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Reaktion nach Ehingen-Patzer

PSK Lions atmen auf: Karlsruhe gelingt in Nürnberg wichtiger Sieg

Im dritten Spiel gelingt den PSK Lions der erste Sieg im neuen Jahr. Beim Erfolg des Karlsruher Basketball-Zweitligisten in Nürnberg ist Neuzugang Ross-Miller noch Zuschauer.

Spielmacher unter sich: KC Ross-Miller (links), der beim Sieg der Lions in Nürnberg noch nicht mithelfen konnte, gratuliert Gregory Foster nach Spielende. Foto: Daniel Marr/Sportfoto Zink

Gegen halb zwei in der Nacht zum Sonntag war der Tross der PSK Lions zurück in Karlsruhe. Mit im Gepäck: der erste Erfolg im neuen Jahr. „Das war ein sehr wichtiger Sieg“, sagte Lions-Center Maurice Pluskota zum 80:71(41:34)-Erfolg des badischen Basketball-Zweitligisten bei den Nürnberg Falcons.

Nach der „sehr ärgerlichen“ Niederlage vor Wochenfrist gegen den Tabellenletzten Ehingen „ist uns schon ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte Pluskota, der mit 27 Punkten und 14 Rebounds überragender Mann auf dem Parkett war.

Das war genau die Reaktion, die wir uns erhofft hatten
Samuel DeVoe, Lions-Coach

„Das war genau die Reaktion, die wir uns erhofft hatten“, sagte Coach Samuel DeVoe, der „Willen und Zusammenhalt“ seines Teams hervorhob. Für die Lions war es der sechste Sieg im 14. Saisonspiel – der Abstand zur Abstiegszone bleibt damit einigermaßen beruhigend.

Noch Zuschauer war Neuzugang KC Ross-Miller, dessen Aufenthaltstitel noch nicht vorlag. Der US-amerikanische Point-Guard, der vergangene Saison bereits für die Karlsruher gespielt hatte, soll nun am Mittwoch (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen die Paderborn Baskets sein Comeback feiern.

Ross-Miller sieht von der Bank aus holprigen Start

„Ich freue mich sehr, dass KC zurück ist“, sagte Pluskota, „mit seiner Qualität wird er uns auf jeden Fall weiterhelfen“. In Nürnberg sah der Rückkehrer von der Bank aus einen zunächst holprigen Start seiner Teamkollegen, die ab dem zweiten Viertel dann aber gut im Spiel waren.

„Ab dem zweiten Viertel lief es einfach“, merkte Pluskota an, auch weil „wir Nürnberg mit unserer Zonen-Verteidigung aus dem Rhythmus gebracht haben“. Das sei „definitiv“ mit ausschlaggebend gewesen, sagte auch DeVoe: „Wir haben hart daran gearbeitet und zu sehen, dass es sich im Spiel auszahlt, das ist sehr positiv.“

Schwache Franken finden keine Mittel

Die Franken jedenfalls fanden auch nach dem Kabinengang keine Mittel und als Pluskota per Dunk zum zwischenzeitlichen 50:36 eingenetzt hatte, war das schon eine Vorentscheidung. Die Lions hielten die Nürnberger, denen die Zwangspausen durch ihre vielen Corona-Fälle deutlich im Spiel anzumerken waren, auf Distanz und gingen mit einem komfortablen Polster (68:51) ins Schlussviertel. Dort schmolz erst gegen Ende der Vorsprung noch einmal.

Vielleicht auch, weil die Karlsruher Trainer DeVoe und Drazan Salavarda an diesem Abend wenig rotierten. Der gut aufgelegte Shooting-Guard Daniel Norl etwa stand 38 Minuten auf dem Feld, Pluskota fast 37. Adam Pechacek, der mit 13 Punkten und neun Rebounds ebenfalls überzeugte, kam auf mehr als 35 Minuten.

Lions-Coaches vertrauen vor allem ihren Startspielern

„Ich denke, die Coaches wollten den Rhythmus nicht brechen“, meinte Pluskota dazu. Das sei zwar nicht von Beginn an der Plan gewesen, erläuterte DeVoe, der dann aber angesichts des Spielverlaufs in der zweiten Hälfte durchweg auf seine Startspieler setzte. „Sie hatten sich dieses Vertrauen verdient“, sagte der US-Coach.

Einen weiteren Grund für den Erfolg bei den Falcons, die noch ein straffes Nachholprogramm vor sich haben und Ende Februar in Karlsruhe gastieren, sahen sowohl Coach als auch Pluskota in der Vorbereitung. Der Matchplan sei aufgegangen, hob DeVoe hervor. Von Vorteil war dabei, dass es den Franken nicht gelang, Karlsruher Schwächen für sich zu nutzen – die 17 Turnovers fielen so am Ende nicht ins Gewicht. „Das ist weiter unser größtes Problem“, sagte DeVoe. Auch hierbei ruhen einige Hoffnungen auf Ross-Miller.

PSK Lions: Pluskota 27 Punkte/2 Dreier, Norl 16/4Dreier, Pechacek 13/1, Foster 13, Gilder-Tilpbury 10, Lyles 1.

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