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Volleyball-Bundesliga

Bisons Bühl erleben Debakel gegen Volleys Herrsching

Nächster Rückschlag für die Bisons Bühl im Kampf um die Play-offs der Volleyball-Bundesliga. Gegen die Volleys Herrsching stand die 0:3-Niederlage nach nur 71 Spielminuten fest. Überzeugen konnte nur ein 19-Jähriger.

Einziger Lichtblick: Das Bühler Eigengewächs Simon Gallas war Top-Scorer bei der klaren Niederlage gegen die Volleys Herrsching um Dorde Ilic (links) und Johannes Tille. Foto: Thomas Steuerer

Niedergeschlagen saß Florian Ringseis nach Spielende auf dem Boden der Großsporthalle. Kurz darauf fand der Libero des Volleyball-Bundesligisten Bisons Bühl klare Worte zur schmerzhaften 0:3(14:25, 24:26, 21:25)-Niederlage gegen die Volleys Herrsching.

Wir hatten einen rabenschwarzen Tag in der Annahme, das ist für unser Spiel tödlich.
Florian Ringseis, Bisons-Libero

„Wir hatten einen rabenschwarzen Tag in der Annahme, das ist für unser Spiel tödlich“, sagte der Routinier, der damit auch seine eigene Leistung kritisierte. Nur 33 Prozent wies die Statistik für den 28-jährigen Routinier in der Kategorie Annahme aus, nicht viel besser lag dieser Wert bei seinen Nebenleuten Niklas Kronthaler (41 Prozent) und Tim Stöhr (43). Zum Vergleich: Die Herrschinger Ferdinand Tille und Jori Mantha kamen auf 72 beziehungsweise 75 Prozent.

Bisons rutschen auf Platz sieben ab

In der Tabelle rutschten die Bisons auf Rang sieben ab. Lüneburg zog mit dem erwarteten 3:0 gegen Unterhaching vorbei, zudem vergrößerte Frankfurt den Abstand zu Bühl auf drei Punkte. Die Hessen schlugen die Berlin Volleys nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2. „Jetzt wird es schwierig“, sagte Bühls Cheftrainer Alejandro Kolevich mit Blick auf die Play-offs.

Gallas mit 16 Punkten der Top-Scorer

Einziger Lichtblick im Bisons-Team war Simon Gallas, der auf der Diagonalposition den Vorzug vor Edvinas Vaskelis erhalten hatte. Wie bereits in Berlin überzeugte das 19-jährige Eigengewächs und wurde zu Recht zum wertvollsten Bison gekürt. Gallas war mit 16 Punkten sogar der beste Scorer der Partie, Herrschings Mantha kam auf 14 Zähler.

Kolevich kritisiert erfahrene Spieler

Mit seinem Lob für Gallas („Er hat sehr gut gearbeitet“) verband Kolevich deutliche Kritik an den erfahreneren Stammkräften. „Wenn wir die Play-offs erreichen wollen, dann müssen die älteren Spieler besser spielen“, sagte der Argentinier. Namen nannte er zwar nicht, aber gemeint waren wohl neben Libero Ringseis die wenig effektiven Außenangreifer Stöhr und Kronthaler.

Die vor allem im ersten Satz schwache Annahme wirkte sich freilich auch auf die Leistung von Zuspieler Stefan Thiel aus. Zudem funktionierte der Mittelblock nicht wie zuvor beim Doppel-Spieltag in Berlin, daran änderte auch der Tausch von Kapitän Alpar Szabo zu Mathäus Jurkovics vor dem dritten Durchgang nichts.

Wir haben extrem stark aufgespielt. Wenig Fehler gemacht, sehr gut aufgeschlagen.
Max Hauser, Trainer Volleys Herrsching

So war die Partie bereits nach 71 Minuten zugunsten der Gäste vom Ammersee entschieden. „Wir haben extrem stark aufgespielt. Wenig Fehler gemacht, sehr gut aufgeschlagen“, sagte Herrschings Trainer Max Hauser, dessen Team sich sogar 14 Fehler beim Aufschlag leisten konnte.

Wichtiges Duell in Giesen am 17. Februar

Ganz anders ist die Lage bei den Bühlern, die sich weiter im Abwärtstrend befinden. „Jeder kämpft mit kleinen Problemen, das Selbstvertrauen fehlt einfach momentan“, sagte Ringseis, der froh über einige freie Tage ist. Am Mittwoch beginnt dann die Vorbereitung auf den Auftritt bei den Grizzlys Giesen am 17. Februar.

„Das ist das wichtigste Spiel“, sagt Kolevich zum Duell mit dem direkten Konkurrenten. Eventuell kann dann Bühls gefährlichster Angreifer Tomas Lopez nach seiner Mittelfußverletzung wieder mitwirken. „Klar fehlt uns Tomas, er hat immer gute Quoten gehabt“, sagte Ringseis.

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