Skip to main content

Fußball-Verbandspokal

Acht Langensteinbacher spielen gegen ihren Ex-Verein Reichenbach

Torjäger Dominic Riedel vom SV Langensteinbach trifft im bfv-Pokal auf seinen Ex-Verein TSV Reichenbach.

Ballfixiert: Dominic Riedel vom SV Langensteinbach will gegen seinen früheren Verein TSV Reichenbach die dritte bfv-Pokalrunde erreichen. Foto: Peter Hennrich GES/Peter Hennrich

In den Pokalwettbewerben des Badischen Fußball-Verbands (bfv) genießt der niederklassigere Club Heimrecht - es sei denn, der Verein verzichtet auf die Rolle des Gastgebers wie der KIT SC in der ersten Runde des bfv-Wettbewerbs.

Der Kreisliga-Aufsteiger trat stattdessen beim Landesligisten TSV Reichenbach an, der nach dem 2:0-Sieg nun an diesem Samstag (17 Uhr) erneut im eigenen Stadion spielt - im Derby gegen den Verbandsliga-Aufsteiger SV Langensteinbach.

Ein Heimvorteil für den TSV lässt sich daraus aber nicht ableiten, denn die maximal zugelassenen rund 450 Zuschauer kommen aus Waldbronn und aus Karlsbad. Und wie der Ball rollt auf dem Reichenbacher Rasen, weiß ein erheblicher Teil der Langensteinbacher Mannschaft so gut wie das TSV-Team. Denn während nur ein aktueller TSV-Akteur schon das Trikot des SVL getragen hat, haben immerhin acht Langensteinbacher Spieler eine Reichenbacher Vergangenheit.

Drei Riedel-Tore in Ersingen

Und kaum einer mehr als Dominic Riedel, für den das Derby buchstäblich ein echtes Heimspiel ist: Der 27 Jahre alte Angreifer des Aufsteigers wohnt in Reichenbach, wo er auch ab der E-Jugend bis 2016 spielte. Über den 1. SV Mörsch und den SV Spielberg landete Riedel dann vor zwei Jahren beim SV Langensteinbach. „Hier fühle ich mich sehr wohl, es passt mit Team und Umfeld”, sagt Riedel, der beim 7:1-Erstrundenerfolg gegen den 1. FC Ersingen in seinem einstündigen Einsatz drei Treffer erzielte.

„In Ersingen hat vieles gepasst. Es wird schwer, das am Samstag so zu wiederholen”, blickt Riedel voraus. Für den Angestellten in der Marketingabteilung des Karlsruher SC ist das Nachbarschafts-Duell ein „besonderes Spiel”: „Wenn man 20 Jahre in einem Verein war, hat dieses Spiel natürlich seinen speziellen Reiz und bringt für mich vielleicht auch ein bisschen Extra-Motivation. Ich erwarte ein sehr spannendes Spiel, aber mit unseren Neuzugängen mit viel Qualität sehe ich uns in der Favoritenrolle.”

SVL-Trainer Mößner erwartet Spiel auf Augenhöhe

SVL-Trainer Markus Mößner, der wie Riedel vor zwei Jahren von Spielberg nach Langensteinbach wechselte, erwartet „einen heißen Tanz gegen einen ambitionierten Gegner und ein Spiel auf Augenhöhe”. Seine Mannschaft wolle aber der Favoritenrolle gerecht werden und „dominant auftreten”.

Einen bedeutenden Part soll auch Riedel wieder spielen, den Mößner als „Führungsspieler mit Teamgedanken” bezeichnet. „Aber Dominic kann mit seiner brutalen individuellen Klasse Spiele auch selbst entscheiden.” Wie sein erklärtes Vorbild Lukas Podolski habe Riedel auch einen „hammermäßig linken Fuß”.

Die Qualitäten des SVL-Poldis kennt man natürlich auch und gerade in Reichenbach. „Er ist ein Top-Spieler, der immer den Unterschied ausmachen kann”, weiß TSV-Spielertrainer Tim Kappler. „Unsere Aufgabe wird sein, gemeinschaftlich zu verhindern, dass er zum Abschluss kommt.”

TSV Reichenbach ohne Spielertrainer Kappler

Kappler selbst wird das Derby verpassen, da er noch im Urlaub ist. Aber auch ohne sein Mitwirken rechnet sich der 30-Jährige Chancen aufs Weiterkommen aus. „Wir haben uns definitiv verstärkt mit Leuten, die uns voran bringen”, sagt Kappler, der mit seinem Team den Aufstieg anstrebt, aber nun erst mal das „Pokalderby positiv bestreiten” will. Er sagt: „Dass wir viele der Langensteinbacher Jungs kennen, kann für uns ein Vorteil sein.”

Egal welche Mannschaft gewinnt, die Chancen auf ein weiteres Derby stehen gut. Denn das erfolgreiche Team trifft in Runde drei auf den Sieger der Begegnung zwischen dem Landesligisten VfB Bretten und dem ATSV Mutschelbach, in dem das Verbandsliga-Spitzenteam klarer Favorit ist.

nach oben Zurück zum Seitenanfang