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Karlsruher Basketballer

Druck nicht gewachsen: Lions offenbaren gegen Ehingen bekannte Schwäche

Der Tabellenletzte Ehingen deckt das größte Manko der PSK Lions schonungslos auf. Die Hoffnung der Karlsruher Zweitliga-Basketballer ruhen jetzt auf einem Rückkehrer.

Bild mit Symbolcharakter: Lions-Profi Antonio Pilipovic verlässt das Feld, nachdem er umgeknickt war. Auch das Spiel der Karlsruher lief bei der Niederlage gegen Ehingen alles andere als rund. Foto: Helge Prang/GES

Auf der Uhr waren zwar keine vier Sekunden mehr und der Vorsprung für das Team Ehingen Urspring lag bei beruhigenden sechs Zählern, doch Domenik Reinboth ließ nicht ein bisschen nach. Der Mann war noch voller Energie.

Als nach einer letzten Auszeit der PS Karlsruhe Lions, die eher allgemeiner Verzweiflung geschuldet war, der Ball noch mal kurz freigegeben wurde, da fuchtelte und dirigierte der Coach der Ehinger am Seitenrand, wie er es das ganze Spiel über getan hatte.

Kurz darauf fand Reinmoth sich inmitten der jubelnden Spieler-Traube der Gäste wieder, während die Lions-Profis gefrustet in die Kabine verschwanden. 82:88(42:40) endete die Partie der Zweiten Basketball-Bundesliga aus Sicht der Karlsruher. Zur Einordnung muss man wissen, dass dem Tabellenletzten aus dem Schwäbischen damit gerade der zweite Sieg im 13. Spiel gelungen war.

So hatten sich die Lions, die bei zehn Punkten verharren, die Rückkehr auf das Parkett nicht vorgestellt. Nach zuletzt zwei Spielausfällen war das Heimspiel im leeren Löwenkäfig Europahalle am Samstag nach der Niederlage bei Spitzenreiter Rostock am 3. Januar erst die zweite Begegnung des Jahres.

Lions offenbaren altbekannte Schwächen

Und die offenbarte gleich wieder altbekannte Schwächen. So fehlte es dem Spiel der Lions, bei denen sich Shooting Guard Daniel Norl redlich mühte, einmal mehr an Konstanz - guten Phasen ließen die Hausherren meist umgehend fahrige folgen. Wobei letztere überwogen.

Zudem legte das Schlusslicht mit seiner offensiven Verteidigungsstrategie schonungslos das vielleicht größte Manko des Teams des Trainerduos Samuel DeVoe und Drazan Salavarda offen. „Unter Druck haben wir große Probleme“, stellte Salavarda fest.

Zu viele Ballverluste, Schwächen im Spielaufbau - die Ehinger pressten die Karlsruher geradezu in die Niederlage. Hinzu kam auf Seiten der Lions, dass unterm Korb sowohl Maurice Pluskota als auch Adam Pechacek keinen guten Abend erwischten.

Rückkehrer Ross-Miller soll gegen Nürnberg Comeback feiern

Die Hoffnungen ruhen im Karlsruher Rudel nun auf einem, der die Partie via Livestream aus der Wohnungs-Quarantäne verfolgte. Der vergangene Woche nachverpflichtete Rückkehrer KC Ross-Miller soll mit seiner Spielstärke genau das Problem lösen, was gegen Ehingen wieder mal so offen zu Tage trat.

Kommende Woche wird der US-Amerikaner ins Training einsteigen und dann beim Gastspiel in Nürnberg sein Comeback im Lions-Trikot feiern. Allerdings hat der Guard seit zwölf Monaten kein Pflichtspiel mehr absolviert. Das letzte bestritt der 30-Jährige fast auf den Tag genau vor einem Jahr - gegen Ehingen. Damals gewannen die Lions mit 94:81.

PSK Lions: Norl 16 Punkte/2 Dreier, Foster 14/1, Gilder-Tilbury 13/3, Lyles 11/2, Marshall 8/2, Pilipovic 7/1, Pluskota 6, Pechacek 4, Schmitz 3.

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