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Bilanz macht kaum Hoffnung

Abgeschlagenem Schlusslicht TSV Loffenau droht der Abstieg aus der Fußball-Landesliga

Der TSV Loffenau macht in der Fußball-Landesliga schwierige Zeiten durch. Der mit viel Ehrgeiz gestartete neue Spielertrainer Sven Huber liegt mit seinem Team abgeschlagen am Tabellenende. Es droht der Abstieg in die Bezirksliga.

Julian Großmann (links) und Kapitän Mario Krmpotic holten mit dem TSV Loffenau erst drei Punkte aus zehn Spielen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Man muss kein Prophet sein, um dem TSV Loffenau den Abstieg aus der Fußball-Landesliga zu prophezeien. Wohl nur ein weiterer coronabedingter Saisonabbruch könnte dies verhindern. Der langsame Abstieg begann dabei schon in der zweiten Hälfte der Saison 2018/19, als man nur fünf Punkte ergattern konnte und in der Rückrundentabelle den letzten Rang belegte.

Auch in der folgenden Saison 2019/20 ging der schleichende Niedergang weiter. Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs belegte Loffenau den letzten Rang, doch die Regularien verhinderten den Gang in die Bezirksliga.

Die Leistungen unter der Regie von Trainer Joachim Huber, der das Team in den letzten fünf Partien der Vorsaison übernahm, weckten zwar leise Hoffnung auf Besserung, am weiteren personellen Aderlass änderte dies vor der laufenden Runde aber nichts.

Dass der bisherige Saisonverlauf jedoch so krass werden würde, hätte ich nicht gedacht.
Sven Huber, Trainer des TSV Loffenau

Die beiden Stammspieler Jean Claude Sewonou und Luca Mahler verließen den Verein in Richtung Würmersheim, Tobias Skubatz wechselte zum Bezirksligisten Ottenau. Somit war klar, dass der neue Coach Sven Huber vor einem Himmelfahrtskommando stand.

Nach zehn Partien musste auch der oberligaerfahrene Übungsleiter feststellen, dass er sich die Aufgabe so heftig nicht vorgestellt hatte. „Es war uns klar, dass es sehr, sehr schwer werden würde, die Landesliga zu halten. Dass der bisherige Saisonverlauf jedoch so krass werden würde, hätte ich nicht gedacht.“

Junge Spieler machen Hoffnung

Huber, der beim TSV für eine weitere Saison zugesagt hat, sieht sich am Herdweg trotz des fehlenden Erfolgs gut angekommen.

„Sicherlich wäre es aus sportlicher Sicht schöner gewesen, mehr Spiele erfolgreich zu gestalten, doch insbesondere die Heimspiele haben Spaß gemacht.“ Besonders erwähnenswert war der erste Saisonsieg gegen Oppenau.

Außerdem konnte Huber feststellen, dass sich einige junge Spieler trotz des schwachen Saisonverlaufs weiterentwickelt haben, was für die Zukunft hoffen lässt.

Verein hatte kein Glück auf dem Transfermarkt

Dass am Ende der Saison voraussichtlich der Abstieg stehen wird, ist zum Teil auch der Tatsache geschuldet, dass man auf dem Transfermarkt kein glückliches Händchen hatte. Nur zwei Zugänge, Ousman Abah (Ottenau) und Huber selbst, konnten sich in der Stammformation etablieren.

Von Yasin Tasli trennte man sich während der Hinrunde, während Sturmhoffnung Renato Vrbaslija berufsbedingt in keinem Pflichtspiel zur Verfügung stand. Hinzu kommt Verletzungspech: Stoßstürmer Marius Ganz (Mutschelbach) hat sich im Pokal die Achillessehne gerissen und musste deshalb ebenfalls passen.

Positiv hingegen war, dass der TSV in Patrick Schultheiss (Gengenbach) zuletzt einen jungen Spieler verpflichten konnte, der in Sinzheim bereits Landesligaluft schnupperte und dem Team weiterhelfen kann. Auch der langzeitverletzte Co-Trainer Robin Seeger wird das Team über kurz oder lang wieder verstärken.

Die Bilanz des TSV Loffenau ist desaströs

Eines hat Huber in seiner 14-jährigen aktiven Laufbahn noch bei keinem anderen Verein erlebt, nämlich die Kluft zwischen den Leistungen in den Heim- und Auswärtsspielen. Während die Loffenauer zu Hause wenigstens einen Sieg in fünf Spielen bei 4:13 Toren feiern konnten, wartet der TSV auswärts noch auf den ersten Zähler bei einer desaströsen Torausbeute von 2:23.

Schon diese Werte deuten darauf hin, dass es für Huber und seine Elf äußerst schwer werden wird, den Klassenverbleib zu realisieren.

Wir wollen uns gut aus der Affäre ziehen und uns für die kommende Saison einspielen.
Sven Huber, Trainer des TSV Loffenau

Sollte die Hinrunde zu Ende gespielt werden können, hat Huber zwei Ziele: „Wir wollen uns gut aus der Affäre ziehen und uns für die kommende Saison einspielen.“

Der Übungsleiter und der Verein um den Vorsitzenden Achim Grimm sind jedenfalls bestrebt, den freien Fall zu stoppen.

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