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Bundesliga-Finale in Berlin

Schach-Rekordmeister OSG Baden-Baden strebt den 15. Titel an

Die längste Saison in der Historie der Schach-Bundesliga geht mit einem Mammutprogramm in Berlin zu Ende. Eine Hauptrolle spielt dabei der Rekordmeister aus Baden-Baden.

Konzentriert am Brett: Viswanathan Anand soll beim Bundesliga-Finale in Berlin zum 15. Titelgewinn des deutschen Rekordmeisters OSG Baden-Baden beitragen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Der letzte reguläre Wettkampf in der Schach-Bundesliga liegt über eineinhalb Jahre zurück. Am 23. Februar 2020 siegte die Ooser Schachgesellschaft (OSG) Baden-Baden bei Werder Bremen knapp mit 4,5:3,5. Kurz darauf stoppte die Corona-Pandemie den Wettbewerb, der erst jetzt fortgesetzt und bei einem kompakten Finale in Berlin beendet wird. Von Donnerstag bis Sonntag stehen für den deutschen Rekordmeister OSG noch sieben der insgesamt 14 Runden auf dem Programm.

„Das ist superhart für die Spieler, das wird sie an die Grenzen bringen“, sagt Baden-Badens Vorsitzender Patrick Bittner. „Es kommt vor allem auf Kondition und mentale Fitness an.“ Bei den Zielen versucht sich Bittner erst gar nicht in Understatement. „Wir sind gerüstet und kommen mit einer starken Truppe. Unsere Zielsetzung ist ganz klar, deutscher Meister zu werden“, sagt Bittner.

Angeführt wird das OSG-Ensemble vom Franzosen Maxime Vachier-Lagrave, vom früheren Weltmeister (2007 bis 2013) Viswanathan Anand aus Indien sowie Radoslaw Wojtaszek (Polen) und Richard Rapport (Ungarn). Baden-Badens eigentliche Nummer eins Fabiano Caruana weilt bei einem Turnier in seiner Heimat USA, ein Einsatz des Armeniers Levon Aronian sei eher unwahrscheinlich, teilt Bittner mit.

Vierkampf um den Titel

Insgesamt stehen für das Finale elf Spieler im OSG-Aufgebot, darunter in Yannick Gozzoli und Vadim Milov zwei Großmeister aus der zweiten (Zweite Bundesliga) und dritten (Oberliga) OSG-Mannschaft.

Die Baden-Badener starten von der Pole Position ins Rennen um den 15. Titel und führen die Tabelle vor der punktgleichen Schachvereinigung Hockenheim (beide 14 Punkte aus sieben Spielen) an, weitere Titelkandidaten sind der SC Viernheim (11/8) und Baden-Badens „Filiale“ SF Deizisau (11/7), bei der OSG-Teamchef Sven Noppes seit einigen Jahren als Vorsitzender fungiert. Auf alle drei direkten Konkurrenten trifft Baden-Baden bei der Endrunde im Hotel Maritim proArte nicht weit entfernt vom Brandenburger Tor.

Sieben Schach-Partien an vier Tagen

Zum Auftakt geht es am Donnerstag um 10 Uhr gegen Viernheim, um 17 Uhr folgt der Vergleich mit dem Aachener SV. Am Freitag trifft die OSG auf den BCA Augsburg (10 Uhr) und den FC Bayern München (17 Uhr), am Samstag auf Deizisau (10 Uhr) und Hockenheim (17 Uhr). Den Abschluss bildet am Sonntag (10 Uhr) das Duell gegen die SG Speyer-Schwegenheim.

Neben dem sportlichen Aspekt freut Bittner vor allem, dass überhaupt wieder gespielt wird. „Berlin hat wahnsinnige Arbeit geleistet. Hut ab, Respekt“, lobt der OSG-Chef die Organisatoren in der Hauptstadt. Trotz der langen Pause der Saison 2019/20, die nun zur Saison 2019/21 wird, wurde im vergangenen Jahr ein deutscher Meister ermittelt. Bei einem Turnier in Karlsruhe im September 2020 triumphierte die OSG Baden-Baden, die auch in Zukunft ganz oben stehen und ihren Status als Rekordchampion festigen will.

Prominenter Neuzugang bei der OSG

Für die neue Saison, die am 15. Januar 2022 beginnt, verstärkt sich die OSG mit drei Akteuren, heraus ragt dabei die Verpflichtung des russischen Weltklasse-Akteurs Anish Giri (früher in der Bundesliga für Solingen aktiv). Zudem kehrt Georg Meier aus Deizisau zu seinem Heimatverein zurück, ebenfalls aus Deizisau kommt der talentierte Alexander Donchenko (23).

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