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„Heute kann man darüber reden“ (29)

Schäfers einstiger Homesitter vermittelte dem KSC den „Apparat“

In Karlsruhe kennen Fußballfreunde Rainer Krieg als „Apparat“. Denkt er an das „Wunder vom Wildpark“, das 7:0 gegen CF Valencia im November 1993, ärgert sich der ehemalige Stürmer noch heute ein wenig.

Jubel über den Fallrückzieher: Rainer Krieg freut sich am 15. August 1992 über seinen artistisch erzielten Treffer zur 3:2-Führung gegen Gladbach, dem er danach einen weiteren folgen ließ. Foto: Markus Gilliar/GES

Sein Kick mit dem Außenrist ans Außennetz nach 90 Minuten und neun Sekunden fuchste Rainer Krieg noch am Tag nach dem 7:0 gegen Valencia. In der Zeitung hatten sie die Gesichter Karlsruher Fußball-Herrlichkeit abgebildet, auch seines, schließlich war er für den vierfachen Torschützen Edgar Schmitt gekommen. Nicht viel hatte gefehlt, und er hätte sich als Schütze des 8:0 verewigt gesehen. „Diese zehn Minuten waren das Größte, was ich im Fußball erlebte“, erzählt „Der Apparat“ vom 2. November 1993.

Es war eine Menge. Krieg glaubt, dass Michael Harforth als Urheber seines Spitznamens gelten muss. Im Training habe Krieg dem Torwart Oliver Kahn eines seiner Geschosse um die Ohren gejagt. Dazu habe er ausgerufen, „was für ein Apparat“ und das „r“ gerollt, wie sich das aus dem Zungenschlag seiner hessischen Heimat erklärt. Ohrenzeuge Harforth taufte Krieg dann auf „Der Apparrrrat“ um.

In den Profifußball war Krieg mehr gepurzelt, als dass er auf ihn vorbereitet war. Mit 24! Ein Bankangestellter aus der Gegend um Gelnhausen spielte Schicksal. „Heiner Ott war mein Trainer in Obersotzbach und Bernbach. Er kannte Winnie Schäfer aus der Zeit, als der für Kickers Offenbach spielte. Wenn Schäfer in Urlaub ging, goss Ott ihm die Blumen und hütete den Hund. Sie hielten Kontakt. So meinte Ott einmal zu Schäfer am Telefon, er würde ihm gerne einen schicken.“

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