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Damen-Basketball-Bundesliga

Sterne Keltern ziehen souverän ins Finale um den Pokal in der Damen-Basketball-Bundesliga ein

Sie sind voll auf Kurs in ihrer Mission Titelverteidigung: Im Halbfinale des Top4 haben sich die Kelterner Basketballerinnen am Samstagabend in aller Deutlichkeit mit 86:52 (51:26) gegen Dauer-Rivale TSV Wasserburg durchgesetzt. Im Finale an diesem Sonntag (16 Uhr) warten in der Dietlinger Speiterlinghalle nun die BasCats USC Heidelberg.

No-Look-Pass: Sanja Mandic (weißes Trikot) spielte am Samstagabend gegen Wasserburg starke zwölf Assists. Foto: Harry Rubner

Inja Butina hatte sich auf ein „spannendes Spiel, ein enges Match“ gefreut. Die Aufbauspielerin der BasCats USC Heidelberg fieberte – nachdem sie mit ihrem Team den Finaleinzug bereits im ersten Halbfinale des Top4-Pokal-Finalturniers in einer engen und bis zum Ende spannenden Partie gegen die Panthers Osnabrück mit einem 69:61 (31:36)-Sieg eingetütet hatte – dem zweiten Semifinale entgegen.

Und eigentlich versprach die Begegnung zwischen den Rutronik Stars Keltern, Tabellenführerinnen der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL), gegen die Zweitplatzierten des TSV Wasserburg allein ob der tabellarischen Konstellation Spannung. Es sollte allerdings ganz anders kommen: Die Sterne Keltern setzten sich in dominanter Manier mit 86:52 (51:26) gegen den TSV durch und könnten damit am Sonntag den Pokal, den sie sich erst im Oktober im nachgeholten Top4 der Saison 2019/20 erstmals erkämpft hatten, verteidigen.

Unterschiedliche Vorzeichen

Es waren ungleiche Voraussetzungen – das sei vorweg genommen. Während die Sterne vor heimischer Kulisse in der Dietlinger Speiterlinghalle mit voller Kapelle auflaufen konnten, standen auf dem Spielbogen der Innstädterinnen nur sieben Spielerinnen. Und eine von diesen sieben sollte lediglich Backup sein. Zudem waren die Wasserburgerinnen erst am Mittwoch mit ebenfalls dezimierten Kader gegen Nördlingen auf dem Feld gestanden.

Die Leistung der Sterne sollen diese Voraussetzungen allerdings keinesfalls schmälern: Voll fokussiert erspielte sich das Team von Headcoach Christian Hergenröther bereits in den ersten zehn Spielminuten beim 25:14 einen soliden Vorsprung, baute diesen im zweiten Viertel konzentriert zum 51:29 aus – und damit war die Partie im Endeffekt bereits gelaufen.

Auch wenn die Anspannung im letzten Viertel der Partie beim Stand von 70:41 bereits ein wenig abfiel, kamen die Sterne am Ende auf eine sehr gute Quote von knapp 47 Prozent von der Dreierlinie, allein Sanja Mandic spielte starke zwölf Asissts. Der Einzug ins Finale, er sollte am Ende mehr als verdient sein.

Premiere für Heidelberg

Dort warten nun die BasCats USC Heidelberg – und das ist durchaus zumindest eine kleine Überraschung. Den die Heidelbergerinnen rangieren auf der Abschlusstabelle der regulären Saison abgeschlagen mit gerade einmal acht Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Zwei davon hatten sie sich allerdings ausgerechnet gegen ihren Halbfinalgegner Osnabrück Ende Januar gesichert.

Das scheint die BasCats selbstbewusst gemacht zu haben. Denn obwohl sie zur Halbzeit noch im Hintertreffen lagen, steckten sie am Samstagnachmittag zu keinem Zeitpunkt auf, drehten die Partie und durften so schon wenige Sekunden vor Spielschluss jubeln.

Wir werden versuchen, uns in den nächsten 24 Stunden so gut wie möglich zu regenerieren und das richtige Mindset zu bekommen.
Inja Butina, Point Guard der BasCats USC Heidelberg

Damit wartet auf das Team nun ein absolutes Saison-Highlight – und da werden sie gewillt sein, dem haushohen Favoriten das Bein zu stellen. „Wir werden versuchen, uns in den nächsten 24 Stunden so gut wie möglich zu regenerieren und das richtige Mindset zu bekommen“, hatte Heidelbergs Nummer 1, Inja Butina, nach dem großen Kampf gegen Osnabrück gesagt.

Während die Heidelbergerinnen bei ihrer Premiere nur überraschen können, geht es für die Sterne Keltern am Sonntagnachmittag (16 Uhr) um die Titelverteidigung. Anreiz sollte das für beide Seiten genug sein.

Rutronik Stars Keltern: Mayombo 18, Thomas 13, Vaughn 12, Mingo 11, Belobi Nawezhi 10, Pulk 8, Mandic 6, Cvitkovic 2, Deura 2, Kiss-Rusk 2, Pokk 2, Pavic.

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