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Volleyball-Bundesliga

Niederlage gegen Friedrichshafen: Bisons Bühl wehren sich vergeblich

Die Bisons Bühl mussten sich in der Volleyball-Bundesliga beim favorisierten Spitzenreiter VfB Friedrichshafen mit 0:3 geschlagen geben, zeigten aber trotz der klaren Niederlage eine insgesamt ansprechende Leistung.

Am Block vorbei: Der Bühler Niklas Kronthaler überwindet in dieser Szene zwar die Friedrichshafener Defensive um Martii Juhkami (von links), Marcus Böhme und Dejan Vincic, musste sich mit den Bisons am Ende aber geschlagen geben. Foto: Günter Kram

Nichts zu holen gab es für die Bisons Bühl in der Volleyball-Bundesligapartie beim VfB Friedrichshafen. Der Tabellenführer setzte sich letztlich klar mit 3:0 (25:23, 25:21, 25:22) durch.

Das deutliche Ergebnis spiegelt allerdings nicht den wahren Spielverlauf wider. Bühl leistete drei Sätze lang erheblichen Widerstand, ohne am Ende dafür mit einem Punktgewinn belohnt zu werden. Friedrichshafens Nationalspieler Lukas Maase, der verletzt pausieren musste, meinte nach der Begegnung: „Großen Respekt vor der Leistung der Bisons, die ein gutes Spiel gezeigt haben. Man kann in dieser Saison noch einiges von Bühl erwarten.“

Letzteres gilt natürlich auch im Falle des VfB Friedrichshafen. Die Häfler haben sich den Meistertitel zum Ziel gesetzt und gegen die Bisons ihre Ambitionen unterstrichen. Vor allem Nachwuchsstar Linus Weber glänzte immer wieder mit gekonnten Angriffsaktionen. Der 21-Jährige war mit 16 Punkten bester Scorer seiner Mannschaft und erhielt die MVP-Medaille. Bei den Bisons wurde Mathäus Jurkovics zum wertvollsten Spieler gewählt.

Bisons zu Beginn gleich hellwach

Bisons-Trainer Alejandro Kolevich schickte folgende Startformation aufs Feld: Tomas Lopez, Niklas Kronthaler, Edvinas Vaskelis, Mathäus Jurkovics, Stefan Thiel, Paul Henning und Libero Florian Ringseis. Die Gäste waren auch gleich hellwach und erwischten den besseren Start. Bei der ersten technischen Auszeit lag Bühl mit 8:5 in Führung. Zwar setzte sich Friedrichshafen in der Folge besser in Szene, ohne den Gegner distanzieren zu können. Im Gegenteil: Die Kolevich-Schützlinge erkämpften sich noch einmal eine 21:20-Führung und hielten den Satz bis zum 23:23 offen. Recht unglücklich ging der erste Abschnitt dann aber doch mit 23:25 verloren.

Ein ähnliches Bild im zweiten Durchgang: Bühl erspielte sich einen 20:19-Vorteil, ehe Friedrichshafen mit vier Punkten in Folge den Spieß umdrehte und den Satz mit 25:21 für sich entschied. Im dritten Satz schien der Widerstand der Gäste frühzeitig gebrochen, als der VfB auf 17:10 wegzog. Doch die Bisons zeigten Moral und kämpften sich Punkt um Punkt heran. Als der eingewechselte Luciano Aloisi mit einem Aufschlags-Ass den 22:21-Anschluss herstellte, schien sich eine Überraschung anzubahnen. Allerdings konterte Friedrichshafen im Stil eines Champions und verbuchte auch den dritten Abschnitt mit 25:22 für sich.

Bester Scorer der Bisons war Edvinas Vaskelis, der auf 17 Punkte kam. Tomas Lopez (15) und Niklas Kronthaler (10) waren die nächstbesten Punktesammler. Gegen die Angriffswucht des VfB Friedrichshafen reichte das aber nicht.

In der Crunchtime haben wir leider die wichtigen Punkte nicht gemacht.
Oliver Stolle, Manager der Bisons Bühl

Der Bühler Manager Oliver Stolle, gleichzeitig als Co-Trainer im Einsatz, lobte seine Mannschaft trotz der Niederlage: „Wir haben eine tolle Leistung gezeigt, auch wenn das im Resultat nicht zum Ausdruck kommt. In der Crunchtime haben wir leider die wichtigen Punkte nicht gemacht. In den ersten beiden Sätzen waren wir gleichwertig, im dritten Satz haben wir uns noch einmal herangekämpft. Friedrichshafen hat zeitweise gewackelt. Wir haben gezeigt, dass wir auch mit einem Spitzenteam mithalten können, sind aber nicht belohnt worden.“

Friedrichshafens Trainer Michael Warm atmete nach der Partie erst einmal durch und sagte dann: „Wir sind heute auf eine sehr gut eingestellte Mannschaft getroffen und mussten zu jedem Zeitpunkt Gas geben.“

Mit zwei Auswärtsspielen beschließt Bühl das Jahresprogramm 2020: Am Sonntag steht das Gastspiel in Frankfurt an, ehe es am 23. Dezember nach Unterhaching geht.

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