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Frauenbasketball-Bundesliga

Jasmine Thomas kehrt zu den Rutronik Stars Keltern zurück - unter anderen Vorzeichen

Vier Jahre lang trug Jasmine Thomas das Trikot der Sterne. Im Sommer folgte der Abschied. Nun ist die Basketballerinnen zurück in Keltern – doch so manches hat sich verändert.

Back in Business: Kelterns Rückkehrerin Jasmine Thomas (rechts) im Duell mit Nördlingens Laura Geiselsöder. Sterne-Spielerin Krystal Vaughn beobachtet die Szene. Foto: Harry Rubner

Corona-Pandemie, Präsidentschaftswahl, Vereinssuche – für Jasmine Thomas waren die vergangenen Wochen und Monate keine einfachen. Nach vier Jahren im Trikot der Rutronik Stars Keltern, mit dem Gewinn des deutschen Meistertitels im Jahr 2018 als Höhepunkt, endete auch für die US-Amerikanerin nach dem coronabedingten Saisonabbruch in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) im März die Zeit im Enzkreis schlagartig.

Für Thomas, die am Dienstag vor einer Woche ihren 29. Geburtstag feierte, galt es, sich einen neuen Club zu suchen. „Sie wollte eigentlich noch einmal in eine andere europäische Liga wechseln“, teilten die Sterne in einer Vereinsmitteilung mit. Und so stellten Kelterns Trainer Christian Hergenröther und Sterne-Manager Dirk Steidl im Sommer ein Team ohne die Kapitänin mit der Rückennummer eins zusammen.

Thomas kennt die Verhältnisse in Keltern bestens

Nun, ein paar Monate später, ist Thomas zurück in der Dietlinger Speiterlinghalle. Nachdem Keltern den Vertrag mit Amber Orrange auflösen musste und „Jazz“ bei der Suche nach einer Nachfolgerin frei war, griffen die Sterne zu. „Ein Glücksfall“, wie Steidl betont, und Hergenröther fügt an: „Mit ihr bekommen wir eine Spielerin, die die Verhältnisse in Keltern bestens kennt.“

Sie muss noch ihren Rhythmus finden. Aber wir sind dankbar, dass sie da ist.
Christian Hergenröther, Trainer Sterne Keltern

Dass es keiner großen Anlaufschwierigkeiten bedarf, zeigte sich dann auch gleich am vergangenen Sonntag bei Thomas’ Comeback im Heimspiel gegen Nördlingen (77:53). Im ersten Viertel gerade erst auf dem Parkett, sicherte sich Thomas nach einem Bodenpass auf Krystal Vaughn zum zwischenzeitlichen 19:12 ihren ersten Assist.

In den insgesamt 13:34 Minuten Spielzeit, in denen die Rückkehrerin mit der Rückennummer 00 auflief, erzielte sie zehn Punkte, holte drei Rebounds und lieferte zwei Assists. „Mein Ziel war es heute, meinen Teil so gut wie möglich beizutragen. Wir hatten 20 Assists als Team, haben gut zusammengearbeitet. Es hat sich gut angefühlt“, sagte Thomas nach ihrem ersten Saisonspiel in vertrauter Umgebung. „Sie muss noch ihren Rhythmus finden. Aber wir sind dankbar, dass sie da ist. Es war ein guter Einstand“, lobte ihr Trainer.

Thomas freut sich auf ihre neue Aufgabe

Ein wenig umstellen muss sich der Neuzugang künftig dennoch. So soll die ehemalige Spielerin der Panthers Osnabrück, die 2016 aus Niedersachsen nach Keltern kam und auch schon in Israel und Schweden auf Korbjagd war, nicht mehr vordergründig als Point Guard Akzente setzen, sondern als Shooting Guard agieren.

Eine herausfordernde Aufgabe, auf die sich „Jazz“ freut: „Es ist definitiv eine Umstellung, aber ich mag es.“ Ohnehin ist in diesem durch Corona geprägten Jahr einiges anders. „Obwohl es sich vertraut anfühlt, ist es eine andere Atmosphäre. Es ist anders, zurückzukommen, zumal die Saison ja bereits begonnen hat. Aber es fühlt sich gut an.“

Die Präsidentschafts-Wahl war verrückt. Aber ich bin glücklich über das Ergebnis und die Wahl.
Jasmine Thomas, Kelterns Rückkehrerin

Und wenn es darum geht, sich schnell zu akklimatisieren, kann sich die 29-Jährige auch auf ihre Mitspielerinnen verlassen. Den Großteil des Sterne-Teams kennt sie ohnehin, „es sind tolle Persönlichkeiten, alle sind positiv eingestellt. Es macht Spaß, mit ihnen zu spielen und ich bin vom ersten Tag an wieder sehr gut aufgenommen worden“, so Thomas, die sich in ihrer Heimat zuletzt mit Themen wie Covid-19 und der Präsidentschafts-Wahl konfrontiert sah und froh ist, davon in Deutschland nun wieder ein wenig Abstand nehmen zu können.

„Die Corona-Situation in den USA ist ziemlich schlecht. Es wurde nicht so kontrolliert und damit umgegangen, wie es hätte sein können. Gott sei dank sind aber all die Leute, die ich kenne, bisher gesund“, sagt die Rückkehrerin und ergänzt: „Auch die Präsidentschafts-Wahl war verrückt. Aber ich bin glücklich über das Ergebnis und die Wahl. Und im Januar gibt es hoffentlich dann neue Veränderungen.“

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