tagen trainiert Heeger wieder mit der Mannschaft. Der bei ihr ebenfalls anzutreffende Kai Eisele ist vertragslos und hält sich seit fünf Wochen im Wildpark fit. Blieb also Weiß.

Eichner erinnerte daran, dass es sich um eine „sensible Position“ handele. „Wir haben am Wochenende ja gesehen, wie schnell mal etwas passieren kann und man plötzlich wechseln muss. Deswegen nehme ich da jemanden mit, der zuletzt regelmäßig trainiert hat und regelmäßig im Spielrhythmus war.“

Bei Testspieleinsätzen für die Profis gegen den Bahlinger SC (0:0) und gegen den FC Kufstein (4:0) hatte Weiß im Sommer bereits zu erkennen gegeben, dass ihm trotz seines Alters die besondere Verantwortung schon zuzutrauen ist.

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