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Auftakt in der Oberliga

ATSV Mutschelbach verdient sich Punkt gegen Mitaufsteiger FSV Hollenbach

Der ATSV Mutschelbach und Mitaufsteiger FSV Hollenbach liefern sich zum Auftakt der Saison in der Fußball-Oberliga ein intensives Duell, das mit einem verdienten 2:2 endete.

Zweikampf/Duell: Am Ball Michel Muselewski (mitte, ATSV) gegen Jonas Limbach (r., FSV)

GES/ Fussball/ Oberliga Herren: ATSV Mutschelbach - FSV Hollenbach,  06.08.2022
Der eingewechselte Michel Muselewski vom ATSV Mutschelbach enteilt den Hollenbachern Jonas Limbach (rechts) und Philipp Volkert (links). Foto: Stefan Mazur GES/Stefan Mazur

Ein Spiel dauert auch in der Oberliga 90 Minuten. Plus die Nachspielzeit. Das weiß aus eigener Erfahrung kaum einer besser beim ATSV Mutschelbach als Torhüter Dominic Bleich, der vor seinem Wechsel 2016 zum damaligen Landesligisten drei Jahre beim Kehler FV in der fünften Liga gespielt hatte.

20 Minuten vor dem Ende des packenden Debütantenballs vor 350 Zuschauern am Samstag zwischen dem ATSV und Mitaufsteiger FSV Hollenbach rief der Keeper seinen Vorderleuten motivierend zu: „Wir haben noch genug Zeit!“ Zeit, um den gerade nach einem individuellen Fehler von Abwehrspieler Christian Reuer eingehandelten 1:2-Rückstand durch Hannes Scherer wettzumachen.

Frank staubt ab zum Ausgleich

Der Ausgleich glückte den engagierten Mutschelbachern denn auch in der 81. Minute in Person von Samir Frank. Der Mittelfeldspieler staubte zum verdienten 2:2(1:0)-Endstand ab, nachdem der Hollenbacher Torhüter Philipp Hörner den scharfen Abschluss von ATSV-Außenbahnspieler Colin Bitzer hatte abprallen lassen.

Und hätte kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit ein Gäste-Verteidiger den vom freistehenden Michel Muselewski geschossenen Ball nicht auf der Torlinie geblockt, hätten die Hausherren ihre imposante Siegesserie 2022 auch eine Klasse höher fortgesetzt.

Gerechtes Remis

Drei Punkte wären indessen zu viel des Guten gewesen für Mutschelbach, denn Hollenbach war über weite Strecken die dominantere Mannschaft gewesen. Die Punkteteilung war letztlich ein gerechtes Ergebnis in einem intensiven Duell zweier Mannschaften, die in der vergangenen Saison in überlegener Manier den Titel in der jeweiligen Verbandsliga gewonnen hatten.

Deren Trainer waren nach dem Auftakt von der Vorstellung beider Teams angetan. „Das war für jeden Zuschauer ein attraktives Oberligaspiel“, meinte FSV-Coach Martin Kleinschmidt. Sein ATSV-Kollege Dietmar Blicker sprach von einem „rasanten Spiel“ und meinte: „Wenn am Ende alle Zuschauer klatschen, dann darf man zufrieden sein.

Wenn das die Benchmark war für die Oberliga, dann spielen wir in einer richtig guten Liga.“ Mit einem Gegner vergleichbarer Güte hätte es seine Mannschaft in der gesamten Verbandsligasaison nicht zu tun gehabt.

Starke Hollenbacher Anfangsphase

Die Hollenbacher, in deren Anfangself sechs Eigengewächse ihr Oberliga-Debüt gaben, waren von der ersten Minute an sehr präsent und vereitelten mit aggressivem Pressing jeglichen Mutschelbacher Spielaufbau. Die Gastgeber sahen sich fast pausenlos in die eigene Hälfte gedrängt.

Einer der wenigen Entlastungsangriffe brachte dann die überraschende Führung für den ATSV. Eine gut getimte Flanke von Robin Mörmann in den Strafraum verwandelte der eingelaufene Dennis Klemm per Kopf in der 32. Minute zum 1:0. Dass der Vorsprung bis zur Pause Bestand hatte, war Bleich zu verdanken, der sich kurz vor dem Halbzeitpfiff ganz lang machte und den Ball mit den Fingerspitzen von der Linie fischte.

Als Bleich in der 57. Minute seine zweite Glanztat zeigte, als er den Schuss von Samuel Schmitt über die Latte lenkte, verhinderte er den Rückstand. Denn Noah Krieger hatte in der 52. Minute aus unbedrängter Position zum 1:1 eingeschoben. Zwei Minuten später traf Lorenz Minder nur den Pfosten, ehe Scherer von Bitzers Patzer profitierte und das 2:1 (66.) markierte. Früh genug, dass der in der Schlussphase stärkere ATSV die drohende Niederlage noch abwenden konnte.

ATSV Mutschelbach: Bleich, Reuer (70. Henk), Kramer, Kleinert, Weizel (79. Schnürer), Frank, Bitzer, Mörmann (70. Batke), Klemm, Malsam, Stoll (70. Muselewski).

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