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Erste Niederlage nach sechs Siegen

Eisbären stoppen Lions: Serie der PSK-Basketballer reißt gegen Bremerhaven

Sechs Spiele in Folge hatten die PS Karlsruhe Lions zuletzt gewonnen. Am Donnerstag nun stoppten die Eisbären Bremerhaven den Vormarsch des badischen Basketball-Zweitligisten. Ausgerechnet zwei Ex-Löwen wurden zum Spielverderber.

Alle Hände voll zu tun: Lions-Guard TreVion Crews im Duell mit Bremerhavens Shane Michael Richards . Foto: Stefan Mazur/GES

Die starke Erfolgsserie der PSK Lions ist gerissen. Der Karlsruher Basketball-Zweitligist, der sich mit zuletzt sechs Siegen in Folge in die Play-off-Zone vorgearbeitet hatte, unterlag am Donnerstagabend im Nachholspiel den Eisbären Bremerhaven mit 84:96 (49:50).

Gegen bestens auf die Lions eingestellte Gäste fanden die Hausherren vor 500 Zuschauern in der Lina-Radke-Halle nie in ihren Spielrhythmus aus den vergangenen Partien. „Sie sind ein richtig gutes Team. Und sie waren heute einfach besser als wir“, sagte PSK-Headcoach Aleksandar Scepanovic.

Die Partie gegen die von Ex-Lions-Coach Michael Mai trainierten Norddeutschen war im November abgesetzt worden, nachdem im Lions-Kader Stanley Whittaker positiv auf das Coronavirus getestet worden war und es weitere Verdachtsfälle bei den Karlsruhern gegeben hatte.

PSK Lions vermissen beim Heimspiel kranken Zylka schmerzlich

Die Lions, die den krank fehlenden Ferdinand Zylka schmerzlich vermissten, hatten schon schwer in die Partie gefunden. Hinten anfällig, vorne nicht konzentriert genug – so lagen die Gäste nach fünf Minuten mit 17:6 in Führung. Nach der fälligen Auszeit durch Scepanovic waren die Hausherren zwar mit mehr Energie unterwegs, die Eisbären um den auffällig agierenden Ex-Löwen Jarelle Reischel behaupteten jedoch ihren Vorsprung.

Mit einem Sieben-Punkte-Rückstand (20:27) gingen die Karlsruher in das zweite Viertel, in dem sich am Bild erst wenig änderte. Bremerhaven war effektiv, die Lions ließen zu viele Würfe liegen. Nach 15 Minuten war der Rückstand so auf zwischenzeitlich 15 Zähler angewachsen.

„Karlsrudel“ stemmt sich gegen Rückstand

Das „Karlsrudel“ stemmte sich nun aber mit Macht gegen das Bremerhavener Momentum und kämpfte sich in seiner besten Phase des Spiels dank Matthew Freeman, Tom Alte, TreVion Crews und Whittaker mit einem 11:0-Zwischenspurt zurück. Den Schlusspunkt vor der Pause setzte Whittaker. Der 27 Jahre alte US-Guard traf aus der Distanz und mit der Schluss-Sirene zum 49:50.

„Wenn wir das Spiel eng halten, denke ich, dass wir am Ende mehr Luft haben“, sagte PSK-Abteilungsleiter Danijel Ljubic in der Pause mit Blick auf den recht dünn besetzte Eisbären-Kader. „Und wir müssen Reischel besser in den Griff bekommen“, sagte Ljubic. Das gelang nur bedingt, und auch ging es am Ende alles andere als eng zu.

Eisbären auch nach der Pause wacher als die PSK Lions

Die Eisbären kamen wacher aus der Kabine und blieben es. Die Lions mühten sich vergeblich, sich irgendwie noch reinzubeißen ins Spiel, in dem sich die Gäste weiter spürbar besser zurechtfanden. Mit sieben Zählern Rückstand ging es für die Lions ins letzte Viertel, in dem die Hausherren zwar alles versuchten – aber die Eisbären die Partie abgezockt nach Hause brachten. Erstmals gelang damit Coach Mai bei einer Rückkehr nach Karlsruhe ein Sieg.

Bereits an diesem Samstag (19.30 Uhr) können die PSK Korbjäger direkt wieder in die Erfolgsspur einbiegen, dann gastieren die Itzehoe Eagles im heimischen „Löwenkäfig“. Auch gegen den Tabellenvorletzten sind wieder maximal 500 Zuschauer zugelassen, es gilt die 2G-plus-Regel sowie FFP2-Maskenpflicht.

Am darauffolgenden Wochenende steht für die Karlsruher erneut ein Doppelpack auf dem Plan: Am Freitag kommt Phoenix Hagen zum dritten Lions-Heimspiel in Serie, am Sonntag reisen die Badener zum schwäbischen Rivalen VfL Kirchheim Knights.

PSK Lions: Whittaker 24 Punkte/2 Dreier, Crews 15/1, Alte 14, Pluskota 8, Moyer 7, Schmitz 6, Freeman 5/1, Marshall 3/1, Behrend 2.

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