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0:8-Niederlage im DFB-Pokal

Sensation außer Reichweite: KSC-Frauenteam gegen Eintracht Frankfurt chancenlos

An einer Sensation durfte das Frauenteam des KSC zwar nicht schnuppern, aber dafür eine wertvolle Erfahrung sammeln. Zudem ließ der Underdog gegen Eintracht Frankfurt durchaus sein Können aufblitzen.

Verladen: Laura Feiersinger lässt vom Elfmeterpunkt KSC-Torhüterin Theresa Wiesiolek keine Chance und trifft für Eintracht Frankfurt zum zwischenzeitlichen 2:0. Foto: Markus Gilliar/GES

Das Frauenteam des Karlsruher SC hat im DFB-Pokal eine Überraschung klar verpasst. Beim 0:8 (0:4) in der zweiten Hauptrunde gegen den zwei Klassen höher spielenden Bundesligisten Eintracht Frankfurt hielt die Mannschaft von Trainer Romina Konrad aber phasenweise gut dagegen, musste am Ende aber die Klasse der Frankfurterinnen um Nationalspielerin Laura Freigang anerkennen.

Die 22 Jahre junge Stürmerin traf dreimal für das Frauenteam aus Frankfurt, das es erst seit diesem Sommer seit der Fusion des langjährigen Dominators 1. FFC mit der Eintracht in dieser Form gibt. Die weiteren Treffer steuerten Laura Feiersinger per Foulelfmeter, Geraldine Reuteler, Kapitänin Tanja Pawollek und Shekiera Martinez (2) bei. „Wir können alle die Erfahrung mitnehmen, stolz sein und jetzt erst einmal in die Pause gehen“, sagte KSC-Trainerin Konrad. In der Regionalliga wird das KSC-Frauenteam in diesem Jahr kein Spiel mehr bestreiten.

Die Hoffnungen der Karlsruherinnen auf eine Überraschung hatten schon früh einen Dämpfer erhalten. Nach nicht einmal vier Spielminuten geriet ein Rückpass von Emily Wolff zu ihrer Torhüterin Theresa Wiesiolek deutlich zu kurz, was Freigang nutzte, um zur frühen Gästeführung einzuschieben. Und es fehlte nicht viel und Freigang hätte bei weiteren guten Gelegenheiten kurz darauf nachgelegt (6. und 8.).

Dies besorgte dann Feiersinger per Foulelfmeter (12.), nachdem Freigang im Strafraum gelegt worden war. Die Eintracht-Stürmerin stand auch nach einer Viertelstunde im Blickpunkt, als sie im gegnerischen Sechzehner gegen Fabien Eichler zu spät kam und die KSC-Spielerin am Fuß traf. Diese musste daraufhin verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Schwungvolle Phase des KSC nach der Pause bleibt unbelohnt

Der KSC war in der Folge zwar bemüht, in den Zweikämpfen dagegenzuhalten und punktuell für Entlastung zu sorgen, doch die spielerische Überlegenheit der Frankfurterinnen blieb zunächst erdrückend. Der dritte Treffer der Eintracht durch einen 16-Meter-Schuss von Geraldine Reuteler war nach 22 Minuten die Konsequenz. Nach einer knappen halben Stunde lösten sich die Gastgeberinnen ein wenig aus dem Schwitzkasten des Bundesligisten, ein erster Abschluss von Melissa Zweigner-Genze geriet allerdings zu hoch. Und nach 40 Minuten wurde die KSC-Angreiferin nach einem Solo im letzten Moment gestoppt.

Gefährlicher blieben die Gäste, die kurz vor der Pause noch einmal ihre Klasse in Person von Freigang zeigten. Die Nationalspielerin setzte sich an der Strafraumgrenze durch und traf per Flachschuss, so dass mit einem Zwischenstand von 4:0 in die Pause ging. In dieser hatten sich die Außenseiterinnen offenbar einiges vorgenommen, denn sie kamen mutig und mit viel Elan aus der Kabine.

Vor den Augen von Präsident Holger Siegmund-Schultze, Sportdirektor Oliver Kreuzer und Männer-Cheftrainer Christian Eichner wären sie dafür beinahe mit dem Anschlusstor belohnt worden. Zunächst kratzte Nationaltorhüterin Merle Frohms den Ball nach einer verunglückten Rettungsaktion von Teamkollegin Camilla Küver gerade noch von der Linie (50.), ehe Zweigner-Genze wenige Sekunden später aus kurzer Distanz verzog.

Martinez und Freigang machen es deutlich

Dass sie auch in Sachen Effektivität an diesem Tag das bessere Team stellten, bewiesen die Frankfurterinnen in den folgenden Minuten, als zunächst Kapitänin Tanja Pawollek und wenig später die eingewechselte Shekiera Martinez die Treffer fünf und sechs markierten. Kurz darauf konnte sich dann auch die zur Pause ins Spiel gekommene Torhüterin Alexa Seiler auszeichnen, als sie mit einer starken Parade das 0:7 verhinderte.

Dieses fiel dann aber nach 73 Minuten, erneut war Martinez zur Stelle gewesen. Die Eintracht kontrollierte weiterhin Spiel und Gegner, entfachte nun aber nicht mehr den ganz großen Druck auf das gegnerische Tor. Freigang sorgte schließlich für den Endstand, nachdem kurz zuvor Nele Schomaker die letzte KSC-Gelegenheit zum Ehrentreffer ausgelassen hatte.

KSC
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