Skip to main content

Diamond League in Brüssel

Pforzheimer Hürdenläufer Constantin Preis kämpft um das Ticket zum Finale

Fünf Wochen nach den Olympischen Spielen misst sich der Pforzheimer 400-Meter-Hürdenläufer Constantin Preis in der Diamond League nochmal mit den Besten der Welt – und greift nach einem begehrten Ticket.

Neue Ziele im Visier: Constantin Preis greift als nächstes in Brüssel an. Foto: Olaf Rellisch/imago images

Eine richtige Pause oder gar Urlaub, das hat sich Constantin Preis nicht gegönnt. „Ein, zwei Tage zum Akklimatisieren und an die deutsche Zeit gewöhnen“ hätte er sich selbst zugestanden nach den Olympischen Spielen. „Dann bin ich aber sehr schnell zurück in den Trainingsalltag“, sagt der 23-jährige Pforzheimer.

In Tokio hatte er sein Ziel erreicht: Er wollte über seine Paradestrecke 400 Meter Hürden auf jeden Fall ins Halbfinale, wurde dort letztlich in 49,10 Sekunden Vierter und verpasste den Einzug ins Finale knapp.

Drei Jahre lang galt sein Fokus dem prestigeträchtigsten aller Sportereignisse – und dann war es plötzlich vorbei. „Kurz nach den Spielen habe ich mich schon relativ leer gefühlt“, gesteht der Athlet des VfL Sindelfingen. „Wenn man davor 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche mit Athleten zusammen ist und dann nach Hause kommt, wo das Umfeld das Athletenleben vielleicht nicht zu 100 Prozent nachvollziehen kann – das war schon eine Umstellung.“

Constantin Preis widmet sich neuen Zielen

Die schnelle Rückkehr ins Training scheint ihm diese Leere aber genommen zu haben, „das hat sehr gut gepasst“, sagt er selbst. „Ich habe mich direkt auf die neuen Ziele konzentriert.“

Denn die Saison ist für den 23-Jährigen noch nicht beendet. Am Freitag wird Constantin Preis beim Diamond-League-Meeting in Brüssel laufen. Dort will er noch einmal Punkte sammeln, um sich für das Finale in Zürich am 9. September zu qualifizieren.

Die Chancen stehen vorab bereits gut, „ich möchte aber natürlich trotzdem so weit vorne wie möglich landen“, so der 23-Jährige.

Das sind alles schon sehr hochkarätige Meetings mit sehr guter Konkurrenz.
Constantin Preis, Leichtathlet aus Pforzheim

Anschließend geht’s zum Internationalen Stadionfest Berlin (ISTAF, 12. September) und zur Gala dei Castelli nach Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin (14. September). „Das sind alles schon sehr hochkarätige Meetings mit sehr guter Konkurrenz“, sagt Constantin Preis.

Hürdenläufer freut sich auf den Saison-Endspurt

Die Vorfreude auf seinen letzten Wettkampfblock der Saison ist ihm anzuhören. Gemeinsam mit seinen Trainern hat er sich „nochmal Zeit zur Vorbereitung genommen. Nach den Spielen gehen wir aber entspannt in die Wettkämpfe, da gibt es keinen Druck mehr“, sagt Constantin Preis. „Mal sehen, was dabei entsteht.

Zuversichtlich ist er allemal: „Wenn man entspannt reingeht, läuft es meist auch besser.“ Letztlich sei für ihn jeder Wettkampf gleich viel Wert – ob nun bei den Olympischen Spielen oder anderswo.

nach oben Zurück zum Seitenanfang