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Tabellenführer in Liga Zwei

Baden Volleys aus Karlsruhe an der Spitze: Angekommen, um zu bleiben

Das Tabellenbild ist verzerrt, dennoch wollen die Baden Volleys möglichst lange an der Spitze bleiben. Im Dezember kommen dicke Brocken.

Abwehrstark: Volleys-Libero Benjamin Dollhofer ist eine wichtige Erfolgsstütze im Team des Karlsruher Zweitligisten. Foto: Helge Prang/GES

Im Spitzen-Gefühl der just gewonnenen Tabellenführung haben die Baden Volleys des SSC Karlsruhe lustvoll Falschnachrichten verbreitet.

„Saisonabbruch in der Volleyball-Bundesliga“ titelten die Karlsruher via Facebook und stellten in dem Artikel genussvoll fest: „Meister sind automatisch die aktuell Führenden.“

Tabellenführung nehmen die Volleys mit Humor

Tatsächlich wünschen sich die Zweitliga-Volleyballer nichts weniger als einen zweiten Abbruch dieses Jahres. Vielmehr nehmen die SSC-Spieler die wegen der unterschiedlichen Anzahl gespielter Partien nur bedingt aussagekräftige Spitzenplatzierung eben „mit Humor“, wie Libero Benjamin Dollhofer sagt: „Uns ist bewusst, dass die Situation verzerrt ist.“

Durch den eigenen 3:1-Erfolg beim TV Bliesen und des Spielausfalls beim TSV Mimmenhausen nutzte das Team von Antonio Bonelli am vergangenen Wochenende die Gunst der Stunde. „Wir genießen den Moment. Und, klar: Wir wollen so lange wie möglich da oben bleiben“, gibt Dollhofer die Marschrichtung für die nächsten Wochen vor. Und die werden nach dem Heimspiel an diesem Samstag (19 Uhr) gegen Kellerkind TuS Kriftel welche der Wahrheit: In Grafing, Hammelburg und Gotha warten allesamt Teams aus dem oberen Drittel.

Seit Jahren im Kern zusammen

Bange ist und muss den Volleys nicht sein. Die Mannschaft ist ungeheuer gefestigt und profitiert davon, dass ihr Kern seit Jahren zusammen ist. „Man kennt die Stärken und Schwächen jedes Spielers. Da weiß man schon ungefähr, wo der Ball von wem hinkommt“, sagt Dollhofer. Zudem ist das Team in der Lage, konstant hohes Zweitliga-Niveau abzurufen.

„Bliesen zum Beispiel hat ein gutes Spiel gemacht gegen uns. Aber in den entscheidenden Situationen fehlte ihnen die Erfahrung und Routine. Das war bei uns nach dem Aufstieg nicht anders“, bemerkt der 29 Jahre alte Stammspieler, der zudem das starke Block-Abwehr-Verhalten als wichtigen Erfolgs-Baustein sieht. „Wir sind definitiv nicht mehr leicht aus der Bahn zu werfen.“

Das richtige Flair fehlt
Benjamin Dollhofer / Volleys-Libero

Auch die ungewohnte Situation, erst vor wenigen Fans und nun ganz ohne Zuschauer spielen zu müssen, haben die Volleys erfolgreich angenommen. „Man gewöhnt sich dran“, meint Dollhofer, auch wenn es die Spielfreude senkt: „Das richtige Flair fehlt“. So schnell wie möglich wünsche man sich die Fans zurück in die Halle. Andererseits: „Wir sind dankbar, dass wir in einer so privilegierten Situation sind, überhaupt noch spielen zu dürfen“, betont der 1,93-Meter-Mann. Und das, so hofft nicht nur Dollhofer, auch bis zum Ende.

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