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Pleite zum Start

Schmerzhafter Auftakt: PSK Lions haben noch viel Arbeit vor sich

Erst spät stand der neue Kader der Karlsruher PSK Lions. Beim Saisonstart der Zweitliga-Basketballer gegen die Artland Dragons wird deutlich, dass sich das Team noch finden muss.

Blutiges Debüt: Der neue Lions-Spielmacher Gregory Foster erhielt einen Schlag ans Auge, der Cut musste von Teamarzt Thomas Börner mit ein paar Stichen genäht werden. Foto: Markus Gilliar/GES

Mit den Laufwegen ist es in Zeiten eines hartnäckig grassierenden Virus ein spezielles Thema. Sie sind oftmals klar vorgegeben, vielerorts auch eingeschränkt.

Das ist in der Karlsruher Europahalle nicht anders und klappte auf Seiten der Besucher und der Helfer beim Zweitliga-Auftakt der PSK Lions gegen die Artland Dragons augenscheinlich gut. Auf dem Feld aber, da war das an diesem Abend so eine Sache mit den richtigen Laufwegen.

Das Spiel der Karlsruher Lions stottert noch

Bei der 68:74(45:56)-Niederlage der Lions gegen den einstigen Bundesligisten zeigte sich auf Seiten der Hausherren deutlich, „dass die Mannschaft noch nicht eingespielt ist“, wie Coach Drazan Salavarda nach dem etwas ernüchternden Start für die Karlsruher Basketballer festhielt.

Die jüngsten Neuzugänge der Lions, Adam Pechacek und Kavin Gilder-Tilbury, sind zum Beispiel noch keine zwei Wochen mit dabei.

Das Lions-Spiel stotterte merklich, was sich später auch in der Statistik ablesen ließ. Gerade 15 Wurfversuche aus der Distanz standen da bei den Lions, viele davon kamen gegen Ende der Partie eher aus Verzweiflung zustande.

Für Salavarda eine Frage fehlender Automatismen. „Die Systeme sind nicht richtig gelaufen, deswegen haben wir kaum freie Würfe kreiert“, sagte er. Dass dann auch nur drei von 15 Dreiern reingingen, kam erschwerend hinzu.

Wir waren nicht aggressiv genug
Drazan Salavarda / Lions-Coach

Der Vortrag der Gäste dagegen war strukturierter. Allerdings machten es ihnen die Hausherren gerade in der ersten Hälfte zu leicht . In der Verteidigung übertrieben es die Lions etwas mit dem Abstand halten. „Wir waren zunächst nicht aggressiv genug“, urteilte Salavarda, der mit seinem Trainer-Partner Samuel DeVoe zudem mit ansehen musste, wie ihre Spieler in der Offensive bis zum Ende zu viele leichte Punkte liegen ließen.

So liefen die neu formierten Lions fast die gesamte Partie über einem Rückstand hinterher. Dabei gab es durchaus Phasen, in denen die Karlsruher die Begegnung auf ihre Seiten hätten ziehen können. Im zweiten Viertel etwa, als der junge Emil Marshall mit großem Einsatz den Ball stibitzte, und Kapitän Gregory Foster per Dunk zum 17:19 einen vermeintlichen Wirkungstreffer setzte.

Der Moment verpuffte aber wie einige andere, vor allem im Schlussviertel. „Wir hatten unsere Chancen, haben die aber nicht genutzt“, urteilte PSK-Abteilungsleiter Danijel Ljubic.

Fosters blutige Wunde muss genäht werden

Hinzu kam, dass Spielmacher Foster, der im zweiten Abschnitt 13 seiner später 17 Punkte erzielte, fast im ganzen dritten Viertel fehlte. Ein blutiger Cut am Auge des 31 Jahre alten US-Amerikaners, auf dessen Schultern große Hoffnungen der Lions ruhen, musste mit einigen Stichen genäht werden. Zudem fehlte Salavarda und DeVoe, in der zweiten Halbzeit auch Shooting Guard Daniel Norl nach einem Schlag auf den Oberschenkel.

Der 19 Jahre junge Nils Schmitz, der von Bayern München II kam, musste übernehmen. Er machte seine Sache ordentlich und deutete bei zwei starken Einzelaktionen sein Potenzial an.

So wie auch stellenweise das Lions-Rudel insgesamt. Vor allem in den letzten zehn Minuten, als mehr Energie und Zug im Spiel der Gastgeber war - und es erstmals auch lauter wurde in der mit knapp 300 Besuchern besetzten Arena.

Als die Lions eine Minute vor dem Ende auf 63:68 herangekommen waren, keimten kurzzeitig Hoffnungen auf ein glückliches Ende auf. Doch auch in der sich zäh wie Kaugummi ziehenden Schlussphase hatten die Dragons die besseren Lösungen parat.

PSK Lions: Lyles 17 Punkte/1 Dreier, Foster 17/1, Gilder-Tilbury 13, Pilipovic 6, Norl 5/1, Pluskota 4, Schmitz 4, Pechacek 2.

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