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Steffens HEIMspiel: Den Fußballvereinen droht eine Kostenexplosion

Strom, Wasser, Ausrüstungsutensilien, Gastronomie – Fußballclubs haben mit Kostensteigerungen zu kämpfen. Weil gleichzeitig auch die Einnahmen schwinden, sind kreative Lösungen gefragt, findet unser Kolumnist.

Steffens HEIMspiel
Steffens HEIMspiel Foto: picture-alliance

Wie finanziert sich ein Fußballverein im Kreis Karlsruhe? Komplett gesund wäre ein Club aufgestellt, wenn er rein durch die Beiträge seiner Vereinsmitglieder alle Kosten decken kann. Dass dies bei einem Fußballverein utopisch erscheint, dürfte selbstredend sein.

Die Mitgliedsbeiträge wären wohl im vierstelligen Bereich, liegen doch allein die Kosten für die Bewirtschaftung der Sportplätze bei rund 15.000 Euro im Jahr. Somit bleiben Spenden, Förderungen, mögliche Pachteinnahmen, Vereinsveranstaltungen und das Sponsoring, um Einnahmen zu generieren.

Kosten für Fußballclubs steigen in allen Bereichen

Die große Herausforderung für die Vereine wird in Zukunft sein, diese Einnahmen zu steigern, um die Kostenexplosionen allerseits decken zu können. Nicht beeinflussbar sind dabei mögliche Pachtausfälle durch die Anhebung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie. Natürlich ist hierbei die ganze Branche betroffen, was auch diverse Clubhäuser zu spüren bekommen werden.

Preise für Strom, Wasser, aber auch Ausrüstungsutensilien sind in den vergangenen Jahren extrem gestiegen. Somit müssen die Vereine nicht nur hausgemachte Probleme in den Griff bekommen, etwa die Bezahlung von Spielern im Amateurbereich, sondern haben auch mit nicht beeinflussbaren Kostensteigerungen zu kämpfen.

Zusätzliche Veranstaltungen sind keine Alternative

Ganz deutlich schlägt sich dies bei den Festen im Kreis nieder. Wer in den vergangenen Jahren noch einen Steakweck für 3,50 Euro bekam, muss heutzutage schon bis zu sieben Euro für die gleiche Speise berappen. Ebenso sind die Preise für Getränke, Kaffee, Kuchen gestiegen. Dies wirkt sich natürlich auch auf den Gewinn bei den vereinseigenen Veranstaltungen aus. Es muss deutlich mehr Umsatz erwirtschaftet werden, um die Erlöse aus der Vor-Corona-Zeit zu erzielen.

Ist man durch fehlendes Ehrenamt sowieso schon geplagt, wird ein zusätzliches Fest im Kalender demnach wohl keine Alternative darstellen. Da die Förderungen seitens der Städte und Gemeinden auch eher schrumpfen werden, bleibt somit noch das Thema Spenden. Die Bereitschaft, für den ortsansässigen Verein eine Sachleistung oder Geld zu spenden, dürfte eher weniger werden als zunehmen.

Zu guter Letzt sind wir also beim Sponsoring angelangt, um die Kosten in Zukunft decken zu können. Durch Social Media haben die Vereine sicherlich deutlich mehr Vermarktungsmöglichkeiten als in früheren Tagen. Wie aber bereits erwähnt, müssen auch Firmen aktuell mehr auf sich selbst achten und haben weniger Geld für Vereine zur Verfügung.

Somit müssen die Vereine kreative Lösungen finden, um in Zukunft die Kosten zu reduzieren und die Einnahmen zu erhöhen.

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