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Trotz Lockdown

Die Karlsruher Lions-Profis bleiben am Ball

Der neue Lockdown trifft auch den Sport - nicht aber den Profibereich. So können wohl auch die Zweitliga-Basketballer der Karlsruher PSK Lions weiterspielen. An diesem Wochenende legt das Rudel dennoch eine Zwangspause ein.

Unsanft gelandet: Der Auftakt in die neue Saison ist den PSK Lions, hier mit Maurice Pluskota (rechts) und Kavin John Gilder-Tilbury (links), misslungen. Am dritten Speiltag pausieren die Karlsruher - Gegner Hagen befindet sich in Quarantäne. Foto: Markus Gilliar/GES

Zumindest in einem Punkt herrscht im Lager der PSK Lions schon seit einer Woche Klarheit: Das für diesen Samstag eigentlich angesetzte Heimspiel gegen Phoenix Hagen findet nicht statt, da die Mannschaft des Ex-Bundesligisten noch bis einschließlich Sonntag in Quarantäne ist. Und danach? „Ich gehe davon aus, dass es weitergeht“, sagt Danijel Ljubic, Abteilungsleiter beim Karlsruher Basketball-Zweitligisten.

Die am Mittwoch vom Bund beschlossenen und ab dem 2. November geltenden Corona-Beschränkungen nehmen den Profisport aus, dazu zählt auch die Zweite Liga im Basketball, unter deren Dach die Pro A und die drittklassige Pro B mit den Karlsruher College Wizards fallen.

Clubs treffen sich am Dienstag zur Videokonferenz

Allerdings dürfen vorerst trotz der detaillierten Hygienekonzepte der Vereine gar keine Zuschauer mehr zu den Spielen, was die Clubs mehr oder weniger stark trifft. „Wir können ja nicht mehr das liefern, was wir vereinbart haben“, sagt Ljubic auch mit Blick auf die Sponsoren. Die Zweitliga-Clubs schalten sich am Dienstag zu einer Konferenz zusammen, um sich zu beraten.

Die Saison hatte erst vor zwei Wochen begonnen, die neu formierten Lions waren mit zwei Niederlagen gestartet. Die Absage des Spiels gegen Hagen spielte dem Trainer-Duo Drazan Salavarda und Samuel DeVoe dabei durchaus in die Karten. „Die Pause jetzt ist definitiv gut für uns“, sagt DeVoe angesichts des erst spät final zusammengestellten Kaders: „Wir haben jetzt etwas mehr Zeit, zusammenzufinden.“ Dass das Lions-Rudel um Spielmacher und Kapitän Gregory Foster noch nicht harmoniert, wurde sowohl beim Heimauftakt gegen die Artland Dragons (68:74) als auch auswärts bei der 75:86-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen die Baskets Paderborn deutlich.

Das Teamplay war nicht akzeptabel.
Samuel DeVoe, Coach PSK Lions

„Das Teamplay war nicht akzeptabel. Es war in Paderborn schon besser. Aber niemand war in der Nähe dessen, wo wir hin wollen und müssen“, stellt DeVoe klar. Die Spieler müssten lernen, einander zu vertrauen, „das ist wichtig“, ergänzt der US-Coach, der aber auch weiß: Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit im Spiel kommt nur durch Spielpraxis.

Die Zwangspause mag den Lions einerseits also gelegen kommen, „andererseits aber fehlt der Rhythmus“, sagt Ljubic. Wie der Corona-Rhythmus diese Runde aussehen wird angesichts steigender Infektionszahlen und Quarantäne-Fällen, das vermag auch Ljubic nicht zu sagen.

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