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Abbruch der Runde

BNN/ABB-Torjägercup: Wegen Corona erstmals seit 1991 kein Sieger

Die Torjagd war eröffnet. Die Goalgetter des Fußballbezirks Baden-Baden brachten sich gleich zu Beginn der Saison 2020/21 in Position, wurden aber durch den coronabedingten Abbruch der Runde gestoppt. Deshalb wird erstmals seit 1991 kein Sieger im BNN/ABB-Torjägerwettbewerb gekürt.

Passt genau: Steven Herbote (links) traf im Kuppenheimer Wörtelstadion für den einheimischen SV 08 im Verbandsligaspiel gegen Weil, musste seine Aktivitäten wie alle Amateurfußballer aber Ende Oktober einstellen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Der Wunsch von Nurdogan Gür ging nicht in Erfüllung. Der Stürmer des Fußball-Bezirksligisten VFB Gaggenau, der nach der abgebrochenen Saison 2019/20 für seine in nur 17 Spielen erzielten 34 Treffer mit dem BNN/ABB-Torjäger-Cup auszeichnet wurde, wollte auch 2020/21 für Furore auf den mittelbadischen Plätzen sorgen.

Das erneute frühe Rundenende durchkreuzte aber die Pläne des Goalgetters. Dabei befand sich Gür auf einem guten Weg. Nach dem Aufstieg des VFB aus der Kreisliga A hatte Gür sein Visier auch im Bezirksoberhaus gut eingestellt. Bei fünf Einsätzen markierte er sechs Treffer.

Schlindwein steht mit elf Treffern an der Spitze

Für ganz vorne in der bis zum Abbruch geführten BNN/ABB-Torjägerliste reichte das halbe Dutzend Tore freilich nicht. Nach dem letzten Spieltag Ende Oktober 2020 führte Kevin Schlindwein das Ranking an.

Torjubel beim SV Michelbach: Kevin Schlindwein (rechts) erzielte in der abgebrochenen Saison 2020/21 elf Tore und war damit der treffsicherste Goalgetter im Fußballbezirk Baden-Baden. Foto: Reiner Rieger

Elf Treffer standen für den Angreifer des SV Michelbach zu Buche, der kein Unbekannter in der regionalen Torjägerszene ist. In der Saison 2011/12 gewann er, damals noch im Trikot des SC Baden-Baden, mit 35 Toren den mittelbadischen Torjäger-Wettbewerb.

Es sind einfach nicht genug Partien, um eine aussagekräftige Rangliste zu erstellen.
Kevin Schlindwein, Fußballer des SV Michelbach

Aufgrund der geringen Anzahl an absolvierten Spielen wird es für 2020/21 keinen Pokal geben. Schlindwein hat dafür Verständnis.

Kevin Schlindwein Foto: Reiner Rieger

„Das ist absolut nachvollziehbar. Es sind einfach nicht genug Partien, um eine aussagekräftige Rangliste zu erstellen“, sagt der 31-Jährige, der einst in der Sandweierer Jugend seine Fußballer-Laufbahn begonnen hat und vor der vergangenen Saison vom SV Staufenberg nach Michelbach in die Kreisliga B2 wechselte.

Lob vom Trainer

SVM-Trainer Dennis Kleehammer lobt seinen „Zehner“, der in der kurzen Saison 2020/21 die in ihn gesetzten Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt hat. „Er hat ein gutes Auge, eine ausgezeichnete Technik und schießt nicht nur viele Tore. Er ist auch ein mannschaftsdienlicher Akteur, der den Ball an seine Mitspieler ablegt, wenn sie besser positioniert sind.“

Neuer Anlauf in Richtung Kreisliga A

So soll es auch in der nächsten Runde abgehen. „Wir wollten schon 2020/21 in die Kreisliga A aufsteigen und ich denke, dass wir das auch geschafft hätten. Jetzt nehmen wir halt einen erneuten Anlauf“, sagt Schlindwein, der sich in Michelbach sichtlich wohlfühlt. „Die Mannschaft hat mich super aufgenommen und mir den Einstieg leicht gemacht. So war es auch kein Hexenwerk, gleich auf Anhieb so viele Tore zu machen.“

Gründer und Galler erzielten jeweils zehn Tore

Aber nicht nur Schlindwein stellte in den wenigen Wochen, in denen im vergangenen Jahr im Bezirk Baden-Baden gespielt wurde, die Torjägerqualitäten unter Beweis. Hinter ihm reihten sich Aaron Gründer (SV Vimbuch) und Dennis Galler (SG Stollhofen/Söllingen) ein, die zehnmal ins Schwarze trafen.

Fünf Spieler trugen sich neunmal in die Torschützenliste ein: Felix Maksimovic (VfR Bischweier), Dominic Trapp (SV Sasbachwalden), Christian Arns (FV Rauental), Daniel Blaga (SV Bühlertal II) und Max Gretschel (FC Weisenbach). Wobei wie Schlindwein auch Arns schon einmal den BNN/ABB-Torjäger-Cup gewinnen konnte, und zwar in der Saison 2017/18. Der damalige Spielertrainer des SV Bietigheim war mit seinen 40 Treffern maßgeblich am Aufstieg der Germanen in die Kreisliga A beteiligt.

Seit der Premiere 1990/91 wurde der BNN/ABB-Torjägercup insgesamt 30-mal übergeben. Nicht nur der bis dato letzte Preisträger Nurdogan Gür hofft, dass nach der anstehenden Saison 2021/22 die Pokalübergabe Nummer 31 vorgenommen werden kann.

Gür traut sich 30 bis 40 Tore zu

Nur zu gerne würde er die Trophäe dann erneut in Empfang nehmen. Dabei lässt Gür keinen Zweifel: „Wir wollen mit dem VFB Gaggenau Titel holen.“ Und: „30 bis 40 Tore traue ich mir auch in der Bezirksliga zu.“ Womit er durchaus ein ernsthafter Kandidat für den Sieg beim BNN/ABB-Torjäger-Wettbewerb 2021/22 wäre.

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