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Zwischenbilanz

VfB Bühl und SV Sinzheim mischen in der Tabelle der Fußball-Landesliga oben mit

Acht Mannschaften vertreten den Fußballbezirk Baden-Baden in der Saison 2021/22 in der Landesliga. Am besten schnitten in der Hinrunde der SV Sinzheim und der VfB Bühl ab. Eine Zwischenbilanz.

Auftakt nach Maß: Der SV Sinzheim gewann in der Fußball-Landesliga die ersten sechs Saisonspiele und überwintert auf Rang fünf. Foto: Thomas Steuerer

Fast wäre Michael Santoro im Nachwuchs des SV Sinzheim gelandet. Doch nachdem sich die Verantwortlichen des Aktivenbereichs für einen Wechsel auf der Kommandobrücke entschlossen hatten, konnten sie das Feuer in Santoro entfachen. Er stellte den Fußball unterm Fremersberg komplett auf den Kopf und verpasste seinem Team einen sehr ballbesitzorientierten Stil.

Nach 16 Spieltagen steht man auf einem ausgezeichneten fünften Platz, nur drei Punkte hinter dem Rangzweiten Stadelhofen, den man im direkten Duell mit 3:0 geschlagen nach Hause schickte.

„Ich hätte nicht gedacht, dass die Systemumstellung so schnell funktioniert“, meint Santoro, der auch die erreichten 29 Punkte als Riesenerfolg heraushebt. Um die guten eigenen Jugendspieler ohne Druck einbauen und weiterentwickeln zu können, wurde vor der Saison bei den externen Zugängen vor allem auf Erfahrung geachtet.

Über diese ist der SVS-Coach auch voll des Lobes. „Obwohl sie allesamt aus unterklassigen Ligen kamen, sind sie als Stammspieler und Leistungsträger nicht mehr wegzudenken.“

SC Hofstetten stoppt den SV Sinzheim erstmals

In Markus Frietsch (fünf Treffer) und Maximilian Edelmann (vier) führen auch zwei der Neuzugänge die interne Torjägerliste an. Dazu kommt Lukas Merkel, der ebenfalls viermal erfolgreich war. Den Grundstock für das bislang sehr gute Abschneiden legte man in den ersten sechs Spielen, die man allesamt gewann.

Erst der SC Hofstetten stoppte erstmals den SVS-Express. Zwischen Spieltag neun und elf fiel man in ein kleines Leistungsloch mit drei Niederlagen, ehe man mit dem Sieg gegen Stadelhofen wieder in die Erfolgsspur zurückfand.

Eine noch bessere Platzierung verhinderte eine weitere Ergebniskrise. So konnten die letzten drei Partien des Jahres, darunter zwei Heimspiele, nicht mehr gewonnen und nur zwei Punkte erzielt werden.

Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, macht Spaß.
Michael Santoro, Trainer SV Sinzheim

Trotzdem ist Santoro mit seinem Team vollauf zufrieden. „Wir liegen bei einer 80-prozentigen Trainingsbeteiligung und die Art und Weise wie wir Fußball spielen macht Spaß. Nun gilt es in weiteren kleinen Prozessschritten die Mannschaft weiter voranzubringen.“

Stammkeeper Bartmann kehrt zu Heimatclub zurück

Das Gegenpressing müsse noch besser werden. Wichtig sei auch die fußballerische Weiterentwicklung, um noch variabler agieren zu können. Seine Hauptaufgabe sieht er auch in der Arbeit mit den jungen Spieler, damit diese in die Rolle der Leistungsträger schlüpfen können.

Für den weiteren Saisonverlauf wünscht sich der SVS-Übungsleiter, dass „wir weiter oben mitmischen. Ein Aufstieg käme aber zu früh“. Einen positiven Abschluss wünscht er sich auch für Stammkeeper Simon Bartmann, den es aus beruflichen Gründen wieder zurück zum Heimatverein SV Sasbachwalden zieht.

Blutauffrischung beim VfB Bühl in der Fußball-Landesliga

Nach dem Abbruch der vergangenen Saison und Platz fünf mit bereits zehn Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Stadelhofen war den beiden Alphatieren beim VfB Bühl, Stefan Voppichler und Alexander Hassenstein, eines klar: Es bedarf einer Blutauffrischung, um künftig weiter eine wichtige Rolle in der Fußball-Landesliga spielen zu können.

So kamen die namhaften Abgänge nicht von ungefähr, auch wenn Hassenstein dem Abgang von Kevin Weber nachtrauerte. Der VfB-Coach selbst war davon überzeugt, eine gute Mannschaft beieinander zu haben, die in der Lage ist, im vorderen Drittel mitzuspielen.

Wir haben eine erfolgsorientierte Truppe, die sich auf und neben dem Platz als eingeschworener Haufen präsentiert.
Alexander Hassenstein, Trainer VfB Bühl

Nach nun 15 absolvierten Partien kann man bereits sagen, dass der Umbruch gelungen ist. „Wir haben eine erfolgsorientierte Truppe, die sich auf und neben dem Platz als eingeschworener Haufen präsentiert und dem Verein zukünftig noch viel Freude bereiten wird“, ist der scheidende Coach sicher. Mit einem Spiel Rückstand belegt der VfB momentan Rang sechs und hat nur vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, mit dem sich Hassenstein gerne verabschieden würde.

Platz eins in der Fairnesstabelle

„Fußballerisch machten wir bislang unterschiedliche Phasen durch, was aber mit ein Beleg dafür ist, dass die Mannschaft erst auf dem Beginn ihres Weges ist und noch viel Potenzial in ihr schlummert“, sagt Hassenstein. Ein Blick auf die Fairnesstabelle der Liga zeigt, dass das Team aus dem Hägenich mehr das spielerische Element bevorzugt, denn dort belegt man den ersten Rang mit nur 17 Gelben und einer Ampelkarte.

Abgeklärt: Emilio Muzurovic überzeugt im Bühler Tor. Foto: Thomas Steuerer

Sonderlob für junge Spieler beim VfB Bühl

Obwohl Hassenstein das Kollektiv in den Vordergrund stellt, hat er für einige Spieler ein Sonderlob übrig. Nach dem verletzungsbedingten Karriereende von Torhüter Marcel Lang wurde der erst 18-jährige Emilio Muzurovic ins kalte Wasser geworfen und überzeugt mit seiner Souveränität.

Auch der junge Till Schmieder zeigt als Innenverteidiger eine ebenso tolle Entwicklung, wie Neuzugang Max Brunner, der bereits zu einer Führungspersönlichkeit geworden ist. Positiv auch die Entwicklung des lange verletzten Dennis Golly, den der Coach umfunktionierte.

Verlassen kann sich der VfB auch in dieser Saison wieder auf Torjäger Darwin Sabando Cedeno, der mit neun Toren die interne Torschützenliste vor Nico Bohn, Luca Doninger und Jens Wartmann (alle vier) anführt. Alexander Hassenstein, der seinem Nachfolger Christian Coratella ein funktionierendes Team hinterlässt, hofft in den verbleibenden Spielen die Verknüpfung zwischen gut und erfolgreich Fußball spielen noch besser hinzubekommen, damit dem Ziel „Platz im ersten Drittel“ nichts im Wege steht.

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