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Nach drei Siegen in Folge

Rasta Vechta bissiger als die PSK Lions: Karlsruher Zweitliga-Basketballer unterliegen beim Spitzenclub

Fünf Erfolge aus den vergangenen sechs Spielen: Die PSK Lions waren durchaus mit breiter Löwen-Brust zum Spitzenteam Rasta Vechta gefahren. Das aber zeigte sich nach der zuvor ersten Niederlage angriffslustig

Am Ball: Lovell Cabbil (r., PSK) gegen Marcus Anderson (mitte, Baskets)

GES/ Basketball/ 2. Bundesliga ProA: PSK Lions - Baskets Paderborn, 30.10.2022
Schwerer Stand: Lions-Guard Lovell Cabbil, hier im Duell der Karlsruher mit Paderborn, war mit 25 Zählern Topscorer, die Niederlage bei Rasta Vechta aber konnte auch er nicht abwenden. Foto: Stefan Mazur/GES-Sportfoto

Nicht nur am Ende haben auf Seiten der PSK Lions sichtbar Mittel gefehlt, um dem stark auftrumpfendem Gastgeber-Kollektiv wirklich gefährlich werden zu können.

Abgezockt brachten die Basketballprofis von Rasta Vechta ihren achten Saisonsieg unter Dach und Fach, während die Gäste aus Karlsruhe beim 86:102 (31:51) nach zuletzt drei Erfolgen in Serie mal wieder als Verlierer das Parkett verlassen mussten.

Das war zu verschmerzen angesichts des Gegners, der punktgleich mit Spitzenreiter Tigers Tübingen – dem nächsten Lions-Gegner – mit 16 Zählern die Zweite Liga Pro A anführt. Die Lions ihrerseits stehen mit ihren zehn Punkten weiterhin im guten Mittelfeld.

Vechta spielt mit mehr Energie

Vechta hatte in der Vorwoche in Paderborn die erste Niederlage kassiert und zeigte von Beginn an, dass nicht umgehend Pleite Nummer zwei folgen sollte.

„Sie waren fokussierter, spielten mit neuer und mehr Energie“, sagte Lions-Headcoach Aleksandar Scepanovic nicht zuletzt mit Blick auf Vechtas Wechsel auf der Point-Guard-Position.

Wir haben offensiv einen Weg gefunden im dritten Drittel.
Aleksandar Scepanovic, Lions Trainer

Dort trieb Siler Schneider das Spiel seines Teams an und gegen die robusten Hausherren hatten die Lions sichtlich Mühe. „Für dieses Level waren wir nicht bereit“, erkannte Scepanovic später an: „Alles war zu schnell für uns.“ Dabei hielt seine Mannschaft zunächst noch recht gut mit, lag nach den ersten zehn Minuten im Rasta Dome noch in Reichweite (18:23).

Im zweiten Viertel dreht Rasta richtig auf

Das sollte sich im zweiten Abschnitt ändern: Mit einem 9:0-Lauf brachte Rasta die Gäste völlig aus dem Tritt. Bis auf zwischenzeitlich 24 Punkte wuchs der Abstand und am Ende war es vor allem Ivan Karacic zu verdanken, dass der Pausenrückstand (31:51) nicht noch deutlicher ausfiel.

Nach dem Seitenwechsel schien Joel-Sadu Aminu mit seinem nächsten Dreier den Karlsruher Aufhol-Hoffnungen gleich den Stecker zu ziehen, doch das „Karlsrudel“ bewies jetzt Moral und nutzte Fehler der Gastgeber aus.

Immer näher kamen die Lions um Top-Scorer Lovell Cabbil den defensiv in dieser Phase nicht mehr so sicher stehenden Gastgebern, eine gute Minute vor dem Viertelende waren es beim 67:71 nur noch vier Punkte.

Lions-Defensive erreicht nicht das nötige Level

Rasta aber fand die passende Antwort, zog mit einem Zwischenspurt Ende des dritten und Anfang des vierten Viertels wieder vorentscheidend davon. „Wir haben offensiv einen Weg gefunden im dritten Drittel“, sagte Scepanovic.

Defensiv aber habe sein Team zu keinem Zeitpunkt das nötige Level erreicht: „Wenn du 102 Punkte zulässt, ist es schwierig, ein Spiel bei so einem Gegner zu gewinnen.“

Um solche „Big Games“ gegen Spitzenteams zu gewinnen, „müssen wir defensiv viel besser spielen“, urteilte Scepanovic. Der nächste Test steht diesbezüglich schon in einer Woche auf dem Programm, wenn am Sonntag (4. Dezember/17.30 Uhr) Tabellenführer Tübingen in der Karlsruher Lina-Radke-Halle gastiert. In Augen von Scepanovic ein „noch besseres Team“ als Vechta.

PSK Lions: Cabbil 25 Punkte/3 Dreier, Karacic 24/3, Albus 13/3, Pluskota 10, Cugini 9/1, Koné 5.

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