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Zweite Saison-Niederlage

Bestandenem Charaktertest folgt herber Dämpfer: Baden Volleys mit Licht und Schatten

Am Samstag legten die Baden Volleys gegen Kriftel einen konzentrierten Auftritt hin. Und das sogar trotz erheblicher Personalsorgen. Am Tag darauf wird der Spitzenreiter der Zweiten Liga Süd dann vom Friedrichshafener Internatsteam überrumpelt.

Als spontaner Taktiker gefragt: Trainer Antonio Bonelli musste beim Erfolg der Baden Volleys über die TuS Kriftel lange Zeit mit zwei Zuspielern auf dem Feld agieren. Foto: Helge Prang/GES

Doppelspieltage behagen den Baden Volleys des SSC Karlsruhe offenbar nicht. Am Sonntag kassierte der Tabellenführer der Zweiten Volleyball-Bundesliga Süd nach schwacher Leistung gegen die Youngstars Friedrichshafen beim überraschend klaren 0:3 (21:25, 19:25, 22:25) einen unerwarteten Dämpfer im Titelrennen.

Noch am Abend zuvor hatten die Badener beim 3:0(25:21, 25: 17, 25:23)-Erfolg über die TuS Kriftel trotz personeller Sorgen zunächst ihren siebten Sieg in Serie und 14. Erfolg im 15. Spiel eingefahren. Die bis zu diesem Sonntag letzte Niederlage datierte vom 14. November, damals waren die Volleys gegen Delitzsch unterlegen (1:3) – keine 24 Stunden nach einem 3:0-Sieg in Leipzig.

Am zweiten Doppelspieltag der laufenden Runde wiederholte sich nun der für den weiterhin souveränen Spitzenreiter unschöne Lauf der Dinge. Dabei waren die Volleys mit einer zusätzlichen Portion Selbstbewusstsein ins Duell mit dem Internatsteam vom Bodensee gegangen.

Gegen Kriftel mit zwei Zuspielern auf dem Feld

Gegen Kriftel hatte Cheftrainer Antonio Bonelli mangels Alternativen fast zwei Sätze lang mit zwei Zuspielern agieren müssen, am so verdienten wie konzentriert heraus gespielten Erfolg seines Teams änderte das nichts. „Das war ein Charaktertest, den die Jungs bravurös bestanden haben“, sagte Bonelli. Den zweiten des Wochenendes bestand der Favorit dann nicht.

Gegen ebenfalls personell geschwächten Gäste aus Hessen musste Bonelli am Samstag außer auf den ohnehin verletzt fehlenden Außenangreifer Julian Schupritt unter anderem noch auf Mittelblocker Jonathan-Leon Finkbeiner verzichten.

Da auch der mit Zweitspielrecht ausgestattete Frankfurter Linus Hüger gegen Kriftel nicht zur Verfügung stand, fehlten dem Volleys-Coach die Möglichkeiten, als Lukas Jaeger Anfang des zweiten Satzes umknickte und vom Feld musste.

Angreifen ist wie Fahrradfahren.
Fabian Schmidt, Zuspieler der Baden Volleys

Bonelli brachte seinen zweiten Zuspieler Tobias Hosch, der auch noch direkt neben Fabian Schmidt spielen musste. „Eigentlich eine Katastrophe“, urteilte der Coach. Kurioserweise war dies der Durchgang, den die Karlsruher am deutlichsten für sich entschieden.

„Angreifen ist wie Fahrradfahren“, sagte Zuspieler Schmidt, der den Offensivmann gab. Im dritten Durchgang konnte Bonelli seine beiden Zuspieler dann immerhin auf die vordere und hintere Reihe verteilen. Kriftel jedenfalls zog gegen durchweg konzentriert auftretende Gastgeber nie Kapital aus der Karlsruher Misere.

Gegen eine glänzend aufgelegte Talent-Truppe aus Friedrichshafen zeigten die Volleys in wechselnder Besetzung keine 24 Stunden später dann aber durchweg ein fahriges Bild und waren dem von Beginn an wacheren und zielstrebigeren Kontrahenten in allen Bereichen unterlegen, konnten der Partie nie ihren Stempel aufdrücken.

Zwei weitere Doppelspieltage im Februar

So blieb am Sonntag die aus Karlsruher Sicht einzige gute Nachricht, dass sich Jaeger nichts Ernstes zugezogen hat. Spätestens im Heimspiel gegen Verfolger SV Schwaig (5. Februar) rechnet Bonelli wieder mit seinem Außenangreifer. Die weniger gute Nachricht: Im Februar stehen zwei weitere Doppelspieltage auf dem Programm (12./13.2) und 26./27.2).

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