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Profidebüt für Matthias Frieböse

SC Sand will in der Frauenfußball-Bundesliga erneut den Klassenverbleib schaffen

Nach einem furiosen Endspurt in der vergangenen Saison muss sich Frauenfußball-Bundesligist SC Sand auch in dieser Spielzeit wieder gegen die großen Teams wie den FC Bayern München und VfL Wolfsburg messen.

Phoenetia Browne SC Sand, Doerthe Hoppius SC Sand, Summer Lynn Green SC Sand jubeln über das Tor.
Im Kollektiv zum Erfolg: Phoenetia Browne, Doerthe Hoppius, Summer Lynn Green (von links) peilen in der Frauenfußball-Bundesliga wieder den Klassenerhalt an. Foto: Michael Memmler/imago images

Wenn am Freitag (19.15 Uhr) mit der Partie zwischen der TSG Hoffenheim und dem SC Freiburg die neue Saison eröffnet wird, beginnt auch für den SC Sand ein weiteres Kapitel in der Frauenfußball-Bundesliga. Zum achten Mal in Serie startet das Team aus der Ortenau in der höchsten deutschen Spielklasse.

Mit Matthias Frieböse ist ein neuer Trainer an Bord. Frieböse ist in der Region kein Unbekannter. Bis September 2020 war er beim Verbandsligisten SV 08 Kuppenheim unter Vertrag. „Die Frauen-Bundesliga ist für mich zwar Neuland, aber ich möchte diese Aufgabe stemmen“, sagt Frieböse.

Die Vorbereitung zur neuen Saison startete für die Spielerinnen Mitte Juli. Anfang August bezog das Team im bayrischen Miesbach ein Trainingslager. „Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden und es hat sich gezeigt, dass die Frauen im Gegensatz zu den Männern deutlich wissbegieriger sind“, meint Frieböse.

Kein großer Umbruch beim SC Sand vor der neuen Fußball-Saison

Der große personelle Umbruch in diesem Sommer blieb aus. Mit Jule Baum, Jacintha Weimar, Myrthe Moorrees und Dina Blagojevic verließen vier Spielerinnen den Verein. Neu sind Victoria Bruce, Sarah-Lisa Dübel, Isabella Scheerder, Lena Triendl und Dominique Bruinenberg.

Bruce stand zuletzt beim dänischen Meister Fortuna Hjørring unter Vertrag und soll die Lücke von Moorreses in der Abwehr stopfen. Hinter Jasmin Pal werden sich Sarah-Lisa Dübel, die zuletzt an einer Universität in den USA das Tor hütete, und die 18-jährige Isabella Scheerder aus den Niederlanden um den Platz im Tor duellieren.

Für die 21-jährige Mittelfeldspielerin Lena Triendl, die von Wacker Innsbruck kam, ist Sand die erste Profistation. Bruinenberg stand zuletzt beim niederländischen Erstligisten PEC Zwolle unter Vertrag. Zuvor spielte die 28-Jährige in Everton und Sunderland. Hinzu kommt, dass der Verein in der Winterpause mit Adrienne Jordan, Summer Green, Phoenetia Browne und Molli Plasmann bereits einiges an Qualität gewinnen konnte.

Unser Kader ist eindeutig bundesligatauglich.
Matthias Frieböse, Trainer SC Sand

„Unser Kader ist eindeutig bundesligatauglich“, stellt der Sand-Trainer dar. Frieböse berichtet, dass die Stimmung nach dem sensationellen Endspurt in der vergangenen Saison, der den Klassenverbleib bescherte, weiterhin spürbar sei. Auch in dieser Saison laute das Ziel Klassenverbleib.

Mit Erfolgen gegen FC Zürich (2:1), der U16/U17 des SV 08 Kuppenheim (4:1), Stade Reims (3:0), FC Vendenheim (5:0) und zuletzt Offenburger FV U16 (4:2) wurde die Vorbereitung erfolgreich bestritten. Lediglich gegen den SC Freiburg (1:4) gab es eine Niederlage.

Knifflige Aufgaben zum Saisonstart für die Frauen des SC Sand

Auf Sand wartet ein schwieriges Startprogramm. Zunächst gastiert man am Sonntag (13 Uhr) bei Eintracht Frankfurt. Anschließend warten die Top-Teams Bayern München und VfL Wolfsburg. „Natürlich wissen wir um die Schwierigkeit aber wir wollen unsere Gegner mit einem galligen und bissigen Spiel überraschen“, verspricht Frieböse.

Wir wollen unsere Gegner mit einem galligen und bissigen Spiel überraschen.
Matthias Frieböse, Trainer SC Sand

Neben Sand ist die SGS Essen das einzige Team, hinter dem kein großer Männerclub steht. Auch Turbine Potsdam kooperiert seit dieser Saison mit Hertha BSC. „Natürlich wird für Sand die Arbeit durch diese Entwicklung erschwert aber gleichzeitig ist es schön, dass Vereine ohne Schubkarren mit Geld in der Liga mithalten können“, so Frieböse.

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