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Doppelspieltag in der Volleyball-Bundesliga

Seriensieger Düren zu stark für die Bisons Bühl

Der Heimspiel-Doppelpack des Volleyball-Bundesligisten Bisons Bühl lief wie erwartet. Gegen den neuen Tabellenführer aus Düren gab es die erwartete Niederlage, gegen Schlusslicht VCO Berlin einen Pflichtsieg mit drei Punkten.

Abgeblockt: Bisons-Diagonalangreifer Edvinas Vaskelis stieß gegen die abwehrstarken Dürener um Sebastian Gevert und Lucas Van Berkel (links) an seine Grenzen. Foto: Thomas Steuerer

Volleyball-Bundesligist Bisons Bühl ist nach dem Höhenflug zum Saisonbeginn samt zwischenzeitlicher Tabellenführung endgültig in der Realität angekommen. Im Duell gegen die Powervolleys Düren, die mit dem siebten Sieg in Serie die spielfreien Berlin Volleys an der Spitze ablösten, unterlagen die Badener im ersten Teil ihres Heimspiel-Doppelpacks in nur 80 Minuten mit 0:3 (21:25, 21:25, 23:25).

Unser Umschaltspiel war sehr schlecht, das war das Problem.
Alejandro Kolevich, Bisons-Cheftrainer

Erstmals in dieser Saison blieb die Mannschaft von Trainer Alejandro Kolevich dabei ohne Satzgewinn. „Unser Umschaltspiel war sehr schlecht, das war das Problem“, kritisierte der Argentinier nach der dritten Liga-Niederlage in Folge vor allem den Übergang von Abwehr auf Angriff.

Ex-Bühler Kocian der überragende Akteur

Die auch ohne Abwehrchef Blair Bann und Björn Andrae mit viel Erfahrung ausgestatteten Dürener zeigten dagegen auch in der Bühler Großsporthalle ihre Stärken im Aufschlag sowie in der Abwehr. Zudem glänzte der zum besten Akteur der Partie gekürte Tomas Kocian, in der Saison 2013/14 für Bühl aktiv, als Spielmacher.

„Wenn du aus guten Situationen fast 80 Prozent aller Bälle direkt zu Punkten machst und aus schlechten Situationen immer noch über 50 Prozent, dann muss im Zuspiel viel gut geklappt haben. Tomas arbeitet da sehr hart“, lobte Dürens Trainer Rafal Murczkiewicz.

Top-Scorer Gevert mit 19 Punkten

Im Angriff war der beste Scorer der Liga, Sebastian Gevert, kaum zu stoppen. Der chilenische Nationalspieler kam auf 19 Punkte. Bei den Bisons erreichten die Außenangreifer Tomas Lopez (14) und besonders Niklas Kronthaler (10) nicht ihr gewohntes Level. „Der Gegner hat sich gut eingestellt auf mich“, meinte Kronthaler, dem im ersten Durchgang kein einziger Angriffspunkt geglückt war, ehe der österreichische Nationalspieler danach etwas besser in die Partie kam. Markant war auch der Unterschied bei der Block-Statistik. Nur drei Blocks gelangen den Bisons in der gesamten Partie, Düren hingegen elf.

Als positiv wertete Kronthaler in dieser Hinsicht die Rückkehr von Kapitän Alpar Szabo. Der ungarische Mittelblocker blieb zunächst noch hinter der Bande und hatte nach seiner Einwechslung Ende des zweiten Satzes einige gute Aktionen – für eine Wende des Resultats reichte dies jedoch nicht.

Mühevoller Pflichtsieg gegen VCO Berlin

24 Stunden später fuhren die Bisons dann am Sonntagabend im Nachholspiel gegen den noch sieglosen Tabellenletzten VCO Berlin drei Punkte ein. Nach rund 100 Minuten stand ein 3:1 (25:19, 25:20, 22:25, 25:14)-Erfolg auf der Anzeigetafel. Dabei mussten die Bühler, bei denen in den ersten beiden Sätzen auch die jungen Ergänzungsspieler länger zum Einsatz kamen, mehr zittern als erhofft. Ohne den weitgehend geschonten Top-Scorer Tomas Lopez leisteten sich die Bisons sogar einen Satzverlust gegen die U20-Auswahl aus der Bundeshauptstadt. Die meisten Punkte für die Gastgeber sammelte Mittelblocker Mathäus Jurkovics (15), der auch als MVP geehrt wurde.

Drei Auswärtsspiele bis Weihnachten

Mit nun 16 Punkten haben die Bühler nach acht Ligaspielen bereits ihr Ergebnis der kompletten Vorsaison übertroffen. Damit bleiben die Bisons auf dem fünften Tabellenplatz, der vor der Runde als Ziel formuliert wurde. Vor Weihnachten folgen nun noch drei Auswärtsspiele. Nach dem Landesduell in Friedrichshafen am Mittwoch (17.30 Uhr) geht es am Sonntag nach Frankfurt und am 23. Dezember nach Unterhaching.

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