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Klage gegen Beschränkungen?

KSC plant erst im Sommer 2023 mit Vollbetrieb des neuen Stadions im Wildpark

Fans werden bereits in gut einer Woche auf der neuen Ost- und Südtribüne auftauchen, doch mit dem Vollbetrieb im neuen Stadion plant der KSC erst im Sommer 2023. Beim Thema Zuschauer prüfen die Verantwortlichen derweil sogar rechtliche Mittel.

Angst vor der großen Leere: Trotz der Fan-Rückkehr zum Saisonstart macht man sich beim KSC Gedanken, wie man künftig auf Zuschauer-Beschränkungen reagieren würde. Foto: Markus Gilliar/GES

Am kommenden Wochenende kehren die Fans in die Zweitliga-Stadien zurück, doch bis die neue Arena des KSC im Wildpark voll in Betrieb geht, wird es voraussichtlich noch einige Zeit dauern.

Wie der Geschäftsführer des Karlsruher SC, Michael Becker, am Donnerstag bei der Saisonauftakt-Pressekonferenz erklärte, plant der Club in kaufmännischer Hinsicht erst zur Saison 2023/24 mit einem Vollbetrieb im neuen Stadion.

Ein Umzug der Infrastruktur ins neue Hauptgebäude während der laufenden Saison zwischen zwei Spieltagen sei nahezu unmöglich, betonte Becker, und die Winterpause liege aufgrund der WM in Katar ungünstig.

Fertigstellung des neuen Stadions könnte sich um Monate verzögern

Zuletzt war bekannt geworden, dass sich die für Mai 2022 geplante Fertigstellung der Arena möglicherweise um mehrere Monate verzögern könnte.

Ein Teil der Plätze werden nach derzeitigem Stand aber bereits beim ersten Saison-Heimspiel am 30. Juli gegen Darmstadt 98 besetzt sein, voraussichtlich bis zu 10.000. Auch zur Auftaktpartie bei Hansa Rostock am kommenden Samstag (13.30 Uhr) sind KSC-Fans zugelassen.

Dennoch treibt die Verantwortlichen beim badischen Zweitligisten die Sorge um, dass im Herbst beim Thema Fans schon wieder das Rad zurückgedreht werden könnte. Deshalb denkt man beim KSC gerade über mögliche juristische Schritte nach, um gegen Zuschauer-Restriktionen vorzugehen, wie Becker am Donnerstag erläuterte.

KSC stimmt sich mit anderen Clubs über rechtliche Schritte gegen Zuschauerbeschränkungen ab

„Aktuell laufen Prüfungen von unserer Seite, welche rechtlichen Schritte möglich wären, gegen eventuelle Zuschauer-Beschränkungen nach Ablauf der aktuellen Regelungen Anfang September“, sagte Becker und ergänzte, man werde sich diesbezüglich mit den anderen Vereinen in Deutschland und speziell in Baden-Württemberg abstimmen.

Perspektivisch wolle man zu einer 100-prozentigen Auslastung zurückkehren, bekräftigte Becker. Zum Saisonstart dürfen die Stadien der Erst- und Zweitligisten bis zur Hälfte der Gesamtkapazität gefüllt werden, maximal dürfen 25.000 Zuschauer kommen.

Die bundesweit einheitlichen Vorgaben von Anfang Juni gelten erst einmal nur bis zum 11. September. Bis dahin ist die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite befristet. Wie es danach weitergeht, ist offen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte zuletzt den Wunsch geäußert, in der zweiten Jahreshälfte schrittweise zum Normalbetrieb zurückzukehren.

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