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Erste Runde steht an

Pforzheimer Drittliga-Handballer sind heiß auf ihre DHB-Pokalspiele

Sie treffen auf hochklassige Gegner – und dürfen auf die Unterstützung ihrer Fans bauen: Die SG Pforzheim/Eutingen und die TGS Pforzheim starten mit der ersten Runde des DHB-Pokals in die neue Saison.

Anfeuerung garantiert: Tim Ganz wird seine SG Pforzheim/Eutingen auch an diesem Wochenende nach vorne treiben. Foto: Harry Rubner

Es könnte voll werden an diesem Wochenende in der Bertha-Benz-Halle. Ganz sicher aber wird es laut werden, denn die Fans dürfen nach langen, stillen Monaten zurückkehren: Am Freitag und Samstag starten die beiden Handball-Drittligisten SG Pforzheim/Eutingen und TGS Pforzheim mit der ersten Runde des DHB-Pokals in die neue Saison.

Während die SG am Freitagabend (19 Uhr) mit dem VfL Gummersbach eine echte Größe des deutschen und europäischen Handballs in Pforzheim empfängt, erwartet die TGS am Samstag (19 Uhr) den ASV Hamm-Westfalen.

Worauf sich alle Beteiligten freuen? Natürlich auf die hochklassigen Gegner – vor allem aber darauf, endlich wieder vor Publikum zu spielen. 2.000 Zuschauer dürfen sowohl am Freitag als auch am Samstag in die Halle. Vorausgesetzt, die 3G-Regel wird eingehalten: Jeder Fan muss also geimpft, genesen oder getestet sein, um Zutritt zur Halle zu erhalten.

Neben dem Nachweis benötigen die Verantwortlichen vor Ort auch den Personalausweis zum Datenabgleich. Innen herrscht darüber hinaus Maskenpflicht, zur Kontaktverfolgung wird die Luca-App eingesetzt. Tickets sind an der Abendkasse erhältlich.

SG Pforzheim/Eutingen und TGS Pforzheim haben nichts zu verlieren

Für die beiden Pforzheimer Mannschaften, auch das steht schon vorab fest, gibt es an diesem Wochenende nichts zu verlieren. Im Gegenteil: Beide wollen den Zweitligisten so lange es geht die Stirn bieten – und dann sehen, wofür es reicht.

Dass die Partie gegen Gummersbach für seine Spieler wohl ein absolutes Karriere-Highlight ist, das glaubt auch Alexander Lipps, Coach der SG Pforzheim/Eutingen.

Allein die Tatsache, dass das ein Pflichtspiel ist und es zumindest auf dem Papier die Möglichkeit gibt, weiterzukommen, macht es besonders.
Alexander Lipps, Trainer der SG Pforzheim/Eutingen

„Natürlich hatten wir mal die Füchse Berlin oder den TVB Stuttgart für Testspiele hier und das ist dann auch schön“, sagt er. „Aber allein die Tatsache, dass das ein Pflichtspiel ist und es zumindest auf dem Papier diese Möglichkeit gibt, weiterzukommen, macht es besonders“, glaubt er. „Wie groß diese Chance dann tatsächlich ist, das wird man sehen müssen“, ergänzt er und lacht.

Lipps Hoffnung aber ist, dass diese Herausforderung nach einer eher schwierigen Vorbereitung, in der immer wieder Spieler urlaubs- und studienbedingt fehlten, Kräfte freisetzen wird. „Vor allem in dieser Woche waren mein Eindruck im Training sehr gut. Die Jungs waren sehr fokussiert“, sagt er. Seine eigene Vorfreude sei in den vergangenen drei Tagen jedenfalls sprunghaft angestiegen.

VfL Gummersbach erwartet eine spannende Begegnung

Vorfreude empfindet auch Gudjon Valur Sigurdsson, der Coach der Gummersbacher. „Es wird sicher ein spannendes Spiel werden“, erklärt er.

Wir erwarten ein starken Gegner, der einen schnellen und guten Handball spielt.
Gudjon Valur Sigurdsson, Coach des VfL Gummersbach

„Wir haben uns gut vorbereitet und wissen, dass es ein Pokalspiel ist, in dem es direkt um alles geht. Wir erwarten einen starken Gegner, der einen schnellen und guten Handball spielt. Und der genauso wie wir weiterkommen möchte.“

Was sich Lipps unterdessen von seiner Mannschaft wünscht? „Wenn wir diese Lust am Handball aus dem Liga-Pokal jetzt in dieses Spiel transportieren können, die Zuschauer am Ende begeistert rausgehen und wir das Spiel lange eng halten können gegen einen Gegner, der für mich der absolute Meisterschaftskandidat der Zweiten Liga ist, dann wäre das für mich die Idealkonstellation“, sagt er.

TGS Pforzheim merzt die letzten Baustellen aus

Ähnliche Ziele verfolgen auch die Handballer der TGS Pforzheim. Seit acht Wochen steckt Trainer Tobias Müller mit seinem Team in einer „intensiven Vorbereitung“, die aus seiner Sicht „ergebnistechnisch sehr ordentlich“ verlief.

Schwer zu bremsen: TGS-Kapitän Florian Taafel wird mit seinem Team alles daran setzen, dem ASV Paroli zu bieten. Foto: Harry Rubner

An der einen oder anderen Stelle habe er sich spielerisch einen kleinen Tick mehr gewünscht, beispielsweise was das Tempo im Positionsangriff anbelangt. „Aber diese Baustelle merzen wir gerade noch aus“, sagt er zuversichtlich.

Wir haben fünf Neuzugänge zu integrieren. In diesem Prozess haben wir schon gute Fortschritte erzielt, aber wir sind natürlich noch nicht am Ende.
Michael Lerscht, Trainer des ASV Hamm-Westfalen

Einiges anzupassen hat auch der Gegner ASV Hamm-Westfalen momentan noch, Michael Lerscht: „Die Vorbereitung ist für uns ja am Samstag tatsächlich noch nicht abgeschlossen“, erklärt der ASV-Coach auf Nachfrage.

Die zweite Liga startet erst in zwei Wochen. „Insofern gibt es natürlich noch die Dinge, die wir erarbeiten wollen und müssen. Wir haben fünf Neuzugänge zu integrieren. In diesem Prozess haben wir schon gute Fortschritte erzielt, aber wir sind natürlich noch nicht am Ende.“

Wenn wir uns aber weiterentwickeln, das umsetzen, was wir zuletzt erarbeitet haben und den Gegner so lange ärgern wie möglich, dann gehe ich zufrieden aus diesem Spiel.
Tobias Müller. Coach der TGS Pforzheim

In Pforzheim erwartet er „einen hoch motivierten, starken Drittligisten, der heiß auf Handball ist“. Dass er damit richtig liegt, kann Müller nur unterstreichen. „Wir freuen uns darauf. Das ist ein Knaller – und nochmals eine gute Standortbestimmung für uns“, meint er.

Alles andere als eine Niederlage wäre nach Müllers Ansicht eine faustdicke Überraschung. „Wenn wir uns aber weiterentwickeln, das umsetzen, was wir zuletzt erarbeitet haben und den Gegner so lange ärgern wie möglich, dann gehe ich zufrieden aus diesem Spiel.“

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