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BNN-Interview

KSC-Torjäger Hofmann beendet sein Schweigen: „Für die Mannschaft tut es mir leid“

Philipp Hofmann hat sich in den vergangenen Wochen äußerst schweigsam, wenn es um seinen Verbleib beim KSC ging. Auch nach der Niederlage gegen Regensburg am Samstag, wollte sich der Stürmer nicht äußern. Für die BNN hat er am Sonntag sein Schweigen gebrochen.

Schwach vom Punkt: Philipp Hofmann rutscht weg beim Strafstoß. Foto: Helge Prang/GES

Philipp Hofmann machte am Samstag nach der 0:1-Niederlage des Karlsruher SC in Regensburg große Bögen um die Fragesteller. Selbst auf die Sky-Kamera hatte der Stürmer, der bei seinem Liga-Saisondebüt die Ausgleichschance vom Elfmeterpunkt vergab, keine Lust.

Am Sonntag äußerte sich der 27-Jährige im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten erstmals nach seinem geplatzten Wechsel zu seiner Lage beim Zweitligisten und dem Spiel an der Donau.

Herr Hofmann, wenn nicht noch ein unmoralisches Angebot beim KSC eintrudelt, wie Oliver Kreuzer sagte, dann werden Sie nun also mindestens bis Winter beim KSC bleiben. Glauben Sie, diese Situation auch innerlich akzeptieren zu können?
Hofmann

Es ist doch normal, dass ich zu einem Bundesligisten möchte, wenn aus der Ersten Liga ein Angebot kommt. Das ist bei jedem Fußballer so. Aber wenn ich hierbleibe, dann akzeptiere ich das. Ich habe einen Vertrag beim KSC und werde, genauso wie letzte Saison, alles für ihn geben. Ich bin mir auch sicher, dass wir zu alter Stärke zurückfinden werden.

War es abgesprochen oder Ihre Impulsentscheidung, in Regensburg als Elfmeterschütze anzutreten?
Hofmann

Da war gar nichts abgesprochen. Ich bin davon ausgegangen, dass ich ihn schieße – so wie die letzte Saison auch. Dass es dafür nicht die beste Situation war, mag sein. Hinterher ist man immer schlauer. Wenn er reingeht, wäre das für mein Selbstvertrauen gut gewesen. Es war viel los in den letzten zwei Wochen. Für die Mannschaft tut es mir leid. Aber wir haben allgemein ein schlechtes Spiel gemacht. Wir sind zu sehr in alte Muster verfallen, auch fußballerisch, wie ich finde. Deshalb haben wir auch verdient verloren.

Inwieweit hat das Theater um Ihre Person und um die geplatzten Wechsel Sie überhaupt bei Ihrem Liga-Saisondebüt beeinflusst?
Hofmann

Ich wollte ja unbedingt spielen. Aber man hat eben auch gesehen, dass ich nicht bei 100 Prozent bin. Das ist logisch. Ich lag fast sechs Tage im Bett. Die Pause wird uns jetzt zugutekommen. Ich hoffe, dass ich am Donnerstag in Mainz spielen und dann möglichst 90 Minuten ran darf. Dort und während der Trainingswoche hole ich mir die Fitness zurück. Es war ja nicht alles schlecht bis jetzt. In Regensburg war sicher aber unser schlechtestes Spiel. Es ist noch ziemlich früh in der Saison. Wir haben gute Ansätze gezeigt. Ich bin mir sicher, dass wir aus der Pause gestärkt herauskommen, dann endlich das erste Tor schießen und die Punkte auch holen werden.

Woher nehmen Sie Ihre Zuversicht?
Hofmann

Samstag ausgeschlossen, spielen wir einfach besser Fußball. Es sind immer nur kleine Dinge, woran wir schrauben müssen. Der letzte Pass im gegnerischen Sechzehner oder die letzte Flanke. Wenn die kommen, werden wir auch unsere Tore machen. Und mit den Toren kommt das Selbstvertrauen.

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