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Auftritt bei Team-EM

Hürden-Spezialistin Carolina Krafzik aus dem Enzkreis nähert sich der Olympia-Norm

Auf den ersten Metern lief sie allen davon, am Ende wurde sie Zweite: Carolina Krafzik hat bei der Team-Europameisterschaft im polnischen Chorzow eine neue Saisonbestleistung aufgestellt.

Trotz guter Leistung: Bis zur Olympia-Qualifikationsnorm fehlen Carolina Krafzik noch 31 Hundertstel. Foto: Oliver Weiken/dpa

Ihren Auftrag hat Carolina Krafzik am vergangenen Wochenende erfüllt. Zwar ist die Olympia-Qualifikationsnorm von 55,40 Sekunden noch nicht gefallen. Doch die 26-jährige 400-Meter-Hürdenspezialistin, die aus Niefern stammt und für den VfL Sindelfingen startet, pirschte sich im polnischen Chorzow an. Und sie sammelte kräftig Punkte.

Bei der Team-Europameisterschaft sprintete Krafzik in 55,71 Sekunden ins Ziel. Damit verbesserte sie nicht nur ihre Saisonbestzeit um knapp zwei Sekunden, sondern steuerte auch sechs Punkte zum Gesamtergebnis des deutschen Teams bei. Dieses landete am Ende auf Platz vier des Klassements.

Ihren Lauf – den einzigen 400-Meter-Hürdenlauf der Frauen bei dieser Team-EM – dominierte Krafzik auf den ersten 300 Metern eindrucksvoll. Ihren Vorsprung baute sie auf den ersten 200 Metern auf drei Zehntel aus, dann aber kam die Britin Lina Nielsen in Tritt.

Unter den richtigen Bedingungen kann Krafzik noch mehr rausholen

Die 25-Jährige verkürzte bis zur 300-Meter-Marke auf sieben Hundertstel und kam mit 55,59 Sekunden schließlich vor Krafzik ins Ziel. Diese aber hatte in einem starken Schlussspurt Platz zwei abgesichert und die Italienerin Linda Olivieri auf Rang drei verwiesen.

Carolina Krafzik hat damit jedoch eines ganz klar aufgezeigt: Die zwei Sekunden waren für sie, wie vor wenigen Tagen angekündigt, schnell zu knacken, wenn die Bedingungen mitspielen. Darauf wird sie auch in Braunschweig hoffen. Wenn am Wochenende die deutsche Meisterschaft im Rahmen der Multisport-Veranstaltung „Die Finals“ über die Bühne geht, erhält die Niefernerin ihre nächste Chance.

Mit von der Partie wird dann auch der Pforzheimer Constantin Preis sein. Er kämpft ebenfalls über die 400 Meter Hürden um die Qualifikation für die Olympischen Spiele.

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