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Corona-Stillstand

Kaum Perspektive im Lockdown: Badischen Amateurfußballern bleibt der „Mini-Strohhalm“

Seit November herrscht bei den Amateurfußballern Stillstand. Die erneute Lockdown-Verlängerung lässt den Kickern aber eine Resthoffnung - zumindest, wenn es spätestens im April wiederlosgehen kann.

Anhaltender Stillstand: Wann wieder Luft in die Fußbälle kann, bleibt ungewiss. Sicher ist nur: Bis Mitte Februar tut sich weiter nichts auf den Trainingsplätzen. Foto: Markus Gilliar/GES

Nach den jüngsten Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern und der Verlängerung des Lockdowns bis mindestens Mitte Februar bleibt bei den Amateurfußballern in der Region immerhin die Hoffnung, den „Mini-Strohhalm“ für diese Saison noch ergreifen zu können.

Als solchen bezeichnet Felix Wiedemann, der beim Badischen Fußballverband (bfv) für den Spielbetrieb zuständig ist, die Option einer Hinserie mit sich anschließenden Auf- und Abstiegsrunden.

Voraussetzung dafür wäre eine Trainings-Rückkehr Ende Februar/Anfang März, so dass nach vierwöchiger Vorbereitungszeit der Spielbetrieb starten könnte. „Es müsste spätestens Anfang April losgehen“, betont Wiedemann. Eine Vorbereitung von vier Wochen sei aufgrund der langen Pause zwingend nötig

.

Seit November ruht der Spielbetrieb bereits, ein Ausspielen der Saison mit Vor- und Rückrunde ist daher längst nicht mehr realistisch. „Angesichts der Verfügungslage, der nach einer langen Pause angemessenen Vorbereitungszeit und der zu erwartenden Terminproblematik erscheint eine vollständige Meisterschaftsrunde mit Hin- und Rückspielen derzeit kaum mehr verhältnismäßig und zumutbar“, hatte der bfv bereits im Dezember festgestellt.

Clubs für Auf- und Abstiegsrunden nach Hinserie

In einer großen Umfrage der BNN unter den Fußballvereinen der Region hatten sich im Dezember auch die Clubs mehrheitlich für die Variante mit Auf- und Abstiegsrunden nach der Hinserie ausgesprochen. Ende des Jahres suchte auch der bfv seinerseits den Austausch mit den Clubs, um die möglichen Szenarien zu diskutieren.

Sollte auch ein Abschluss mit Play-offs nicht möglich sein, bliebe das „Minimalziel“ (Wiedemann), zumindest die Vorrunde noch ganz auszuspielen. In der 16 Mannschaften umfassenden Verbandsliga konnten bis zur Unterbrechung zum Beispiel erst acht Spieltage ausgetragen werden. Scheitert auch die Vorrunden-Variante, bliebe nur, die Spielzeit abzubrechen. Es wäre nach dem historischen vorzeitigen Ende im vergangenen Jahr die zweite Vollbremsung in Folge.

In der Vorsaison entschied die Quotientenregel

Die Wertungsfragen müssten in beiden Fällen - nur Hinrunde oder Abbruch - noch beantwortet werden. Durch den neuen „Pandemie-Paragraf“ kann der Vorstand auf Vorschlag des Spielausschusses des bfv über Wertung und notfalls auch eine Annullierung der Runde entscheiden. In der abgebrochenen Saison 19/20 wurden per Quotientenregel die Aufsteiger bestimmt, Absteiger gab es nicht.

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