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Volontär im Selbstversuch

Moderne Schatzsuche: Diese spannenden Geocaches gibt es in Bühlertal

Geocaching ist eine moderne Schatzsuche, bei der GPS-Koordinaten als Hinweise auf versteckte Gegenstände dienen. Die Gemeinde Bühlertal ist bekannt für ihre vielen verschiedenen Caches. BNN-Volontär Dominik Ralser wollte herausfinden, was an Geocaching so faszinierend ist, und hat sich selbst auf den Weg gemacht.

Navigation an: Ein GPS-Gerät, aber auch ein Handy ist sicherer Wegweiser auf der Suche nach dem Cache. Foto: Dominik Ralser

In den Wäldern sind sie versteckt. Sie sind nicht sofort zu finden und es benötigt Ausdauer und Geschick, um sie aufzuspüren: Caches. Das sind in der Regel kleine Boxen, manchmal mit Gegenständen, immer aber mit einem Logbuch zum Eintragen. Geocaching ist weltweit organisiert und funktioniert über GPS-Daten. Um herauszufinden, was der Reiz an der Schatzsuche ist, habe ich mich mit meiner Verlobten Isabel auf den Weg nach Bühlertal gemacht.

Die Gemeinde ist bekannt für ihre Caches. Unser Startpunkt ist die Tourist Info. Die Geocaching App, die wir zuvor heruntergeladen haben, zeigt uns in 2,5 Kilometer Luftlinie Entfernung eine grüne Box an, die auf dem Haaberg liegt. Luftlinie: Das wird zur Erkenntnis. Wir schlängeln uns die Straßen hoch, die Kilometer auf dem Zähler werden weniger. Als wir in einer Sackgasse landen, sehen wir einen steilen Trampelpfad, der uns näher an unser Ziel bringt und einigermaßen in die gewünschte Himmelsrichtung führt.

Um Bühlertal gibt es drei große Geocaching-Routen

Geocaching hat sehr viel zu bieten und es ist nur ein Ausschnitt, den wir wahrnehmen. Neben dem „Tradi“, der einfachen Suche, existieren noch etwa ein Dutzend weitere Sucharten. Der „Multi“ beispielsweise beinhaltet eine Reihe an verschiedenen Caches, die abgelaufen werden. Beim „Mystery“ gilt es, zu Hause ein Rätsel zu lösen, um an die GPS Daten zu gelangen.

Um Bühlertal liegen drei große Caching-Runden aus: Die Emil-Kern-Runde, die Büchelbach-Runde und die Schartenberg-Runde. Auch die Funde, genannt Caches, unterscheiden sich: Eine Geocacherin aus der Gegend, die der Tradition entsprechend anonym bleiben möchte, erzählt von Klettercaches oder Angelcaches, die in luftiger Höhe an Bäumen hängen. Zudem führen Lab-Caches auf einen Motto-Erlebnis-Pfad wie historische Stadttouren oder „Jüdisches Leben“.

Geocaching fördert die konstruktive Kommunikation

Fast auf dem Haaberg angelangt beginnt es zu regnen. Wir wechseln uns mit dem Handy ab und messen am Kilometerzähler, wie weit wir es noch haben: 350 Meter Luftlinie. Zudem bietet die App eine Satellitenkarte, auf der Lichtungen oder Häuser sehr gut zu erkennen sind - auch das nutzen wir beide als Orientierungspunkte.

Ab und an halten wir inne und besprechen die weitere Route. Ich beginne zu verstehen, weshalb Firmen Geocaching für ihre Mitarbeiter nutzen: Es fördert die konstruktive Kommunikation ungemein. Geocaching ist nicht in Vereinen organisiert, aber es gibt eine rege Community oder Facebook-Gruppen für jede Region. Außerdem finden monatlich bundesweit Events statt, die in Fachmagazinen ausgeschrieben sind.

Die besten Geocacher haben 6000 bis 8000 Funde zu verzeichnen. Diese geben bei schwierigen Caches auf Anfrage auch Tipps ab, berichtet die Geocacherin. Nach dem Erklimmen eines steilen Pfades am Haaberg sind wir nur noch etwa 20 Meter vom Cache entfernt. Nun beginnt ein kleines „Heiß-Kalt-Spiel“: Weiter dahin, weiter dorthin. Die App gibt den Hinweis, dass der Schatz unter einem Stein liegt.

Am Ziel: Die Caches liegen gut versteckt und beinhalten einen Gegenstand und ein Notizbuch. Foto: Dominik Ralser

Wir fühlen uns ein bisschen wie kleine Entdecker im Regen und als ich endlich den passenden Stein anhebe, erblicken wir eine kleine Plastikbox. In ihr liegt ein geheimer Gegenstand und ein Notizbuch, in das wir uns mit unserem Nicknamen eintragen. Unser erstes Cache haben wir gefunden. Wer Geocaching betreibt - darüber sind wir uns einig - wird ortskundig, lernt auf Details zu achten und hat Freude am Suchen.

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