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Groiß und Kother sind Alternativen

Wer spielt beim KSC für Choi und Gondorf? Trainer Eichner muss gegen Düsseldorf umbauen

Drei Spiele in acht Tagen: Angesichts des strammen Jahres-Endspurts baut KSC-Trainer Eichner auf die gestiegene Leistungsdichte in seinem Kader. Bereits am Sonntag gegen Düsseldorf wird er seine Startelf umbauen.

Bereit für den Dreierpack: Christoph Kobald (links) und sein Kollege aus der KSC-Innenverteidigung, Daniel Gordon, wollen in den Partien gegen Düsseldorf, Aue und den HSV möglichst die jüngste Erfolgsserie fortsetzen. Foto: Marvin Ibo Güngör/GES

Dass Uwe Rösler in England fast sieben Jahre lang als Trainer und zuvor auch als Spieler tätig war, hört man. „Ready to go“, bereit also, sei seine Mannschaft für das Spiel in Karlsruhe, ließ der Coach von Fortuna Düsseldorf bei der Pressekonferenz wissen.

Und was seine Spieler in den folgenden Tagen erwartet, umschrieb der 52-Jährige am Freitag so: „Recovery, preparation, game, recovery, preparation, game.“ Mit dem rasanten Wechsel von Regeneration, Vorbereitung und Spiel hat Rösler nach eigener Aussage keine Probleme. „Ich mag Englische Wochen“, sagte er, die kenne er ja schließlich von seiner Zeit auf der Insel.

Röslers Kollege Christian Eichner hat nie in England gespielt und in seiner noch jungen Trainerlaufbahn bislang nur beim Karlsruher SC gewirkt. Seine Sprache ist badisch gefärbt. Drei Spiele innerhalb weniger Tage, wie sie für den KSC nun am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Düsseldorf, am Donnerstag bei Erzgebirge Aue und am Montag darauf gegen den Hamburger SV anstehen, sind aber auch für Eichner nichts Neues – auch wegen Corona.

Gordon will nicht weiter als bis Sonntag schauen

„Wir haben seit dem Restart gewisse Erfahrungen damit gesammelt und daraus mitgenommen, dass da ein neuer Reiz, ein neuer Impuls sehr, sehr guttun kann“, sagte der Karlsruher Coach bei der virtuellen Presserunde am Freitag. In den drei Englischen Wochen, die der KSC bislang in diesem Jahr bestritten hat, ging er in neun Partien nur einmal als Sieger hervor.

Beim anstehenden Dreierpack vor Weihnachten soll diese Bilanz nun möglichst aufgehübscht werden. Fehlen werden gegen die Fortuna allerdings der gelbgesperrte Jérôme Gondorf und der verletzte Kyoung-Rok Choi.

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Daniel Gordon fühlt sich für das stramme Programm gewappnet. „Die Körner habe ich mir über die Spiele geholt“, sagt der 35-jährige Innenverteidiger, der erst nach seiner Vertragsverlängerung Ende September wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war. Weiter als bis Sonntag will Gordon aber eigentlich gar nicht vorausblicken. Schließlich komme ein Gegner „mit enormer Qualität im Kader“ in den Wildpark. Was sein Team gegen den Bundesliga-Absteiger, der in Rouwen Hennings und Matthias Zimmermann zwei frühere KSC-Spieler in seinen Reihen hat, genau erwartet, da ist sich Gordon allerdings nicht ganz sicher.

Eichner sieht Groiß wieder „in Schlagdistanz“

Unberechenbar, so betont Eichner, sei auch der KSC inzwischen, was das Personal angeht. So ist etwa noch offen, wer für Gondorf am Sonntag auflaufen wird. Als positionsgetreue Alternative kommt Alexander Groiß in Betracht, der Eichner zufolge „in den letzten drei, vier Wochen wieder Fuß gefasst hat und so richtig in Schlagdistanz gekommen ist“.

Die Möglichkeit, mit einem 4-2-3-1 zu beginnen, zerschlug sich derweil am Freitag. Choi, der für die Position im zentralen Mittelfeld hinter Stürmer Philipp Hofmann infrage gekommen wäre, musste wegen muskulärer Probleme erneut passen und wird auch am Sonntag nicht zur Verfügung stehen. Den Südkoreaner dürfte Dominik Kother ersetzen, der zuletzt in Osnabrück (2:1) nach seiner Einwechslung als Torschütze und Vorlagengeber geglänzt hatte.

Sollte Kother auf dem linken Flügel auflaufen, könnte Benjamin Goller rechts spielen. Für Marc Lorenz bliebe dann nur die Bank. Möglich ist auch eine Besetzung mit Lorenz auf der linken und Kother auf der rechten Seite.

Bei Fröde ist der Tank noch voll

Eichner brachte bei der Pressekonferenz am Freitag auch ein 4-4-2-System ins Spiel, mit dem angesichts der Qualitäten des Gegners aber nicht unbedingt zu rechnen ist. In einer solchen Formation, mit Babacar Guèye als zweiter Spitze, hatte der KSC am vergangenen Samstag in Osnabrück in der Schlussphase ein 0:1 in einen Sieg verwandelt.

Lukas Fröde muss sich derweil keine Sorgen um seinen Platz in der Startelf machen, der 25-Jährige ist weiterhin gesetzt ist. Vor den anstehenden Aufgaben ist Fröde nicht bange. „Der Tank ist voll“, bekräftigte der Dauerbrenner am Freitag und ergänzte: „Wir haben in dieser Saison ohnehin keine Zeit, irgendeinen Gedanken daran zu verschwenden, dass wir vielleicht müde sind. Es geht Schlag auf Schlag.“

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