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Packendes Finale

MSC Ubstadt-Weiher feiert Finaltriumph gegen Puma Kuppenheim bei deutscher Motoball-Meisterschaft

In einem packenden Finale der Motoball-Meisterschaft, in dem der MSC Puma Kuppenheim lange wie der Sieger aussah, konnte sich der MSC Ubstadt-Weiher den zehnten Meistertitel sichern. Für den Sieger ging es in US-Schulbussen zum Empfang in Ubstadt-Weiher.

Während die Fans im Hintergrund Rauchbomben steigen lassen, ist die Freude auch bei Ubstadt-Weiher-Torwart Jens Kehrer nach der gewonnen Meisterschaft riesig. Foto: GES/Helge Prang

Es war ein wahrer Krimi, den die rund 1.800 Zuschauer Erwin-Schöffel-Stadion in Mörsch am Samstagabend erlebten. Dabei rückten auch die eiskalten Temperaturen in den Hintergrund, denn die beiden Mannschaften boten auf dem Asphalt einen heißen Kampf.

Als Dominik Mückenhausen nach knapp drei Stunden den entscheiden Elfmeter verschoss reckten die Spieler des MSC Ubstadt-Weiher ihre Arme in die Höhe, ließen ihre Motorräder fallen, liefen Torhüter Jens Kehrer entgegen und versammelten sich zur Jubeltraube. Der mitgereiste Anhang zündete Rauchbomben und feierte stimmungsvoll.

Mit 8:7 nach Elfmeterschießen hatte wenigen Minuten zuvor der MSC Ubstadt-Weiher das Finale um die deutsche Motoball-Meisterschaft gegen den MSC Puma Kuppenheim gewonnen und damit den zehnten Titel der Vereinsgeschichte beschert. „Es ist einfach unbeschreiblich“, sagte der freudenstrahlende Sportleiter des MSC Ubstadt-Weiher, Uwe Maurer. Auf der Gegenseite konnte Puma-Trainer Torsten Schwarz die Niederlage kaum in Worte fassen. „Die Enttäuschung sitzt sehr tief“, so Schwarz.

Spieler, Verantwortliche und Kinder des MSC Ubstadt-Weiher feiern gemeinsam mit Meisterschale und Pokal den Gewinn der deutschen Motoball-Meisterschaft. Foto: GES/Helge Prang

Dabei hatte die Partie für die Mannen von Schwarz gut begonnen. Nach langer Verletzung kehrte überraschend Nationalspieler Jannis Schmitt wieder zurück ins Team. Zwar war es Puma-Kapitän Benjamin Walz der mit einem sehenswerten Treffer für die Führung sorgte (15.), doch Schmitt setzte immer wieder Akzente. So war es Schmitt, der kurz vor dem Pausentee zum Solo ansetzte und den Ball zum 2:0 in den Winkel knallte (40). „Wir waren am Anfang sehr nervös und haben nicht in die Partie gefunden“, sagte Ubstadt-Weihers André Retich. Walz zeigte sich nach Abpfiff genervt und monierte, dass man durch das Chancenplus bis zur Halbzeit alles hätte klarmachen müssen.

Konter als Weckruf für Ubstadt-Weiher

Doch Ubstadt-Weiher stecke nicht auf und kam nach einem verdeckten Schuss von Kevin Gerber (46.) zurück in die Partie. Prompt antwortete Puma in Person von Max Schmitt zum 3:1 (48.). Dennoch stellte sich bei Puma keine Sicherheit ein und Retich traf nach Zuspiel von Gerber zum 3:2 (55.).

In der Schlussminute des dritten Viertels dann die womöglich spielentscheidende Szene. Während Ubstadt-Weiher im Vorwärtsgang den Ball verlor, setzte Jannis Schmitt einen erfolgreichen Konter, doch das Schiedsrichtergespann erkannte das Tor ab, da Schmitt im Torraum war. „Das wäre der sichere Genickschlag für den Gegner gewesen“, ist sich Walz sicher.

Ich habe nach der Aktion gewusst, dass wir das Spiel gewinnen.
André Retich, MSC Ubstadt-Weiher

Für Ubstadt-Weiher war es dagegen der Weckruf. „Ich habe nach der Aktion gewusst, dass wir das Spiel gewinnen und in der anschließenden Viertelpause ging ein Ruck durch die Mannschaft“, erklärte Retich. Als kurz nach Wiederanpfiff Gerber den Ball mit einem satten Distanzschuss unter die Latte schoss, war die Partie wieder ausgeglichen (65.).

In der Verlängerung brachten Gerber (91.) und Kevin Fröhlich (98.) Ubstadt-Weiher jeweils auf die Siegerstraße, doch Walz (93.) und Schmitt (100.) egalisierten wieder.

Motoball-Meisterfeier im Schulbus nach Ubstadt-Weiher

Im anschließenden Elfmeterschießen zeigten die Kuppenheimer Nerven und verschossen zweimal. „Leider war es schwierig überhaupt Spieler zu finden, die schießen wollen“, bedauerte Schwarz.

Retich, der wie auch Gerber, Fröhlich und Dennis Ring seine Motorradstiefel an den Nagel hängen will, versprach eine „sehr, sehr lange Nacht“. Zusammen mit den Spielerfrauen ging es in US-Schulbussen zur Siegesfeier nach Ubstadt-Weiher.

Bereits im Finale der Jugend hatten die Zuschauer Nervenkitzel erlebt Auch hier behielt Ubstadt-Weiher im Elfmeterschießen gegen Kuppenheim die Oberhand.

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