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Fußball

Duell der befreundeten Trainer

Das Karlsbader Derby zwischen dem ATSV Mutschelbach und dem SV Langensteinbach in der dritten Runde des bfv-Pokals ist das Duell der befreundeten Trainer Dietmar Blicker und Marius Mößner.

Die dritte Saison beim SV Langensteinbach: Marius Mößner. Foto: Tim Carmele GES/Tim Carmele

Der Wunsch des Trainers ist dem Redakteur dieses Mal Befehl. „Richten Sie Marius einen schönen Gruß aus!” Die verbale Botschaft von Dietmar Blicker kommt bei Marius Mößner denn auch in des Wortes doppelter Bedeutung gut an. Der Trainer des SV Langensteinbach freut sich sehr für die übermittelte Nettigkeit, bedanken kann er sich am kommenden Sonntag dann bei seinem Kollegen vom ATSV Mutschelbach höchstselbst.

Um 19 Uhr treffen nämlich die beiden Trainer mit ihren Mannschaften im Karlsbader Derby der dritten Runde des Fußball-Verbandspokals aufeinander. „Für 90 Minuten und womöglich Verlängerung herrscht dann eine gesunde Rivalität. Danach werden wir alle etwas zusammen trinken, egal, wie das Spiel ausgeht”, sagt Mößner.

Blicker als Trainer und Mößner als Spieler 2010 Studenten-Weltmeister

Es ist ein freundschaftliches Verhältnis, das Blicker (50) und Mößner (35) spätestens seit jener „sensationellen Woche” (Mößner) im Oktober des Jahres 2010 pflegen. In Valencia gewann das von dem Akademischen Oberrat Dr. Dietmar Blicker trainierte Team des KIT als deutscher Vertreter den Titel bei der Studenten-WM. In der Mannschaft war auch Mößner, den Blicker als Spieler mit einem „Wahnsinns-Schuss” in Erinnerung hat. Der langjährige Führungsspieler des SV Spielberg studierte damals noch an der PH.

Inzwischen ist Mößner seit sieben Jahren Realschullehrer in Berghausen und seit 2018 erfolgreicher Trainer des SV Langensteinbach, mit dem er zuletzt souverän den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte. Der Spielplan will es, dass der Neuling im ersten Punktspiel am 6. September just auf den Meisterschaftsanwärter und Nachbarn ATSV Mutschelbach.

Pokal-Duell statt Testspiel

Ursprünglich hatten die beiden Trainer angedacht, wie in der vergangenen Winterpause, als der ATSV mit 3:2 gegen den damaligen Landesligisten die Oberhand behielt, ein Testspiel gegeneinander auszutragen.

Sie verwarfen dann den Plan - und spielen nun vor dem Verbandsliga-Auftakt statt in aller Freundschaft in gesunder Rivalität und gegenseitigem Respekt voraussichtlich den Gegner des Oberligisten FC Nöttingen aus. „Das ist ein Derby, auf das sich jeder freut. Der ATSV ist Favorit, aber es ist Pokal und wir wollen gewinnen. Wir werden uns nicht verstecken”, sagt Mößner.

Blicker nimmt die Favoritenrolle gerne an, er kennt die Qualitäten seines torhungrigen Teams, aber auch die des Gegners. „Der SVL hat eine eingespielte Mannschaft mit einem guten Trainer.” Mößner zeichne aus, dass er als Spieler selbst bis in die Regionalliga aktiv war und auch im Training höherklassig Erfahrung gesammelt habe. Zudem sei er „experimentierfreudig” und habe „wohl einen sehr guten und engen Draht zur Mannschaft.”

Mößner wiederum bezeichnet Blicker als „Trainer, von dem man sich gerne etwas abschaut. Didi ist ein toller Typ, ihn zeichnen Empathie und Menschlichkeit aus.”

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