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Damen-Basketball-Bundesliga

Sterne Keltern starten im Pokal-Finalturnier die Mission Titelverteidigung

Gerade einmal fünf Monate sind vergangenen, seit sich die Rutronik Stars Keltern Pokalsieger nennen dürfen. Im nachgeholten Top4 schnappten sie sich im Oktober gegen Wasserburg den Titel. Am Samstag kommt es zur Neuauflage – allerdings bereits im Halbfinale.

Bereit für den Kampf: Bei Sterne-Kapitänin Emmanuella Mayombo und ihrem Team herrscht Vorfreude auf die neuerliche Begegnung mit Dauer-Rivale Wasserburg. Foto: Harry Rubner

Es geht um nicht weniger als den ersten Titel der Saison – und um die Verteidigung einer Krone, die sich die Bundesliga-Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern erst vor fünf Monaten im nachgeholten Finale der Saison 2019/20 erstmals aufgesetzt haben.

An diesem Wochenende wird in der Dietlinger Speiterlinghalle der Sieger des diesjährigen Pokalwettbewerbs im Finalturnier Top4 gekürt.

Nachdem am Samstag um 15 Uhr im ersten Halbfinale die BasCats USC Heidelberg auf die Panthers Osnabrück treffen, kommt es ab 18 Uhr zum vermeintlich vorweggenommenen Finale zwischen den Gastgeberinnen und dem TSV Wasserburg. Das Endspiel steigt am Sonntagnachmittag (16 Uhr), direkt nach dem kleinen Finale um Platz drei (13 Uhr).

Keltern gegen Wasserburg: Dauerbrenner im deutschen Frauen-Basketball

In den vergangenen Jahren ist die Partie zwischen Keltern und Wasserburg zum Dauerbrenner im Kampf um die Top-Platzierungen und Titel geworden. Ein Dauerbrenner, der allerdings nicht nur ob der sportlichen Leistung Brisanz birgt: Die letzte Begegnung zwischen den beiden Top-Clubs der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) ist noch keinen Monat alt.

Sportlich hatte Wasserburg die Partie mit 72:69 hauchdünn für sich entschieden. Knapp zwei Wochen später folgte am Grünen Tisch jedoch die böse Überraschung, die aus dem 72:69 ein 0:20 machte. Weil Wasserburg eine Nachwuchsspielerin im Kader hatte, die nicht bis zum Stichtag 31. Januar gemeldet und daher nicht einsatzberechtigt war, gingen die Punkte nach Keltern. Dem TSV wurde ein weiterer Punkt zusätzlich abgezogen.

Für Christian Hergenröther, Headcoach der Sterne, ist das mit Blick aufs Wochenende allerdings kein Faktor. „Für uns geht es immer nur rein um das Sportliche“, betont er. „Und das bedeutet, dass wir gegen ein Team gewinnen wollen, gegen das wir zuletzt noch verloren haben. Da ist für uns noch eine Rechnung offen.“

Es ist weniger Gerede, alle sind voll konzentriert.
Christian Hergenröther, Trainer der Sterne

Für den Trainer und das Team ist es eine Mischung aus Vorfreude und absolutem Fokus, die die Tage vor dem Turnier bestimmen. „Man spürt das schon, dass es auf ein absolutes Saison-Highlight zugeht“, sagt Hergenröther während des Trainings am Mittwoch. „Es ist weniger Gerede, alle sind voll konzentriert.“

Titelverteidiger aus Keltern lässt in der Pandemie Vorsicht walten

Und noch etwas ist ein wenig anders: „Die Spielerinnen hatten zuletzt zwei Tage Pause und haben sich in Isolation begeben“, erklärt der Coach. Er selbst steht an diesem Mittwochmittag hinter Glas, die Spielerinnen werfen mit Abstand.

„Alle Corona-Tests am Morgen waren negativ – und wir machen jetzt alles, damit das auch so bleibt.“ Fit sind jedenfalls all seine Spielerinnen, Hergenröther und seine Co-Trainerin Romina Ciappina werden aller Voraussicht nach auf den kompletten Kader zurückgreifen können.

Ein Umstand, der gerade gegen Wasserburg helfen könnte. Denn die Gäste aus Bayern sind derzeit personell gebeutelt: Leonie Fiebich fehlt verletzt, bei Morgan Pullins wird sich erst am Ende der Woche entscheiden, ob sie spielen kann. Zudem wird Svenja Brunckhorst, die sich seit Jahresbeginn auf das olympische 3x3-Basketball konzentriert, wohl fehlen.

TSV Wasserburg trotz dezimiertem Kader stark

Dass sie dem Tabellenführer trotzdem gefährlich werden können, haben die Spielerinnen des TSV und Tabellenzweiten der DBBL im Februar bewiesen. „Das ist eine richtig gute Mischung in Wasserburg, die Spielerinnen passen sehr gut zusammen“, sagt auch Hergenröther.

„Zudem haben sie mit Kelly Moten eine sehr athletische Spielerin, die derzeit niemand in der Liga wirklich stoppen kann.“ Auch Sidney Parsons, Wasserburgs Trainerin, bezeichnete Moten zuletzt als „unglaublich“. Gegen Keltern hatte sie den Unterschied gemacht.

Wir wollen den Pokal auf jeden Fall behalten.
Christian Hergenröther, Coach der Sterne

Die Motivation für die Gastgeberinnen ist aber doppelt groß: „Wir wollen den Pokal auf jeden Fall behalten“, sagt Hergenröther. „Dass wir zuhause spielen dürfen, ist ein besonderer Anreiz.“ Positive Energie hat seine Mannschaft zuletzt beim überlegenen 93:57-Erfolg gegen Hannover jedenfalls gesammelt. Die soll auch gegen Wasserburg aufs Feld gebracht werden – damit es für die Sterne am Sonntag gegen Heidelberg oder Osnabrück um die Titelverteidigung gehen kann.

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