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Standesgemäßger Erfolg

Mit Druck von der Aufschlaglinie: Baden Volleys bleiben nach 3:1 über Delitzsch an der Tabellenspitze

Nach wackligem Beginn fahren die Baden Volleys in der Zweiten Bundesliga glatt die nächsten drei Punkte ein und schlägt den GSVE Delitzsch unterm Strich souverän 3:1.

Bleiben auf Erfolgskurs: Der 3:1-Erfolg über den GSVE Delitzsch war für die Baden Volleys Karlsruhe der sechste Sieg in Folge. Foto: Markus Gilliar GES/Markus Gilliar

Am Ende ist es doch noch zackig gegangen. Nach einem so spannenden wie abwechslungsreichen vierten Satz gelang Lukas Jaeger erst ein krachender Block zum 23:21, dann ebnete Kapitän Jens Sandmeier mit zwei wuchtigen Angaben den Weg für die Entscheidung.

So stand am Ende der standesgemäße 3:1 (17:25, 25:18, 25:15, 25:21) Sieg der Baden Volleys SSC Karlsruhe über den GSVE Delitzsch und Sandmeier erhielt schon zum achten Mal in dieser Zweitliga-Runde die goldenen Medaille des besten Spielers vor der Werbebande.

Mit dem 16. Erfolg im 19. Saisonspiel behauptete der Karlsruher Volleyball-Zweitligist mit nun 45 Punkten Platz eins vor den ebenfalls erfolgreichen Grafingern (44 Punkte, 18 Spiele).

Es macht Spaß, dem Geschehen von oben zuzuschauen
Antonio Bonelli, Volleys-Cheftrainer

„Es macht Spaß, dem Geschehen von oben zuzuschauen“, sagte Cheftrainer Antonio Bonelli, der am Sonntag auch Grüße vom „Platz an der Sonne“ verschickte - in dem Fall aber von sich auf seiner sonnigen Terrasse und nicht von der Tabelle.

Im Spiel gegen den Tabellenelften aus Sachsen spitzte sich das Geschehen erst im vierten Satz so richtig zu. „Ihr müsst den Kampf jetzt annehmen“, gab Bonelli seinen Spielern in einer Auszeit Mitte des Durchgangs auf den Weg. Die Gäste wehrten sich erfolgreich, die Volleys waren richtig gefordert.

Im vierten Durchgang ist „richtig Leben im Spiel“

„Jetzt ist richtig Leben im Spiel“, bemerkte Karlsruhes Nachwuchskoordinator Diego Ronconi, der diesmal nicht nur als stiller Beobachter in der OHG-Sporthalle saß, sondern als Experte beim Livestream kommentierte.

Bis zum 21:21 hielten die Delitzscher schließlich mit und das Spiel eng, ehe die Karlsruher noch einmal das Tempo verschärften. Starke Angaben und schnelle Angriffsvarianten machten schließlich den Unterschied - und einmal mehr auch wieder die Qualität eines Jens Sandmeiers.

Dabei waren die Volleys zunächst holprig gestartet. Bonelli hatte kräftig rotiert, um Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance zu geben. „Das war ordentlich“, sagte er später mit Blick auf deren Leistung, „aber auch etwas unglücklich“.

Schneller Rückstand und deutlicher Ausgang

Schnell rannte seine Mannschaft einem Rückstand hinterher, fand so nie richtig in den Rhythmus und verlor den ersten Satz deutlich. In den zwei folgenden Durchgängen spielten die Volleys mit ihren Stammkräften ihre individuelle und taktische Überlegenheit aus, ohne dabei zu glänzen und komplett zu überzeugen. „Da müssen wir noch abgezockter werden“, sagte Bonelli.

Delitzsch hatte den Karlsruhern, die vor allem bei den Angaben ein klares Plus verzeichneten, kaum etwas entgegenzusetzen und so entwickelte sich ein einseitiges Geschehen mit meist nur kurzen Ballwechseln.

Der Favorit also war klar auf Kurs, doch im vierten Durchgang war der Kampfgeist der Gäste neu erwacht - und erst spät gebrochen.

Duell mit Mimmenhausen jetzt am 6. März

Derweil ist das vor einer Woche ausgefallen Duell mit dem TSV Mimmenhausen neu terminiert worden. Den Tabellendritten empfangen die Volleys nun am 6. März (19 Uhr) zum Spitzenspiel, zuvor steht am kommenden Wochenende die Pflichtaufgabe gegen den Vorletzten TV Bliesen auf dem Heimprogramm.

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