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Mixed-Doubles-Curling

Rastatter Curling-Ass Harsch trotz verpasster Olympia-Quali zufrieden mit WM-Auftritt

Im ersten Anlauf hat es für Klaudius Harsch nicht gereicht für ein Ticket zu den Olympischen Winterspielen 2022. Ende des Jahres bietet sich dem jungen Curling-Ass aus Rastatt eine weitere Chance.

Volle Konzentration: Pia-Lisa Schöll und Klaudius Harsch bei der Weltmeisterschaft im Mixed Doubles im schottischen Aberdeen. Foto: WCF/Céline Stucki

Für die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking 2022 hat es für Klaudius Harsch vom Baden Hills Golf- und Curling-Club nicht gereicht. Dennoch zieht der 20-Jährige aus Rastatt ein positives Fazit der Curling-Weltmeisterschaft in der Disziplin Mixed Doubles.

Gemeinsam mit seiner 30-jährigen Partnerin Pia-Lisa Schöll (Oberstdorf) belegte Harsch im schottischen Aberdeen mit fünf Siegen und vier Niederlagen den zehnten Platz im Feld von insgesamt 20 Teams. Für ein Olympia-Ticket wäre der siebte Rang notwendig gewesen.

„Mit etwas Abstand werden wir das Turnier positiv in Erinnerung behalten. Wir können mit der Leistung zufrieden sein“, sagt Harsch und verweist darauf, dass es seine erste komplette WM bei den Erwachsenen war. Zwar weilte er mit der deutschen Männer-Auswahl im April bei der WM in Kanada, kam dort aber als Ersatzmann nur zu einem Kurzeinsatz.

Curling-Weltmeisterschaft: Knappe Niederlage im entscheidenden Spiel

In Schottland war er nun voll gefordert neben der routinierten Pia-Lisa Schöll, deren Mutter Almut Hege-Schöll bei der Curling-WM in Glasgow 1988 Gold gewonnen hatte. Davon waren Harsch/Schöll ein Stück weit entfernt, obwohl nicht viel zum Einzug in die Endrunde fehlte. Im letzten Gruppenspiel gab es gegen den direkten Rivalen Tschechien eine knappe 4:5-Niederlage, so dass es nicht für den fürs Weiterkommen nötigen vierten Platz in der Vorrundengruppe reichte.

Auch bei den drei weiteren Niederlagen gegen den späteren Weltmeister Schottland (5:7), Kanada (6:9) und Italien (6:9) ging es eng zu. Siege gelangen gegen Ungarn (8:5), Russland (7:1), Spanien (9:2), Südkorea (9:3) und Australien (10:4).

Mit etwas Abstand werden wir das Turnier positiv in Erinnerung behalten.
Klaudius Harsch, Curler aus Rastatt

„Wir haben gesehen, dass wir nah dran sind an der Weltspitze“, sagt Harsch, der dem Olympia-Qualifikationsturnier im Dezember (Ort noch offen) optimistisch entgegenblickt. Als härteste Konkurrenten um die beiden offenen Startplätze für Peking erwartet er die Teams aus den USA, Australien und Japan.

Letzte Curling-WM für Klaudius Harsch mit den Junioren

Nach der anstrengenden Curling-Saison mit Turnieren in völlig isolierten „Corona-Blasen“ (Harsch: „Das hat den Spaßfaktor nicht gerade erhöht.“) gönnt sich Harsch eine mindestens vierwöchige Eis-Pause, in der er auch auf dem Golfplatz am Baden-Airpark zu finden sein wird. Im August beginnt die Vorbereitung auf die Curling-Saison 2021/22. Harschs Fokus liegt dann neben dem Olympia-Qualifikationsturnier auf seiner letzten Junioren-WM, bei der er als Skip des deutschen Teams mitwirken wird.

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