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Volleyball-Bundesliga

Manager der Bisons Bühl kämpft um Budget für schlagkräftiges Team

Gehen die Bisons Bühl in ihre 13. Saison in der Volleyball-Bundesliga? Bis zum 15. Mai muss die Lizenz dafür beantragt werden. Manager Oliver Stolle ist zuversichtlich.

Gemeinsame Zukunft: Bisons-Manager Oliver Stolle (links) plant weiter mit Cheftrainer Alejandro Kolevich, dessen Vertrag noch bis 2023 läuft. Foto: Thomas Steuerer

Die Saison 2020/21 in der Volleyball-Bundesliga ist Geschichte, und im Gegensatz zur abgebrochenen Vorsaison wurde diesmal ein Meister gekürt. Mit drei Siegen setzten sich die Berlin Volleys klar gegen den Hauptrunden-Sieger VfB Friedrichshafen durch.

„Glückwunsch an Berlin, sie haben drei bärenstarke Spiele gezeigt“, meint Oliver Stolle, Manager der Bisons Bühl, zum erneuten Coup des Serien-Champions.

Stolle verschweigt nicht, dass er dem baden-württembergischen Rivalen aus Friedrichshafen, der die Bühler im Play-off-Viertelfinale knapp bezwungen hatte, die Daumen drückte.

Bei den Bisons Bühl laufen die Planungen für die neue Saison

„Gerade nach dem Rückschlag, als sie wegen Corona-Fällen nicht beim selbst ausgetragenen Heimturnier der Champions League teilnehmen konnten, hätte es mich für sie gefreut“, berichtet Stolle, der mitten in der Planung der kommenden Saison steckt.

Während die Spieler ihre Pause genießen, sind die Monate April und Mai für die Planer die intensivsten. Bis zum 15. Mai muss der Lizenz-Antrag für die kommende Bundesliga-Saison eingereicht sein.

Wir wollen nicht die Prügelknaben der Nation sein.
Oliver Stolle, Bisons-Manager

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Bisons für ihre dann 13. Saison im Oberhaus melden, bezeichnet Stolle als „sehr hoch“. Trotzdem könne alles passieren, zunächst müsse Klarheit über das künftige Budget bestehen. Am Freitag wurde den Gesellschaftern ein erster Entwurf „mit spitzem Bleistift“ vorgestellt.

Die Personalkosten sind dabei eine wichtige Stellschraube. „Es muss eine wettbewerbsfähige Mannschaft sein. Wir wollen nicht die Prügelknaben der Nation sein“, betont Stolle, der mit einem Bundesliga-Feld von zehn Teams rechnet, da das Ausbildungsteam VCO Berlin turnusgemäß wieder in der Zweiten Liga antritt und keine aufstiegswilligen Clubs in Sicht sind.

Die Spieler stehen in der Warteschlange.
Oliver Stolle, Bisons-Manager

Wegen der unsicheren wirtschaftlichen Situation müssen sich die Spieler gedulden, aus dem Bisons-Kader der zurückliegenden Runde weist kein Akteur einen weiter gültigen Vertrag auf.

„Die Spieler stehen in der Warteschlange“, so Stolle. Auf der Trainerposition läuft der Kontrakt mit Alejandro Kolevich noch bis 2023, wobei Stolle bemerkt: „Alles ist offen.“

Das Trainerkarussell in der Bundesliga nahm zuletzt Fahrt auf. Kolevichs argentinischer Landsmann Juan Manuel Serramalera löste seinen bis 2022 laufenden Vertrag beim Pokalsieger United Volleys Frankfurt auf und wechselt zum Champions-League-Teilnehmer Amriswil in die Schweiz.

Nachfolger in der Main-Metropole wird der Belgier Christophe Achten, der die Netzhoppers Königs Wusterhausen ins Pokalfinale und auf Platz sechs in der Liga geführt hatte.

Und beim Rekordmeister VfB Friedrichshafen folgt der Australier Mark Lebedew auf Michael Warm, dessen Vertrag nicht verlängert wurde. „Die große Überraschung ist nicht dabei“, meint Bisons-Manager Stolle zu diesen Personalien.

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