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Aufeinandertreffen am Montag

KSC-Stürmer Hofmann muss HSV bei Duell im Wildpark weh tun

Philipp Hofmann ist vor dem Aufeinandertreffen des Karlsruher SC mit dem Hamburger SV an diesem Montag wieder ein Thema. Der geplatzte Wechsel des KSC-Torjägers ist schuld daran.

Treffen mit dem Flirt-Partner: Philipp Hofmann wollte im Spätsommer zum Hamburger SV, gegen den er nun am Montag für den KSC auf Torejagd gehen wird. Foto: Marvin Ibo Güngör/GES

Natürlich rückten Hamburgs Medien den Stürmer Philipp Hofmann vor dem Gastspiel des HSV beim Karlsruher SC an diesem Montag (20.30 Uhr) in den Fokus.

Der im September von den Badenern noch blockierte Wechsel des Torjägers aus dem Wild- in den Volkspark sei einzig „eine Frage der Zeit“, legte sich das Abendblatt fest.

Weiter eine Frage des Geldes

HSV-Sportdirektor Michael Mutzel bestätigte den Badischen Neuesten Nachrichten: Hofmann sei nicht aus dem Blickfeld des HSV verschwunden. Die Frage der Ablöse würde sich nächsten Sommer aber gleichermaßen stellen.

Und: Auch beim Aufstiegsaspiranten mit dem großen Namen spiele Geld in diesen unsicheren Zeiten eine Rolle. „Wir reden zwei, dreimal die Woche über alles. Über die aktuelle Entwicklung haben wir aber nicht gesprochen“, sagte Mutzel.

Mutzel sieht HSV „wieder in der Spur“

Oliver Kreuzer, ehemals selbst Sportchef beim HSV und nun unmittelbar vor der Vertragsverlängerung beim Fußball-Zweitligisten KSC bis 2023, hatte sich über drei Millionen Euro als Ablöse für Hofmann erwartet. Günstiger dürfte der 27-Jährige kaum werden, sollte er seine Erfolgsquote in den kommenden fünfeinhalb Monaten beibehalten.

Sechs Tore bei bislang zehn Ligaeinsätzen: top. Der mit Abstand torgefährlichste Zweitliga-Stürmer trägt allerdings längst das Trikot des HSV: Simon Terodde erhöhte sein Trefferkonto beim 4:0 gegen den SV Sandhausen zuletzt auf 13 Saisontreffer. Als allzeit bereite Vorbereiter taten sich beim HSV im bisherigen Saisonverlauf Jeremy Dudziak (5) und Manuel Wintzheimer (4) hervor.

Mutzel sieht den HSV „nach einigen schlechten Ergebnissen jetzt wieder in der Spur. Den Flow wollen wir natürlich mitnehmen und auch in Karlsruhe auf den Platz bringen“.

Eichner freut sich auf „einige Herren“

Dass der HSV zum Jahresabschluss als klarer Favorit im Wildpark aufkreuzen wird, steht für den KSC-Cheftrainer Christian Eichner außer Frage. Daran ließ er bei der Pressekonferenz am Sonntagnachmittag keine Zweifel.

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„Nichtsdestotrotz freue ich mich tierisch auf Montag und logischerweise auf einige Herren beim Gegner. Das sind die Spiele, aus denen die Mannschaft am meisten mitnehmen kann“, sagte Eichner den Badischen Neuesten Nachrichten.

Vorhaben des Außenseiters: Besser Verteidigen als gegen Aue

Zu den Herren, auf die sich Eichner besonders freut, gehört sein früherer KSC-Mitspieler Mutzel und der vormalige Karlsruher Torwarttrainer Kai Rabe. Der engen Freundschaft zu Mutzel hatte auch der 8. Februar dieses Jahres nichts anhaben können. Nur der HSV-Angestellte war im Volksparkstadion danach zufrieden gewesen.

Obwohl seinerzeit schon ein frischer Spirit in KSC-Reihen zu erkennen war, nutzte der HSV dessen Fehler und gewann 2:0. Nun, zehn Monate später, sagte Eichner vor dem Trainer-Duell mit dem Taktik-Trickser Daniel Thioune: „Wir sind in einer Situation in der Liga, in der die Möglichkeit besteht, dass wir dem haushohen Favoriten ein Bein stellen können.“

Dazu, das betonte Eichner, müsse seine Elf aber deutlich besser verteidigen als am Donnerstag bei der deftigen 1:4-Niederlage beim FC Erzgebirge Aue, die um mindestens ein Tor zu hoch ausgefallen war.

Thiede: „HSV nicht unbezwingbar“

Was dem Karlsruher Rechtsverteidiger Marco Thiede vor dem letzten Spiel des Jahres Hoffnung auf Besserung macht? „Unsere Entwicklung die ganze Runde“, erklärte er bei der virtuellen Pressekonferenz am Sonntag.

Und: „Die Liga hat gemerkt, dass auch der HSV nicht unbezwingbar ist, wie keine Mannschaft. Wir müssen die Fehler hinten abstellen und hinten konsequenter werden.“

Gordon zeigt sich selbstkritisch

Einer der Spieler, der bei den beiden ersten Gegentoren im Erzgebirgsstadion gar nicht gut ausgesehen hatte, war Innenverteidiger Daniel Gordon. Der zeigte sich im Gespräch mit den BNN selbstkritisch: „Es darf nicht sein, dass wir so leichte Gegentore bekommen. Dafür fühle ich mich natürlich mitverantwortlich.

Es war ein schlechtes Spiel. Das Schöne: Man kann versuchen, es wieder besser zu machen.“ Trotz der Niederlagen zuletzt gegen den SC Paderborn (1:2) und in Aue würden er und seine Kollegen selbstbewusst ins Match gehen.

„Wichtig ist es, daran zu glauben, dass wir jedes Spiel gewinnen können. Von dieser Marschroute rücken wir nicht ab. Wir rechnen uns natürlich Chancen gegen den HSV aus.“

Eichner lässt mögliche Änderungen offen

Eichner erklärte, dass er wisse, was er an Gordon habe und was nicht. Dasselbe gelte für alle anderen in seinem Team. Personelle Änderungen in der Startformation schloss er nicht aus, doch deuteten sie sich in den Übungseinheiten am Wochenende nicht an. So dürfte auch Benjamin Goller in der Mannschaft bleiben.

Der Leihspieler von Werder Bremen hatte gegen Aue den angeschlagenen Kyoung-Rok Choi gut vertreten und seine Sache am Flügel gut gemacht. „Wir haben das eine oder andere im Kopf, müssen aber auch schauen, was der Gegner macht“, sagte Eichner. „Wir werden die einigen oder anderen Dinge besser machen als am Donnerstag.

Das ist total personalunabhängig. Es gehe darum, dass seine Mannschaft mutig auftrete, dass sie „das Visier hochnimmt und einem Gegner auf unsere Art und Weise“.

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