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Vor dem Duell mit Jena

PSK-Lions-Profi Zylka: „Wir sind nicht mehr irgendein Underdog“

Auch der jüngste Rückschlag in Kirchheim ändert nichts am Aufschwung bei den PSK Lions. Der hat die Karlsruher Basketballer hoch in die Play-off-Zone gespült. Eine Frage aber beschäftigt nicht nur Shooting Guard Ferdinand Zylka.

Shooting-Guard Ferdinand Zylka, hier im Zweikampf mit Hagens Shawn Occeus (links), zählt zu den Stützen im Team der PS Karlsruhe Lions. Foto: Helge Prang/GES

Warum die PS Karlsruhe Lions zuletzt stets erst in der zweiten Hälfte so richtig in ihr Spiel fanden? Auf die Frage, die sich nach den jüngsten Auftritten der Lions aufdrängt und die nicht nur Headcoach Aleksandar Scepanovic beschäftigt, hat auch Ferdinand Zylka keine befriedigende Antwort. Außer eben die: „Wir können nicht immer erst einen Arschtritt bekommen, bevor wir aufwachen. Wir müssen wieder einen Weg finden, von Beginn an die aktivere Mannschaft zu sein.“

Zuletzt erweckte der badische Basketball-Zweitligist den Eindruck, dass er erst gekitzelt werden muss, um seine Stärken aufs Parkett zu bringen. „Wir haben auch die Qualität zurückzukommen“, stellt Shooting-Guard Zylka fest.

Im Gastspiel bei den Kirchheim Knights war die Hypothek von 22 Punkten aber am Ende, wenn auch haarscharf, zu hoch. „Kirchheim war ärgerlich, aber kein Beinbruch“, ordnet der Berliner die 74:76-Niederlage im Schwäbischen im Nachhinein ein.

Wir haben alle einen Schritt nach vorne gemacht.
Ferdinand Zylka, Shooting-Guard der PSK Lions

Am Aufschwung des „Karlsrudels“ seit vergangenen Dezember ändert der jüngste Rückschlag nichts. Sieben Siege aus neun Spielen sprechen eine deutliche Sprache. „Wir haben alle einen Schritt nach vorne gemacht und treten als Team deutlich besser auf“, urteilt der erstligaerfahrende Zylka. Der Zusammenhang mit den Nachverpflichtungen von Matthew Moyer und Guard TreVion Crews ist unübersehbar. „Durch sie haben wir neue Impulse bekommen“, sagt auch Zylka.

Und im US-Amerikaner Crews einen weiteren Akteur, der das Spiel gestalten kann. „Vorher war das Spiel sehr auf mich und Stanley Whittaker zugeschnitten“, sagt der frühere Auswahlspieler. Dass sich die Lions zuletzt wieder schwerer taten, hänge auch damit zusammen, dass man vom Gegner nun anders wahrgenommen werde. „Wir sind nicht mehr irgendein Underdog“, sagt der 23-Jährige.

Aufwärtstrend begann beim kommenden Gegner Jena

Begonnen hatte der Aufwärtstrend übrigens noch ohne die Neuen Mitte November bei jenem Gegner, der nun am Samstag (19.30 Uhr) seine Visitenkarte in der Lina-Radke-Halle abgibt: dem aktuellen Tabellenzweiten SC Jena. Erst in der zweiten Verlängerung waren die „Comback-Lions“ geschlagen, nachdem die Badener in der ersten Halbzeit (53:34) schier überrannt worden waren. „Wir müssen so auftreten wie gegen Rostock, von Beginn an aggressiv und selbstbewusst“, fordert Zylka nun vor dem Wiedersehen: „Wir müssen 40 Minuten dabei sein.“

Man habe nicht nur beim weihnachtlichen Coup über den momentanen Spitzenreiter Rostock bewiesen, „dass wir alle schlagen können“, sagt Zylka. „Das Potenzial haben wir, es liegt an uns“, folgert er auch mit Blick um das derzeit enge Rennen um die Play-off-Ränge, in die sich die Lions gespielt haben. Wegen Impf-Nachwehen und Erkältungs-Krankheiten musste Zylka dabei viermal passen. An der auch persönlich positiven Zwischenbilanz für ihn ändert das nichts.

Zylka hat „mega Spaß“ bei den Lions

„Es macht mega Spaß hier, ich spiele viel, trage Verantwortung“, sagt Zylka, der nach Bundesliga-Stationen bei Alba, MBC und Gießen im Sommer 2021 bewusst einen Schritt zurück in die Zweite Liga ging, um mehr Zeit auf dem Parkett zu verbringen. Dort zählt er in der Pro A zu Top-Performern, erzielte in 14 Spielen 266 Punkte, im Schnitt also 19 Punkte.

Angeführt wird die Rangliste übrigens von Zylkas Nebenmann Stanley Whittaker. In 18 Partien kommt der Lions-Anführer auf 401 Zähler (22,3). Allein 29 davon erzielte Whittaker in Kirchheim – auch die waren am Ende für zu lange verschlafene Löwen zu wenig. Gegen das Topteam Jena sollte man sich so einen Start nicht noch einmal erlauben, mahnt Ferdinand Zylka.

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