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Überschäumende Freude

Pforzheim Wilddogs feiern die Regionalliga-Meisterschaft im Football – und freuen sich auf ihre Bonusspiele

In souveräner Manier haben sich die American Footballer der Pforzheim Wilddogs am Sonntag die Regionalliga-Meisterschaft gesichert. Damit ist ihre Reise jedoch noch nicht vorbei.

Grenzenloser Jubel: Die Pforzheim Wilddogs haben ihr abschließendes Spiel in der Football-Regionalliga dominiert und die Meisterschaft eingeheimst. In der Relegation kann das Team nun den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse schaffen. Foto: Jonathan Fränkle/Werbeliebe

Michael Langs T-Shirt triefte am frühen Sonntagabend. Nicht etwa, weil es geregnet hatte – das Wetter meinte es gut mit den American Footballern der Pforzheim Wilddogs.

Der Headcoach bekam wenige Sekunden nach Spielschluss so ziemlich alles über den Kopf geschüttet, was seine Spieler an Getränken in die Hände bekommen konnten: „Bier, Sekt, Wasser“, sagte Lang wenige Minuten später strahlend am Spielfeldrand, „ich glaube es war von allem etwas“.

Gefreut haben sich seine Wilddogs nicht nur über den klaren 40:6(26:0)-Erfolg im letzten Spiel der regulären Saison gegen die Freiburg Sacristians. Nein: Die Pforzheim Wilddogs haben sich damit zum zweiten Mal nach 2017 die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest gesichert.

Wilddogs dominieren ihr letztes Spiel der regulären Saison von Beginn an

Zittern mussten die Pforzheimer dabei kaum noch. Weder die Verantwortlichen, noch die gut 500 Fans, die sich auf dem Riebergle eingefunden hatten. Die Wilddogs gingen gleich im ersten Drive dank eines Touchdowns von Felix Dorn samt Extrapunkt von Kicker Marvin Loth mit 7:0 in Führung.

Die Freiburger fanden unterdessen keinerlei Gegenmittel. Folgerichtig erhöhten die Gastgeber auf 13:0, kurz vor Ende des ersten Viertels auf 20:0.

Für mich als Trainer war es deshalb bis zum Schluss ziemlich hektisch, die Anspannung war groß.
Michael Lang, Headcoach der Pforzheim Wilddogs

Der Dominanz der Pforzheim Wilddogs taten auch die Verletzungen von Jeremy und Philip Wenz sowie Ole Riexinger und Denis Atilgan keinen Abbruch. Und das, „obwohl wir dann aufgrund unseres schmalen Kaders nicht positionsgetreu wechseln konnten“, so Lang. „Für mich als Trainer war es deshalb bis zum Schluss ziemlich hektisch, die Anspannung war groß.“

Sein Team aber tat das, was es am besten kann: Es zog an einem Strang und spielte sich zu einem letztlich sehr deutlichen 40:6-Sieg. Weil Albershausen zeitgleich bei den Weinheim Longhorns gewann, stand die Meisterschaft direkt mit Spielende fest.

Pforzheimer peilen nun den Aufstieg in die German Football League 2 an

„Ich bin wahnsinnig stolz. Es ist einfach super für diese Mannschaft: Letztes Jahr durften sie coronabedingt gar nicht spielen und kommen dann so zurück“, lobte Lang. „Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass es darum geht, die Ernte für all die harte Arbeit der vergangenen Monate einzufahren. Und das haben sie tadellos gemacht, das war unser bestes Saisonspiel.“

In diesem Fall sollen die Jungs feiern. Und dann schauen wir auf die Relegation – das werden jetzt Bonusspiele für uns.
Michael Lang, Headcoach der Pforzheim Wilddogs

Für den Headcoach, auch das hob er hervor, galt anschließend die 24-Stunden-Regel. „So lange darf man sich freuen oder traurig sein nach einem Spiel. In diesem Fall sollen die Jungs feiern. Und dann schauen wir auf die Relegation – das werden jetzt Bonusspiele für uns.“

Im Kampf um den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse, die German Football League 2 (GFL 2), werden die Pforzheim Wilddogs auf die Ingolstadt Dukes und die Gießen Golden Dragons treffen, die sich in den Regionalligen Bayern und Hessen/Rheinland-Pfalz durchgesetzt haben.

Bislang sind die Spiele noch nicht terminiert, es wird jedoch jeder einmal auf jeden treffen. Als Spieltage vorgesehen sind die Wochenenden des 16., 23. und 30. Oktober. Nach einem Regenerationstraining am Dienstag bereiten sich die Pforzheim Wilddogs also von Donnerstag an auf ihre nächsten Gegner vor. Denn eines ist für Michael Lang klar: „Die Jungs sind heiß. Sie wollen unbedingt hoch in die GFL 2 und werden alles dafür geben.“

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