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Mini-Chance für Olympia

Bogenschütze Cedric Rieger vom SSV Karlsbad gibt die Hoffnung auf Tokio nicht auf

Für Bogenschütze Cedric Rieger vom SSV Karlsbad ist der Weg zu Olympia nach Tokio weiter denn je. Der 33-Jährige belegte bei der nationalen Qualifikation nur Rang fünf und hat nur noch eine Minimalchance auf sein olympisches Debüt.

Konzentriert: Der Karlsbader Bogenschütze Cedric Rieger gilt als heißer Anwärter für einen der Startplätze bei den Olympischen Spielen. Foto: Frank Herholz

Die Hoffnungen von Bogenschütze Cedric Rieger auf einen Olympiastart zum Ende seiner Nationalmannschaftskarriere haben einen erheblichen Dämpfer erhalten. Bei den Qualifikationswettkämpfen in Kienbaum erreichte der 33-Jährige vom SSV Karlsbad nur den enttäuschenden Rang fünf. Nur die ersten Drei werden für die EM in Antalya nominiert, wo Einzelplätze für Olympia vergeben werden. BNN-Redakteur Reinhard Sogl unterhielt sich mit Rieger darüber, wie sich seine Situation nun darstellt.

Wie bewerten Sie den entscheidenden Qualifikationswettkampf von Kienbaum?
Cedric Rieger

Er war nicht so erfreulich. Es war die dritte Quali in Berlin und es war mal wieder sehr, sehr stürmisch. Zwei meiner Pfeile wurden von Böen erfasst, die hat es dann weggetragen. Somit bin ich jetzt erst mal nicht nominiert für die EM in Antalya. Allerdings heißt das noch nichts für den Last Qualifier um einen Team-Quotenplatz im Juni in Paris. Natürlich bin ich da jetzt wieder einen Tick weiter weg durch diese Quali. Aber es wird noch einen weiteren Ausscheidungswettkampf geben, die Finals in Berlin werden vom 4. bis zum 6. Juni stattfinden. Danach wird entschieden, wer nach Paris mitfährt. Die Hoffnung auf Tokio habe ich nicht aufgegeben, darf ich auch nicht. Ich muss am Ball bleiben. Aber das Ergebnis von Kienbaum hat mich schon sehr geärgert.

Wie sind die Chancen überhaupt auf einen Team-Quotenplatz in Paris?
Rieger

Das wird sehr schwierig. Sich über die EM einen Einzelplatz zu sichern ebenfalls. Es gibt einfach viele gute Nationen, die, so wie wir, noch keinen Team-Quotenplatz haben und die den Last Qualifier auch bestreiten. Die Chancen sind gering, aber sie sind da. Wir müssen da einfach alles geben.

Wäre die Karriere unvollendet, wenn es mit Olympia nicht klappen sollte?
Rieger

Nein. Ich habe ja viele große Wettkämpfe bestritten und auch diese Saison ist noch lange nicht vorbei. Wir haben im September noch die Weltmeisterschaft in Yankton in den USA, dafür hat die Qualifikation noch gar nicht angefangen. Es gibt also noch einige Wettkämpfe. Ich werde erst Ende der Saison, also nach der WM, meine Profisport-Karriere beenden und nicht mehr im Nationalkader starten. Aber ich werde weiterhin schießen, werde weiterhin Worldcups besuchen. Im nächsten Jahr wird hoffentlich wieder der Vegas Shoot stattfinden und der World Cup in Frankreich und auch andere Wettkämpfe, bei denen ich als freier Sportler antreten kann.

In Las Vegas wurden Sie 2020 Dritter. Wäre letztes Jahr die Olympia-Chance größer gewesen als jetzt?
Rieger

Kann man schon sagen. Anfang 2020 war ich in guter Form, da konnten mir wenige das Wasser reichen. In diesem Jahr hatte ich schon mehrfach etwas Pech und das verfolgt mich im Bogensport gerade ein bisschen. Etwas Glück braucht man halt schon. Wir haben jetzt auch wieder bei frostigen Temperaturen geschossen und bei sehr starkem Wind.

Warum sind Sie in diesem Jahr einen Tick schwächer als 2020? Ist vielleicht auch die Konkurrenz stärker geworden?
Rieger

Kann man auch sagen. Aber was ich auch sehe: Wir waren Anfang des letzten Jahres immer im Ausland. Im Februar waren wir eigentlich die ganze Zeit in den USA, haben dort auch bei Wind trainiert, aber bei besseren Bedingungen und angenehmeren Temperaturen. Das konnte in diesem Jahr alles nicht stattfinden. Klar, ich war in diesem Winter öfters in der Halle bei der Firma Beiter in Dauchingen schießen und habe alle Optionen an Trainingsstätten genutzt. Aber im letzten Jahr waren die Bedingungen definitiv besser. Da konnten wir reisen und jetzt gerade geht das nicht.

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