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Angekommen in der Oberliga

Stürmertalent trumpft beim 1. CfR Pforzheim auf: Salvatore Catanzano ist ein Perfektionist

Erst im Sommer hat Salvatore Catanzano seinen Weg in die Oberliga und zum 1. CfR Pforzheim gefunden. Seitdem überzeugt er Spiel für Spiel – und hatte dabei keinerlei Anpassungsschwierigkeiten.

Freudenschrei: Salvatore Catanzano ist angekommen beim 1. CfR Pforzheim Foto: Harry Rubner

Manchmal, sagt Salvatore Catanzano, da wisse er erst am Donnerstag, gegen wen er am Wochenende eigentlich spielen wird. „Wenn es der Coach im Training anspricht“, sagt der 21-Jährige und lacht. Es ist keine Ignoranz. Auch keine Gleichgültigkeit. Der junge Stürmer des Fußball-Oberligisten 1. CfR Pforzheim ist ein richtiger Arbeiter.

Ein Perfektionist, der seinen Job bedingungslos gut machen will. Einer, der dafür ackert und rackert – und das wohl auch am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Villingen zeigen wird. Er ist aber eben auch einer, der sich dadurch selbst Druck macht. „Wenn ich mich zu viel damit beschäftige, was kommt, bin ich verkrampft“, sagt er.

Vertrag frühzeitig verlängert

Vielleicht ist genau das auch der Grund, weshalb er seinen Vertrag bei dem Pforzheimer Oberligisten bereits Anfang der Woche frühzeitig bis in den Sommer 2022 hinein verlängert hat. „Es gibt mir Sicherheit“, sagt er, „und ich glaube, es wird mir auf jeden Fall gut tun, nochmal eine Saison in der Oberliga zu spielen“. Man könnte es vermessen nennen, dass er offenbar mit dem Sprung in den professionellen Fußball liebäugelt und daraus auch keinen großen Hehl macht.

Schließlich kam der 21-Jährige mit der 99 auf dem Rücken erst im Sommer vom württembergischen Verbandsligisten SKV Rutesheim an die Enz. Dass er jedoch in gerade einmal neun Spielen bereits fünf Tore geschossen und fünf weitere Treffer vorbereitet hat, spricht für sich.

Das Eins-gegen-Eins, die direkte Nähe zum Tor, da kann ich meine Stärken ausspielen.
Salvatore Catanzano

Catanzano, der aus der süditalienischen Stadt Lecce stammt und erst als Zehnjähriger nach Deutschland kam, hat sich außergewöhnlich schnell eingefunden in der Oberliga – und seine Tendenz geht weiter steil bergauf. „Ich bin etwas schwer reingekommen in die Saison, weil ich anfangs auf dem rechten Flügel gespielt habe“, erklärt er. Dann aber habe Coach Fatih Ceylan ihn auf die Zehnerposition gezogen.

„Das Eins-gegen-Eins, die direkte Nähe zum Tor, da kann ich meine Stärken ausspielen“, sagt Catanzano. Von Ceylan selbst hält der junge Stürmer viel: „Er ist ein super Trainer, der keine Lieblingsspieler hat, wie so viele andere. Für ihn zählt wirklich die Leistung, das schätze ich sehr.“ Und mit Leistung weiß Catanzano zu überzeugen.

Die Zahlen jedenfalls zeigen klar auf, dass er angekommen ist. Dabei scheinen genau diese Zahlen dem angehenden Anlagenmechaniker gar nicht so wichtig zu sein. Die meisten seiner 13 Tore aus der vergangenen, abgebrochenen Saison, auch das betont er, habe Robin Münst aufgelegt. Gemeinsam mit ihm hatte Catanzano im Sommer den Weg nach Pforzheim angetreten – und die beiden harmonieren auch in der Oberliga blendend.

Team findet sich immer mehr

Allgemein habe er sich sofort wohlgefühlt in Pforzheim. „Wir sind eine sehr junge Mannschaft, einige kamen im Sommer mit mir neu dazu. Das passt richtig gut, wir haben wirklich Potenzial, brauchen aber noch etwas Zeit“, erklärt er. Den Faktor Zeit spricht auch Ceylan immer wieder an.

Die wird sein Team mit Sicherheit noch brauchen, um noch mehr Konstanz in die Leistung zu bringen. Wie viel aber möglich ist, wenn durch Erfahrung noch etwas mehr Kaltschnäuzigkeit und Cleverness ins Team kommt, hat die Mannschaft bereits des Öfteren gezeigt – und nicht zuletzt dank Catanzano auch in Zählbares umgemünzt.

Das wird auch das klare Ziel sein, wenn am Samstag der FC Villingen im Brötzinger Tal gastiert. Dass es gegen Villingen geht, das wusste Catanzano übrigens bereits am Dienstag. Er wollte schließlich vorbereitet sein – und beweist damit einmal mehr den Willen, der ihn auszumachen scheint.

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