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Landesliga

Der VfB Knielingen setzt auf Kontinuität und ein Kollektiv

Nach 15 Jahren in der Kreisliga tritt der VfB Knielingen in der Landesliga an. Nach eineinhalb Jahren voller Erfolg sind auch weniger rosige Zeiten zu erwarten.

Der Knielinger Trainer Dominique Stellmacher. Foto: Helge Prang GES/Helge Prang

Von Simon Hoffmann

Um sich auch ohne Zusatzbemerkung Kreisliga-Meister und Landesliga-Aufsteiger nennen zu dürfen, hätte der VfB Knielingen die Vorsaison gerne zu Ende gespielt. Ein beinharter Kampf um den Platz an der Spitze einer starken Kreisliga Karlsruhe fiel durch den Corona-bedingten Abbruch aus.

Die Quotientenregel hievte den VfB als Spitzenreiter auch rechnerisch in die höhere Spielklasse. „Über Umwege“, wie Trainer Dominique Stellmacher es bezeichnet, wurde der Aufstieg vor den Bildschirmen gefeiert.

In eineinhalb Spielzeiten vom Abstiegskandidaten zum Meister

Nicht unverdient war der Höherstufung zweifellos, trotz hartnäckiger Verfolger war der VfB einen Tick stärker. Über eineinhalb Spielzeiten gelang den Knielingern unter Stellmacher so das Kunststück der Steigerung vom Kreisliga-Abstiegskandidaten zum Landesliga-Aufsteiger, der nun den Klassenverbleib als realistisches Ziel ausrufen darf.

Als Stellmacher in der Saison 2018/19 ein taumelndes Team auf dem vorletzten Tabellenplatz übernommen hatte, war der Kern der Mannschaft bereits im Verein. Nach einer starken Rückserie gelang frühzeitig der Klassenerhalt, zur Winterpause 2019/20 thronten die Karlsruher dann gar an der Tabellenspitze. Bis zum Saisonabbruch behauptete der VfB in 2020 diesen Platz.

Trainer rechnet mit sieglosen Spielen in Serie

Nach sieben harten Wochen der Vorbereitung soll nun die nächste Erfolgsgeschichte beginnen, die Mission Nichtabstieg. „Wir werden den qualitativen Sprung der Konkurrenz deutlich bemerken.

Ich erwarte Wochenende für Wochenende sehr enge Spiele, wo kaum eines mal nach 60 oder 70 Minuten entschieden sein wird“, warnt Stellmacher. „Es werden auch sieglose Spiele kommen, in Serie. Das wird eine Erfahrung werden, die wir lange nicht erlebt haben.“

Kader minimal nachjustiert

Um bestehen zu können, wurde der Kader minimal quantitativ und qualitativ nachjustiert. Nach dem Karriereende der Urgesteine Pascal Schwab und Patrick Scholz sowie den Abgängen der wenig eingesetzten Philipp Maier und Patrick Fritsch wurde für jeden Mannschaftsteil ein Zugang geholt.

Als Startelf-Kandidaten gelten Janik Wolf (Fvgg Weingarten) für die Defensive und in Thomas Kokott (Germania Neureut) und Mergim Kurtolli (SC Wettersbach) zwei Spieler mit flexiblem Format und bewiesener Torgefahr hinter den Spitzen. Daneben soll das eingespielte Team mit Saisonbeginn zur Form der Vorsaison zurückkehren, um Landesliga-Niveau zu garantieren.

1:5 im Verbandspokal gegen Ispringen ein Fingerzeig

„Wir haben großes Vertrauen, dass das gelingt. Mehr Kontinuität im Kader und Zusammenhalt geht kaum“, gibt sich Stellmacher überzeugt. Mit den Spielen gegen den FC Heidelsheim, den VfB Bretten und Mitaufsteiger Kickers Büchig erwarten den VfB Knielingen gleich drei Gradmesser zu Saisonbeginn.

Ein Fingerzeig war das 1:5 im Verbandspokal gegen Ligakonkurrent 1. FC Ispringen. „Ersatzgeschwächt“ sei man gewesen, sagt Stellmacher und nennt die Niederlage vertretbar. „Aber da sahen wir, was uns erwarten wird: Tempo, technische und taktische Klasse.“ Die Ergebnisse und Leistungen in den Testspielen waren positiv zu bewerten.

Zugänge : Thomas Kokott (Germania Neureut), Mergim Kurtolli (SC Wettersbach), Janik Wolf (Fvgg Weingarten, Patrick Schanz (Fortuna Kirchfeld), Tareq Odeh (FC Stätzling), Furkan Avci, Liam Fein, Simon Heck, Adrian Kleiber, Furkan Nalbant, Julian Tappert, Leon Wegmer (alle eigene Jugend).

Abgänge : Philipp Maier (Spvgg Söllingen), Jason Fritsch (pausiert), Patrick Scholz (Karriereende), Pascal Schwab (Karriereende).

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